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Corona-Impftermin Sachsen: Infos zur Anmeldung & Hotline

Infos, Anmeldung und Durchführung  

Impftermin Sachsen: Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

04.03.2021, 15:16 Uhr | cat, t-online

Corona-Impftermin Sachsen: Infos zur Anmeldung & Hotline. COVID-19-Impfstoff und Spritzen: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: imago images/Jussi Nukari/Lehtikuva)

COVID-19-Impfstoff und Spritzen: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: Jussi Nukari/Lehtikuva/imago images)

In Sachsen haben 13 Impfzentren und 13 mobile Impf-Teams am 11. Januar ihre Arbeit aufgenommen. Wie in allen Bundesländern erhalten zunächst Menschen, die nach der Einstufung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen, eine Impfung gegen das Coronavirus. 

Hier erhalten Sie einen Überblick, wer zur Prioritätengruppe gehört, wie die Terminvergabe in Sachsen erfolgt und wie die Impfung abläuft.

Prioritäten beim Impftermin: Wer wird wann geimpft?

Wer wann geimpft wird, ist in Sachsen wie in allen Bundesländern nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut basiert.

Die Reihenfolge beim Impftermin richtet sich nach einer Priorisierung von Personengruppen, die ein hohes Erkrankungsrisiko haben oder einen Kontakt zu Risikopatienten haben. Eine Auflistung der Priorisierung der Personengruppen finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

In der ersten Phase können sich nur Personen, die der höchsten Priorisierungsgruppe angehören, anmelden. Hierzu gehören:

  • Menschen, die über 80 sind.
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind oder selbst behandelt werden.
  • Personen, die bei ambulanten Pflegediensten arbeiten und regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, Hierzu gehören Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, ambulante Palliativstationen oder Impfzentren.
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht (beispielsweise Krebs- oder Transplantationspatienten).

Die Liste der impfberechtigten Personen wird größer. Ab Anfang März können sich alle Menschen aus der zweiten Priorisierungsgruppe für einen Impftermin registrieren. Dabei handelt es sich unter anderem um Lehrer, Erzieher, Personal in Arztpraxen, Menschen mit bestimmten Erkrankungen, Schwangere sowie bis zu zwei Kontaktpersonen von Schwangeren. Eine genaue Beschreibung der impfberechtigten Personen aus der zweiten Priorisierungsgruppe finden Sie hier

Polizisten in Sachsen erhalten als priorisiert eingestufte Gruppe ebenfalls eine Corona-Impfung. Durch eine Anpassung der "Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2" des Bundesgesundheitsministeriums ist dies möglich. Das Impfkonzept sieht vor, dass zunächst die Polizisten berücksichtigt werden sollen, die durch "häufigen und unüberschaubaren Kontakt" einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Wie werde ich benachrichtigt?

Die in Sachsen impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger, die 80 Jahre und älter sind, erhalten keine schriftliche Benachrichtigung, die sie über mögliche Impftermine informiert. Um einen Impftermin erhalten zu können, müssen sie diesen selbst vereinbaren. Erfolgen kann das wahlweise über eine telefonische Hotline oder online über eine Website.

Anmeldung: Hotline für den Impftermin

Für die telefonische Vergabe der Impftermine hat Sachsen eine eigene Hotline eingerichtet. Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 0899 089 ist eine Anmeldung zur Corona-Impfung möglich. Dabei wird die impfberechtigte Person mit Namen und Geburtsdatum zunächst registriert. Auf t-online-Nachfrage wurde zudem mitgeteilt, dass im Anschluss an das Telefonat ebenfalls eine schriftliche Bestätigung der Termine für die Erst- und Zweitimpfung postalisch zugestellt wird. Beide Impftermine werden paarweise vergeben, um sichergehen zu können, dass die notwendigen Zeitabstände zwischen den Covid-19-Impfungen eingehalten werden.

Impftermin online beantragen

Neben der telefonischen Anfrage besteht auch die Möglichkeit, sich online für die erste und zweite Corona-Impfung im Impfzentrum anzumelden. In Sachsen wurde ein Impf-Serviceportal eingerichtet, das über folgende Internetseite erreichbar ist: https://sachsen.impfterminvergabe.de/.

Hier müssen Sie sich zunächst einmal registrieren. Dafür erfolgt eine Berechtigungsprüfung, anschließend werden die persönlichen Daten angegeben und Zugangsdaten festgelegt. Es folgt eine E-Mail-Benachrichtigung, die einen Link zur Terminvereinbarung enthält. Über diesen können Sie, nach erfolgreicher Anmeldung, einen Wunschtermin im Impfzentrum Ihres Landkreises bzw. Ihrer kreisfreien Stadt vereinbaren. Hierzu füllen Sie einen Fragebogen aus und erhalten nach positiver Prüfung Ihrer Angaben eine Terminbestätigung.

Sollten Sie Fragen oder Probleme haben, erhalten Sie über die sächsische Impf-Hotline ebenfalls Hilfe bei der Buchung eines Online-Termins.

Derzeit keine Terminvergabe: Der Landesverband Sachsen e.V. des Deutschen Roten Kreuzes weist darauf hin, dass aufgrund von Impfstoff-Mangel derzeit nur vereinzelt weitere Termine zur Erst-Impfung in den Impfzentren vergeben werden können. Geplant ist ab Anfang März wieder regelmäßig Termine in Größenordnungen anzubieten. Aktuell liegt der Schwerpunkt auf Erst-Impfungen in Pflegeeinrichtungen. Alle bisher vereinbarten Impftermine sowie alle Zweit-Impfungen in Sachsen sind aber sichergestellt und bleiben erhalten.

Sonderregelungen in Pflegeeinrichtungen 

Menschen, die 80 Jahre oder älter sind und in einem Seniorenheim leben, müssen keinen Termin über die genannte Telefonnummer oder das Online-Serviceportal vereinbaren. Bei ihnen erfolgt die Impfung direkt in ihrer Einrichtung durch ein mobiles Impf-Team. Bei Fragen zu den Terminen wenden sich Betroffene oder deren Angehörige direkt an die organisierende Pflege- und Einrichtungsleitung.

Senioren und pflegebedürftige Personen, die zu Hause leben, gesundheitlich jedoch außer Stande sind, ein Impfzentrum aufzusuchen, sollen ihre Corona-Impfung perspektivisch über mobile Impfteams oder behandelnde Hausärzte erhalten. Dies tritt in Kraft, sobald die Impfstoff-Kapazitäten bzw. die besonderen Lagerungs- und Transportbedingungen des jeweils zur Verfügung stehenden Covid-19-Impfstoffs dies zulassen. Daneben sind in verschiedenen Kommunen zusätzliche Angebote für Menschen mit Einschränkungen zur leichteren Erreichbarkeit der Impfung geplant.

Liste der Impfzentren in Sachsen 

Der Freistaat Sachsen hat für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt jeweils ein Impfzentrum eröffnet. Folgende regionale Impfzentren haben ihren Betrieb aufgenommen:

  • Chemnitz
  • Dresden
  • Leipzig
  • Borna (Landkreis Leipzig)
  • Belgern-Schildau (Landkreis Nordsachsen)
  • Zwickau (Landkreis Zwickau)
  • Pirna (Sächsische Schweiz - Osterzgebirge)
  • Mittweida (Landkreis Mittelsachsen)
  • Treuen OT Eich (Vogtlandkreis)
  • Riesa (Landkreis Meißen)
  • Löbau (Landkreis Görlitz)
  • Annaberg-Buchholz (Erzgebirgskreis)
  • Kamenz (Landkreis Bautzen)

Laut Sozialministerium sind Zweigstellen von Impfzentren denkbar, um das Angebot regional ergänzen zu können. Weitere Details sind derzeit allerdings nicht bekannt.

Die sächsischen Impfzentren sind täglich geöffnet, unter der Woche für zehn Stunden und am Wochenende acht Stunden. Jedes Impfzentrum ist mit mindestens zwei Impfstrecken ausgestattet. Wenn Bedarf besteht und die Impfstoff-Kapazitäten es zulassen, können die größten Objekte auf bis zu zehn solcher Strecken erweitert werden. Sachsenweit können sich so täglich bis zu 13.000 Bürgerinnen und Bürger gegen Covid-19 impfen lassen.

Mit dem Taxi ins Impfzentrum? 

Die Anfahrt zum Impfzentrum, sei es mit Taxi, Bus oder Bahn, ist in der Regel selbst zu organisieren und zu bezahlen. Eine Fahrtkostenerstattung für medizinische Behandlungen erfolgt nur in sehr wenigen gesetzlichen Ausnahmefällen seitens der Krankenversicherung. Hier ist es ratsam, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen. Möglicherweise können Sie so von einer Kostenübernahme profitieren.

Welche Unterlagen zum Impftermin mitbringen?

In den sächsischen Impfzentren gelten die bekannten AHA+L-Regeln zum Schutz vor Corona. Dazu gehört, ausreichend Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Folgende Dokumente werden zur Impfung benötigt: 

  • Personalausweis
  • Arbeitsbescheinigung für alle, die im Gesundheits- und Pflegedienst arbeiten
  • nach Möglichkeit einen Impfpass (falls Sie keinen besitzen, erhalten Sie eine Bestätigung in Papierform)
  • Krankenversicherungskarte
  • Terminbestätigung
  • bei Vorerkrankungen: wichtige Unterlagen, wie Herzpass, Diabetikerausweis oder eine Medikamentenliste
  • wenn vorab ausgedruckt und ausgefüllt: Einwilligungsbogen und Aufklärungsmerkblatt

Ablauf: So wird die Impfung durchgeführt

Zunächst werden bei der Anmeldung im Impfzentrum die persönlichen Daten durch das Personal abgeglichen. Dabei muss auch ein Aufklärungsbogen ausgefüllt werden. Anschließend führt ein Arzt vorab ein Aufklärungsgespräch, in dem nach der medizinischen Vorgeschichte gefragt und dann über die Corona-Impfung informiert wird. Die Impfung wird, nach Unterzeichnung der Einverständniserklärung, durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch etwa 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung.

Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, eines ärztlichen Aufklärungsgesprächs und der Nachbeobachtungszeit, wird der Impfvorgang in der Regel etwa eine Stunde in Anspruch nehmen.

In Deutschland sind derzeit drei verschiedene Impfstoffe zugelassen. Aktuell wird in Sachsen der von BioNTech/Pfizer entwickelte Impfstoff verimpft. Für den vollen Impfschutz sind bei diesem Impfstoff zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen nötig. Den vollen Impfschutz erreichen Sie nach derzeitigem Kenntnisstand sieben Tage nach der zweiten Impfung.


Am 6. Januar 2021 erhielt auch der Impfstoff der Firma Moderna von der Europäischen Kommission die Zulassung.

Ende Januar erhielt außerdem der Impfstoff von Astrazeneca die Zulassung. Er gehört zur Gruppe der Vektor-Impfstoffe. Seine Wirkung beruht auf der Verabreichung von abgeschwächten und somit harmlosen Viren, auf die der Körper mit der Bildung eines Immunschutzes reagiert. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft.

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In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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