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Bakerzyste: Was steckt hinter der Schwellung im Knie?

Druckgefühl und Schmerzen  

Bakerzyste: Was steckt hinter der Schwellung im Knie?

22.10.2020, 10:55 Uhr | dpa-tmn

Bakerzyste: Was steckt hinter der Schwellung im Knie?. Bakerzyste: In der Regel entstehen Ausstülpungen durch Verletzungen wie Meniskusrisse oder Verschleißerscheinungen wie Arthrose. (Quelle: dpa/tmn/Christin Klose)

Bakerzyste: In der Regel entstehen Ausstülpungen durch Verletzungen wie Meniskusrisse oder Verschleißerscheinungen wie Arthrose. (Quelle: Christin Klose/dpa/tmn)

Beschwerden an Gelenken kennen nicht nur Sportler. Eine Ausstülpung im Knie hört sich schon unangenehm an – und sie ist es auch. Was hilft gegen die Bakerzyste? Und kann man vorbeugen?

Ob Handwerker oder Joggerin: Sind die Kniekehlen geschwollen, geht nur noch wenig. Man hat ein ständiges Druckgefühl und Schmerzen. Experten sprechen hier von der Bakerzyste.

Das ist eine Aussackung der Kniegelenkkapsel, welche sich in der Kniekehle bildet, wie Prof. Sven Ostermeier erläutert. Er ist leitender Orthopäde der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

Ursache der Beschwerden: "Wasser im Knie"

In der Regel entstehen Ausstülpungen durch Verletzungen wie Meniskusrisse oder Verschleißerscheinungen wie Arthrose. Diese Prozesse führten dazu, dass der Körper vermehrt Gelenkflüssigkeit produziere, so Ostermeier. "Kann die Gelenkkapsel diese Flüssigkeit nicht mehr halten, stülpt sie sich aus." Die Folge sei ein Erguss im Kniegelenk – oft wird hier auch von "Wasser im Knie" gesprochen.

Wer so eine Zyste hat, sollte starke Belastungen des Knies vermeiden oder zumindest reduzieren. Das gilt besonders für alle, die ihre Knie im Job permanent bewegen. Nach ein paar Tagen Schonzeit verschwinden kleinere Zysten oft. Gegen die Beschwerden hilft Kühlen und Dehnen. Bewegung, insbesondere Fahrradfahren, tut ebenfalls gut.

Entzündungshemmende Medikamente können helfen

Aus medizinischer Sicht lassen sich sehr kleine Zysten oft mit entzündungshemmenden Mitteln behandeln, kombiniert mit Physiotherapie. Auch Gelenkspiegelungen, Arthroskopien genannt, können helfen.

Nicht so einfach zu beantworten sei die Frage, wie man so einem Kniegelenkerguss vorbeugen kann, erklärt Ostermeier. Denn es gäbe viele mögliche Ursachen. Der Erguss sei mehr oder weniger ein Symptom. Vorbeugend müsste also der Auslöser gefunden und behandelt werden, um die Entstehung des Ergusses zu verhindern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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