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Plötzlich positiv – was ist jetzt zu tun?

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 21.02.2022Lesedauer: 5 Min.
Positiver Corona-Test: Schon vor dem PCR-Test sollten Sie sich so gut wie möglich isolieren.
Positiver Corona-Test: Schon vor dem PCR-Test sollten Sie sich so gut wie möglich isolieren. (Quelle: VioletaStoimenova/getty-images-bilder)
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Zehntausende Neuinfektionen tĂ€glich – Tendenz steigend. Die Omikron-Variante sorgt fĂŒr eine Welle an neuen Corona-FĂ€llen in Deutschland. Doch was, wenn es Sie trifft?

Das Wichtigste im Überblick


Mittlerweile kennt wohl jeder Menschen, die sich im Laufe von rund zwei Jahren Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben. Trotzdem gibt es immer noch viele Unsicherheiten darĂŒber, was eine Covid-Infektion tatsĂ€chlich bedeutet, wenn es einen selbst trifft. Wie streng ist die QuarantĂ€ne? An wen können, an wen mĂŒssen Sie sich wenden? Wann gelten Sie als genesen? t-online hat die wichtigsten Fragen und Antworten fĂŒr Sie zusammengefasst.


Omikron-Symptome: Das sind die ersten Anzeichen

MĂŒdigkeit: Omikron-Infizierte berichten auch ĂŒber Erschöpfung und starke MĂŒdigkeit.
Halskratzen: Zu den hÀufigsten Omikron-Symptomen gehören auch Halsschmerzen.
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Was ist zu tun, wenn der Corona-Test positiv ist?

In vielen FĂ€llen beginnt die "offizielle" Corona-Infektion mit einem positiven Corona-Test. Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich um einen Antigen-Schnell- oder Selbsttest oder aber um einen PCR-Test handelt.

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Ist der Selbsttest oder der Schnelltest im Testzentrum positiv, sollten Sie sich schnellstmöglich um einen PCR-Test kĂŒmmern, der das Ergebnis bestĂ€tigt. Sie gelten erst dann als offizieller Corona-Fall, wenn Ihre Infektion ĂŒber den Labortest bescheinigt wird. Ist das der Fall, gilt ab sofort fĂŒr Sie eine QuarantĂ€ne, die je nach Impfstatus und Nachtestungen unterschiedlich lang ausfallen kann.

Wann und wie meldet sich das Gesundheitsamt?

Sobald bei Ihnen die Infektion per PCR-Test bestÀtigt wurde, erhÀlt das zustÀndige Gesundheitsamt eine Meldung vom Labor. Daraufhin setzen sich die Mitarbeiter dort mit Ihnen telefonisch oder per E-Mail in Verbindung und ordnen eine QuarantÀne an. UnabhÀngig davon sollten Sie sich bereits bei Verdacht auf eine Infektion und spÀtestens beim positiven Testergebnis selbststÀndig in Isolation begeben, um niemanden zu gefÀhrden.

Durch die Vielzahl der Neuinfektionen sind die GesundheitsĂ€mter vielerorts ĂŒberlastet, es kann also ein paar Tage dauern, bis Sie offiziell zur QuarantĂ€ne verpflichtet werden. Seien Sie in diesem Fall nicht leichtsinnig und halten Sie sich schon vorab an die Regeln.

Positiver Corona-Test (Symbolbild): Wer sich infiziert, muss einiges beachten.
Positiver Corona-Test (Symbolbild): Wer sich infiziert, muss einiges beachten. (Quelle: Lobeca/imago-images-bilder)

Auch das Ende der QuarantĂ€ne wird offiziell vom Gesundheitsamt beschlossen: Dazu ist es wichtig, dass Sie keine Symptome mehr aufweisen, einen negativen Corona-Test haben und die vorgeschriebene Zeit fĂŒr die QuarantĂ€ne verstrichen ist.

Was bedeutet eine QuarantÀne bei einer Infektion?

Auch wenn die QuarantĂ€ne-Regeln gerade erst in vielen BundeslĂ€ndern angepasst und die Zeiten verkĂŒrzt wurden, gilt bei einer Infektion grundsĂ€tzlich eine QuarantĂ€nepflicht. Anders als bei Ausgangssperren oder Sperrzeiten gibt es bei einer QuarantĂ€ne wegen Infektion auch keine Ausnahmen, beispielsweise, um mit dem Hund Gassi zu gehen oder um zur Arbeit zu fahren.

Auch, wenn Sie keine Symptome haben und Ihrer Arbeit körperlich nachgehen könnten: Sie mĂŒssen zu Hause bleiben und sich isolieren, um niemanden zu gefĂ€hrden. FĂŒr die Betreuung eventueller Haustiere, aber auch fĂŒr EinkĂ€ufe oder den Gang zum Briefkasten oder zur MĂŒlltonne mĂŒssen Sie UnterstĂŒtzung von Nachbarn, Freunden oder Verwandten in Anspruch nehmen. Darauf können Sie sich im Idealfall schon vor einer Infektion vorbereiten.

Wie lange dauert die QuarantÀne?

GrundsÀtzlich hat die Bundesregierung hierzu einheitliche neue Regelungen beschlossen, die BundeslÀnder haben teilweise jedoch noch andere Regeln. Auf Bundesebene gilt: Nach zehn Tagen endet eine QuarantÀne ohne einen Test.

Wer bereits nach sieben Tagen negativ getestet wird, kann auch schon nach sieben Tagen aus der QuarantĂ€ne entlassen werden. Eine strengere Regelung gilt fĂŒr BeschĂ€ftigte in KrankenhĂ€usern, Pflege oder Ă€hnlichen Einrichtungen: Sie dĂŒrfen sich ausschließlich per PCR-Test "freitesten". Kinder und Jugendliche hingegen können sich schon nach fĂŒnf Tagen testen lassen und bei einem negativen Ergebnis die QuarantĂ€ne beenden.

Hilfe beim Einkauf: Wenn Sie in QuarantĂ€ne sind, dĂŒrfen Sie das Haus nicht verlassen und keinen Besuch empfangen.
Hilfe beim Einkauf: Wenn Sie in QuarantĂ€ne sind, dĂŒrfen Sie das Haus nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. (Quelle: VichoT/getty-images-bilder)

Wie wird es Ihnen gesundheitlich gehen?

GrundsĂ€tzlich lĂ€sst sich darĂŒber keine klare Aussage treffen. Es gibt jedoch einige Anhaltspunkte, die ĂŒber einen schweren oder eher leichten Verlauf entscheiden könnten. Besonders wichtig dabei: Ihr Impfstatus. Sind Sie vollstĂ€ndig geimpft oder sogar bereits geboostert, sinkt das Risiko fĂŒr einen schweren oder gar tödlichen Verlauf deutlich.

Allerdings wirken sich auf der anderen Seite Vorerkrankungen und das Alter negativ auf den Corona-Verlauf aus. Sind Sie ĂŒber 60 Jahre alt und/oder haben Sie bestimmte Vorerkrankungen, die beispielsweise Ihr Immunsystem beeintrĂ€chtigen, Herz-Kreislauf- oder Lunge betreffen, steigt das Risiko fĂŒr einen schweren Verlauf. Auch Übergewicht oder Diabetes steigern das Risiko.

Ein schwerer Verlauf ist jedoch genauso wenig bei Älteren oder Vorerkrankten garantiert wie bei Jungen, Gesunden auszuschließen. Zu den hĂ€ufigen Corona-Symptomen, mit denen auch bei einem leichteren Verlauf gerechnet werden sollte, zĂ€hlen:

  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Atemnot
  • Husten
  • Abgeschlagenheit
  • Durchfall

Kommt es zu einem schweren Verlauf, können Komplikationen wie eine LungenentzĂŒndung, FolgeschĂ€den am Nervensystem sowie an Herz und GefĂ€ĂŸen, ĂŒberschießende Immunreaktionen, Atemnot bis hin zur Beatmungspflichtigkeit auftreten. Bei schweren wie auch leichten VerlĂ€ufen gibt es zudem ein erhöhtes Risiko fĂŒr Langzeitfolgen und ein sogenanntes Long Covid.

Was hilft gegen die Symptome von Covid-19?

Je nach Verlauf treten unterschiedliche Symptome auf, ein generelles Medikament gegen Covid-19 gibt es (noch) nicht. Es gibt allerdings trotzdem Möglichkeiten, zumindest leichte Symptome zu lindern.

So helfen je nach Schwere der Symptome beispielsweise fiebersenkende Mittel ebenso wie Medikamente gegen Husten, Nasensprays bei Schnupfen oder sanfte Hausmittel wie Tee oder WĂ€rmflaschen. GrundsĂ€tzlich empfiehlt es sich, viel zu trinken, um den Körper beispielsweise bei Fieber, Durchfall oder Nachtschweiß mit ausreichend FlĂŒssigkeit zu versorgen.

Wann sollten Sie einen Arzt oder gar das Krankenhaus aufsuchen?

Bei leichten Symptomen gilt grundsÀtzlich die PrÀmisse, sich zu isolieren und niemanden in die Gefahr einer Ansteckung zu bringen. Somit auch keinen Hausarzt oder andere Patienten in einer Praxis. Sie können sich aber jederzeit telefonisch bei Ihrem Hausarzt oder unter der Telefonnummer 116 117 informieren, wie Sie beispielsweise Symptome lindern können oder ob ein Arztbesuch doch notwendig ist.

Nehmen die Beschwerden zu, steigt beispielsweise das Fieber oder die Atembeschwerden werden stĂ€rker, sollten Sie erneut telefonisch RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt halten, bevor Sie ihn persönlich aufsuchen. Tritt akute Atemnot auf oder Ihr Zustand verschlechtert sich dramatisch, rufen Sie die 112. Der sogenannte "Covid-Guide" kann Ihnen bei der EinschĂ€tzung Ihrer Symptome helfen.

Wen sollten Sie informieren?

Sobald Sie ein positives PCR-Testergebnis haben, sollten Sie dieses in die Corona-Warn-App eintragen. So werden all die Menschen ĂŒber die App informiert, mit denen Sie in den vergangenen Tagen beispielsweise im Restaurant, Supermarkt, ÖPNV oder auch bei der Arbeit riskanten Kontakt hatten.

Zudem sollten Sie Kontakt zu Ihrem Hausarzt aufnehmen, um notwendige Maßnahmen zu besprechen und eine erste EinschĂ€tzung ĂŒber einen möglichen Verlauf zu bekommen. Ihr Arzt kennt Ihre Vorerkrankungen und kann beispielsweise einschĂ€tzen, ob eine Krankenhauseinweisung notwendig wird.

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NatĂŒrlich sollten Sie auch all jene informieren, mit denen Sie in den Tagen vor dem positiven Covid-Test Kontakt hatten: Freunde, Verwandte, Kollegen und natĂŒrlich die Menschen, mit denen Sie zusammenleben. Auch Ihr Arbeitgeber muss ĂŒber die Infektion informiert werden, da Sie gegebenenfalls zunĂ€chst nur noch im Homeoffice arbeiten können oder ganz ausfallen und zudem möglicherweise bereits Kollegen oder auch – je nach Berufszweig – Kunden, Patienten, SchĂŒler infiziert haben könnten.

Maske im eigenen Zuhause: Wenn sich Kontakt zu Ihrer Familie oder zu Mitbewohnern nicht gÀnzlich vermeiden lÀsst, tragen Sie zum Schutz eine medizinische Maske.
Maske im eigenen Zuhause: Wenn sich Kontakt zu Ihrer Familie oder zu Mitbewohnern nicht gÀnzlich vermeiden lÀsst, tragen Sie zum Schutz eine medizinische Maske. (Quelle: kzenon/getty-images-bilder)

Wie verhindern Sie, dass Ihre Familie, der Partner oder Mitbewohner infiziert werden?

Sofern nur Sie sich infiziert haben und die Menschen, die mit Ihnen im Haushalt leben, Corona-negativ getestet wurden, sollten Sie einige Regelungen beachten, um Ihre Angehörigen nicht zu gefÀhrden.

Sie sollten beispielsweise, so gut es geht, von ihnen separiert werden: Je nach Möglichkeit in einem separaten Zimmer schlafen, ein eigenes Bad nutzen und Mahlzeiten nicht gemeinsam einnehmen. RegelmĂ€ĂŸiges LĂŒften ist vor allem in kleineren Wohnungen, in denen Sie sich schwer aus dem Weg gehen können, wichtig. Zudem empfiehlt es sich, eine Maske zu tragen.

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Hygiene wird zudem noch wichtiger: Bewahren Sie beispielsweise TaschentĂŒcher und andere AbfĂ€lle separat in Ihrem Krankenzimmer in einem verschlossenen MĂŒllbeutel auf, bis sie mit dem HausmĂŒll entsorgt werden können. Zudem sollten Sie keine HandtĂŒcher gemeinsam nutzen und hĂ€ufig berĂŒhrte OberflĂ€chen wie beispielsweise TĂŒrklinken oder der Toilettendeckel sowie die SpĂŒltaste sollten regelmĂ€ĂŸig desinfiziert werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
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