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Kopfpilz: Ansteckende Infektion sorgt für Haarausfall

Das sollten Sie wissen  

Kopfpilz: Ansteckende Infektion sorgt für Haarausfall

11.06.2020, 10:20 Uhr | dpa

Kopfpilz: Ansteckende Infektion sorgt für Haarausfall. Haarausfall: Hinter solchen Symptomen kann ein Kopfpilz stecken. (Quelle: dpa/Andreas Finner)

Haarausfall: Hinter solchen Symptomen kann ein Kopfpilz stecken. (Quelle: Andreas Finner/dpa)

Wenn der Nachwuchs plötzlich an einer Stelle auf dem Kopf Haare verliert, kann Pilzbefall die Ursache sein. Dann sollte meist nicht nur das Kind behandelt werden, raten Fachleute.

Das Kind verliert an einem runden oder ovalen Fleck auf dem Kopf Haare. Die Stelle ist zudem schuppig und vielleicht auch entzündet. Hinter solchen Symptomen kann ein Kopfpilz (Tinea capitis) stecken.

Von dieser ansteckenden Pilzinfektion seien vor allem Kinder betroffen – in der Regel zwischen dem dritten und siebten Lebensjahr, erklärt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Auslöser sind verschiedene Pilzformen. Katzen und andere Tiere, aber auch Menschen können sie übertragen.

Vier Wochen Therapie sind nötig

In der Regel lasse sich ein Kopfpilz gut behandeln. Bis er verschwunden ist, kann es aber dauern: Mindestens vier Wochen Therapie sind nötig, so der Fachverband. Der Besuch der Kita oder Schule sei nach Absprache mit dem Arzt jedoch meist nach rund einer Woche wieder möglich. Eltern müssten auch keine Angst haben, dass der Fleck auf dem Kopf des Kindes dauerhaft haarlos bleibt.

Die Experten raten Familienmitgliedern und engen Kontaktpersonen in den meisten Fällen, sich ebenfalls behandeln zu lassen – denn sehr ansteckende Pilzformen, die von Mensch zu Mensch übertragbar sind, hätten zugenommen. Manche Überträger würden keine Symptome zeigen. Und: Auch Erwachsene sind vor einer Ansteckung nicht sicher.

Der Pilz kann laut BVKJ außerdem an Kämmen, Handtüchern, Spielzeug und anderen Gegenständen haften – und möglicherweise für eine erneute Infektion sorgen. Daher empfiehlt sich regelmäßiges Waschen und Desinfizieren.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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