Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr fĂŒr Sie ĂŒber das Geschehen in Deutschland und der Welt.

So hoch ist die Impfquote aktuell wirklich

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 10.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Impfzentrum im Sommer: Nicht alle Impfungen konnten registriert werden.
Impfzentrum im Sommer: Nicht alle Impfungen konnten registriert werden. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

60 Prozent, 70 Prozent oder gar 80 Prozent: Wie viele der Deutschen sind wirklich schon gegen das Coronavirus geimpft? Die Zahlen könnten tÀuschen und stimmen doch hoffnungsvoll.

Das Wichtigste im Überblick


  • Wie hoch sind die offiziellen Zahlen?
  • Warum könnten die Zahlen tĂ€uschen?
  • Welche Rolle spielen ungeimpfte Kinder?
  • Impfquote bei Erwachsenen bei mehr als 80 Prozent?

Fast eine Million Corona-Impfdosen wurden am 7. Dezember in Deutschland verabreicht. Trotzdem sind bisher nur rund 69 Prozent der Gesamtbevölkerung vollstÀndig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 57,5 Millionen Menschen. Doch was bedeuten diese Zahlen eigentlich? Ist die Impfquote eventuell schon viel höher als gedacht?


Corona-Impfstoffe im Vergleich: Wie wirksam sind sie?

In der EU zugelassen sind bislang vier PrÀparate: die Corona-Impfstoffe von Biontech /Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Doch wie wirksam sind die Mittel im Vergleich?
Astrazeneca: Nach Herstellerangaben schĂŒtzt der Impfstoff zu 76 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen. Gegen schwere Covid-Erkrankungen sei der Impfstoff zu 100 Prozent wirksam, erklĂ€rte das Unternehmen.
+3

Wie hoch sind die offiziellen Zahlen?

Laut dem Impfdashboard der Bundesregierung (Stand: 9. Dezember 2021) sind bisher genau 60 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 57,5 Millionen davon sind bereits vollstÀndig geimpft. Das entspricht einer Impfquote von rund 69 Prozent der Gesamtbevölkerung.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Panzer-Manager von Rheinmetall verschwand tagelang
Ein SchĂŒtzenpanzer Marder 1A5 der Bundeswehr (Symbolbild): Er wird von der Rheinmetall Landsysteme hergestellt.


ZusĂ€tzlich haben demnach bereits 15,6 Millionen (18,7 Prozent) eine Auffrischungsimpfung erhalten. Bis Weihnachten sollen mindestens 30 Millionen Menschen eine Booster-Impfung erhalten haben, wie der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn ankĂŒndigte.

Den Millionen Geimpften stehen allerdings auch viele Ungeimpfte gegenĂŒber: Laut Impfdashboard sind insgesamt 23,1 Millionen Menschen, also fast 28 Prozent der Gesamtbevölkerung, noch nicht gegen Covid-19 geimpft.

Corona-Impfung: Die Impfquote könnte um bis zu fĂŒnf Prozent höher sein, als angegeben.
Corona-Impfung: Die Impfquote könnte um bis zu fĂŒnf Prozent höher sein als angegeben. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)

In einigen BundeslĂ€ndern liegt die Impfquote jedoch deutlich höher: In Bremen sind bereits 84,1 Prozent mindestens einmal geimpft, im Saarland 78,4 und in Hamburg 77,5 Prozent. Die Schlusslichter liegen vor allem im Osten und SĂŒden Deutschlands: Sachsen hat die geringste Impfquote mit nur 61,3 Prozent, dicht gefolgt von Brandenburg und ThĂŒringen mit je rund 66 Prozent und Sachsen-Anhalt, Baden-WĂŒrttemberg und Bayern mit Quoten zwischen 68 und 70 Prozent.

Warum könnten die Zahlen tÀuschen?

GrundsĂ€tzlich betont die Bundesregierung, die Impfquoten auf dem Impfdashboard seien als "Mindestimpfquoten" zu verstehen. Eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem sei nicht erreichbar. "Das RKI geht davon aus, dass die tatsĂ€chliche Impfquote bis zu fĂŒnf Prozentpunkte höher liegt, als auf dem Impfdashboard angegeben", heißt es dazu. Dabei berĂŒcksichtige das RKI die ausgegebenen Impfdosen an Betriebs- und Haus- sowie FachĂ€rzte .

Demnach könnte die Gesamtimpfquote nicht mehr bei nur rund 69,2 Prozent der Gesamtbevölkerung liegen, sondern schon bei bis zu 74,2 Prozent.

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Andersherum könnten die tĂ€glichen Impfzahlen von fast einer Million Impfungen pro Tag auch zu positiv stimmen: Die meisten dieser Impfungen sind keine Erstimpfungen, sondern Booster-Impfungen. So wurden am 7. Dezember 973.000 Impfdosen verabreicht, davon fĂŒhrten allerdings nur 71.000 Impfungen zu einer vollstĂ€ndigen Impfung, 833.000 waren Auffrischungsimpfungen. Somit bleiben nur 69.000 Erstimpfungen.

Welche Rolle spielen ungeimpfte Kinder?

Um die Impfquote möglichst genau abzubilden, mĂŒssen zudem auch jene berĂŒcksichtigt werden, die (bisher noch) gar nicht geimpft werden können. Das betrifft vor allem Kinder unter zwölf Jahren. Aber auch Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 sollten gesondert betrachtet werden, da Impfstoffe fĂŒr sie erst viel spĂ€ter zur VerfĂŒgung standen.

Aktuell ist es zudem so, dass fĂŒr vier Millionen Kinder unter fĂŒnf Jahren noch kein zugelassener Impfstoff zur VerfĂŒgung steht. Auch fĂŒr die rund fĂŒnf Millionen FĂŒnf- bis ZwölfjĂ€hrigen gibt es zwar eine Zulassung, aber noch keine Impfstofflieferung.

Impfquote bei Erwachsenen bei mehr als 80 Prozent?

Werden also insgesamt nur die 69,4 Millionen Menschen ĂŒber 18 Jahren betrachtet, die in Deutschland leben, sieht die Impfquote schon deutlich besser aus. Fast 80 Prozent der Menschen in dieser Bevölkerungsgruppe sind vollstĂ€ndig gegen Corona geimpft, 22,3 Prozent haben auch schon eine Booster-Impfung erhalten. Werden auch hier die bis zu fĂŒnf Prozent hinzugerechnet, die lĂŒckenhaft registriert wurden, wĂ€re eine Impfquote unter den Erwachsenen von bis zu fast 85 Prozent möglich.

Weitere Artikel


Noch besser sieht es aus, wenn nur die Gruppe der ĂŒber 60-JĂ€hrigen betrachtet wird. Von ihnen sind bereits 86,4 Prozent vollstĂ€ndig geimpft und fast 36 Prozent haben eine Booster-Impfung bekommen. ZuzĂŒglich der möglichen fĂŒnf Prozent Varianz könnten es hier schon mehr als 90 Prozent vollstĂ€ndig Geimpfte sein.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Christiane Braunsdorf
Von Christiane Braunsdorf
  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
BundesregierungCOVID-19CoronavirusDeutschlandJens SpahnRKIWeihnachten
Beliebte Themen

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website