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Können Tageslichtlampen gegen den Winterblues helfen?

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 07.12.2020Lesedauer: 3 Min.
Tageslichtlampen: Wirklich effektiv sind Therapieleuchten vor allem dann, wenn sie zu einem Zeitpunkt genutzt werden, an dem es draußen noch dunkel ist.
Tageslichtlampen: Wirklich effektiv sind Therapieleuchten vor allem dann, wenn sie zu einem Zeitpunkt genutzt werden, an dem es draußen noch dunkel ist. (Quelle: Rocky89/getty-images-bilder)
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Antriebsarm und gedrĂŒckt: Die dunkle Jahreszeit schlĂ€gt manchen Menschen aufs GemĂŒt. Therapeutisches Licht scheint in dem Fall als Hilfe naheliegend. Funktioniert die Anwendung?

Licht hellt die Stimmung auf und vertreibt trĂŒbe Gedanken, sagt man. Dass da etwas dran ist, spĂŒren manche Menschen jeden Winter aufs Neue. Sie fĂŒhlen sich nicht so gut in der dunklen Jahreszeit, sind antriebsarm, die Stimmung ist gedrĂŒckt. Umgangssprachlich hat sich dafĂŒr der Begriff "Winterblues" eingebĂŒrgert.


Acht Fakten zu Depressionen

Eine Depression Ă€ußert sich meist darin, dass der Patient sich niedergeschlagen fĂŒhlt. Betroffene Personen sind nicht in der Lage, angemessen auf die Bedingungen, unter denen sie leben, zu reagieren. Der ĂŒberwiegende Teil der Depressionen wird durch Ă€ußere EinflĂŒsse auf den Menschen ausgelöst. Diese Einflussfaktoren können alltĂ€glicher Stress, Leistungsdruck, aber auch SchicksalsschlĂ€ge wie eine Trennung oder der Todesfall eines Familienmitglieds oder einer nahestehenden Person sein.
Symptome einer Depression können sich vielfĂ€ltig Ă€ußern: Betroffene berichten ĂŒber Schlafstörungen, innere Unruhe, Magenprobleme, Niedergeschlagenheit und innere Leere. HĂ€ufig fĂŒhlen sich depressive Personen nicht mehr in der Lage, ihren Alltag zu meistern. Sie ziehen sich zurĂŒck und brechen den Kontakt mit ihren Mitmenschen ab.
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"Das ist ein uraltes Thema und findet sich schon in der antiken Literatur", erzĂ€hlt der Psychiater Prof. Andreas Hillert, Chefarzt fĂŒr Psychosomatik und Psychotherapie an der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee. "Wir wĂŒrden bei ausgeprĂ€gten FĂ€llen dieser Art heute von einer saisonal bedingten Depression sprechen."

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Dunkelheit als Nebenaspekt

Wobei der saisonale Part, in dem Fall also der Winter mit seiner Dunkelheit und KĂ€lte, nur ein Nebenaspekt sei. Um zu beurteilen, ob eine Depression vorliegt und behandlungsbedĂŒrftig ist, schauen die Mediziner auf Symptome wie gedrĂŒckte Stimmung, Interessen- sowie Freudlosigkeit, erhöhte ErmĂŒdbarkeit und weitere Anzeichen – Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten etwa.

"Es gibt aber auch nicht wenige Menschen, die fĂŒhlen sich in der dunklen Jahreszeit etwas weniger gut", sagt Hillert. "Ohne dass es Krankheitswert hĂ€tte oder behandlungsbedĂŒrftig wĂ€re."

Wenn fehlendes Licht eine Ursache fĂŒr diesen Blues ist, könnten Therapieleuchten mit kĂŒnstlichem Tageslicht doch helfen, oder?

TatsĂ€chlich wird die Lichttherapie bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt – und kann auch selbst ausprobiert werden. Zu viel darf man aber nicht erwarten. Damit es einen Effekt hat, ist außerdem eine gewisse Disziplin gefragt.

LĂ€ngere Tageslichtdauer simulieren

Dabei kommt eine Lichttherapielampe zum Einsatz, die recht helles weißes Licht abgibt. Dadurch soll möglichst intensives Tageslicht imitiert werden, sagt Hillert. Der Hintergedanke ist einleuchtend: Zu viel Dunkelheit sorgt dafĂŒr, dass der Körper grĂ¶ĂŸere Mengen des "Schlaf-Hormons" Melantonin ausschĂŒttet. Die Folge kann unter anderem anhaltende MĂŒdigkeit sein – also das, was man möglicherweise als Winterblues empfindet.

Mit Hilfe des Lichts wird die Tageslichtdauer quasi kĂŒnstlich verlĂ€ngert. Die AusschĂŒttung von Melantonin soll damit am Morgen reduziert, Stimmung und Antrieb gleichzeitig besser werden.

Bei sensiblen Menschen könnte schon nach einigen Tagen eine leichte Verbesserung der Befindlichkeit zu spĂŒren sein, so Hillert. Zugleich betont er aber: Wunderdinge seien von den Lampen nicht zu erwarten. "In den meisten FĂ€llen, ĂŒbrigens auch bei anderen Formen der Depression, ist Lichttherapie wenn dann eine ergĂ€nzende therapeutische Maßnahme, die fĂŒr sich genommen meist nicht ausreicht, entsprechende Störungen zu behandeln."

FrĂŒh aufstehen fĂŒr sinnvolle Anwendung

Wer die MelantoninausschĂŒttung des Körpers mit Hilfe der Lampe effektiv beeinflussen möchte, darf sich nicht nach Lust und Laune irgendwann tagsĂŒber davor setzen. Man sollte es idealerweise am frĂŒhen Morgen machen, erlĂ€utert Hillert. Und zwar fĂŒr mindestens eine halbe Stunde tĂ€glich, ĂŒber mehrere Wochen hinweg.

Hillert erzĂ€hlt davon, dass in seiner Klinik auch Lichttherapien angeboten werden. Viele Patienten stĂŒnden dem Angebot aber zwiegespalten gegenĂŒber. Der Grund ist das frĂŒhe Aufstehen. "Sie mĂŒssen dann um sieben Uhr, eben wenn es draußen noch dunkel ist, vor der Lampe sitzen und nicht erst um elf Uhr. Ein Spaziergang wĂ€re im letzteren Fall absehbar die effektivere – weil aktivere – Methode." Nach seinen Worten fĂŒhre die Lichttherapie "derzeit eher ein Schattendasein im therapeutischen Kontext".

Dennoch: Wer ausprobieren möchte, ob es einem hilft, kann es praktisch bedenkenlos machen. Lichttherapeutische Lampen gibt es in verschiedenen Preisklassen im Handel zu kaufen. "Das Nebenwirkungsrisiko ist gering", sagt der Experte. "Man kann nicht viel falsch machen, schlimmstenfalls funktioniert es halt nicht."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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