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Niesen unterdrücken: Gefährlich oder nicht?


Ist es riskant, Niesen zu unterdrücken?

Von Geraldine Nagel

Aktualisiert am 17.07.2022Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ein Mann ist kurz davor zu niesen.
Wird Niesen unterdrückt, indem Mund und Nase verschlossen werden, entlädt sich der Druck im Körper. (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)
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Um ein Niesen zu unterdrücken, verschließen manche dabei Mund und Nase. Doch beim Niesen baut sich großer Druck auf. Ist "innerliches" Niesen gefährlich?

Das Wichtigste im Überblick


  • Niesen unterdrücken: Mögliche Folgen
  • Wozu dient Niesen?
  • Tipps zum richtigen Niesen

Sei es wegen der Lautstärke oder der potenziellen Verbreitung von Keimen: Niesen in der Öffentlichkeit ist vielen Menschen unangenehm. Das verleitet manche dazu, es aus Rücksichtnahme zu unterdrücken, etwa indem dabei Mund und Nase verschlossen werden. Doch Niesen ist ein Reflex, der dem Schutz des Körpers dient. Gefährdet es die Gesundheit, wenn man Niesen unterdrückt und gewissermaßen nach innen niest?

Niesen unterdrücken: Mögliche Folgen

Beim Niesen entlädt sich Luft mit Wucht über Mund und Nase nach außen. Wer nun ein aufkommendes Niesen unterdrücken will und dazu Mund und Nase verschließt, bewirkt, dass sich der Druck im Körperinneren entlädt. Ernsthafte Folgen hat das normalerweise jedoch nur in seltenen Fällen.

Denn findet die Luft nicht über die Atemwege ins Freie, wird sie in andere Körperbereiche gepresst, etwa in die Nasennebenhöhlen oder in die Ohrtrompete. Ist die Ursache des Niesens ein Infekt, können dabei Keime verschleppt werden und so unter Umständen eine Nasennebenhöhlenentzündung, einen Tubenkatarrh oder eine Mittelohrentzündung hervorrufen. In manchen Fällen kann ein unterdrücktes Niesen auch ein geplatztes Trommelfell, ein geplatztes Äderchen im Auge oder unter Umständen gebrochene Rippen nach sich ziehen.

Daneben gibt es vereinzelte Fallberichte, bei denen Menschen mit verschlossenem Mund und Nase geniest und sich dadurch schwerwiegendere Verletzungen zugezogen haben. So kam es etwa bei einem Mann bei einem unterdrückten Niesen zu einem schmerzhaften Riss im Rachen, über den auch Luft ins Gewebe gedrückt wurde. Diese war beim Abhören knisternd und knackend zwischen Hals und unterem Brustkorbende zu vernehmen. Infolge der Verletzung entwickelten sich bei ihm eine Schwellung im Hals sowie Probleme beim Schlucken und Sprechen.

Nach einer Zahn-OP im Oberkiefer besteht beim Niesen zudem das Risiko, dass es durch den Druck, der beim Niesen in den Kieferhöhlen entsteht, zu starken Nachblutungen kommt. Betroffene wird deshalb in der Regel geraten, einige Tage lang möglichst gar nicht zu niesen beziehungsweise es keinesfalls unterdrücken, indem Mund und Nase dabei verschlossen werden. Lässt sich ein Niesen nicht mehr vermeiden, sollten Mund und Nase dabei offen sein.

Wozu dient Niesen?

Niesen kann viele Ursachen haben – häufig wird es ausgelöst, wenn die oberen Atemwege mit etwas gereizt werden, das der Körper wieder loswerden möchte. Meist handelt es sich dabei um Fremdkörper, Partikel oder Reizstoffe wie

  • Staub,
  • Allergieauslöser (zum Beispiel Pollen),
  • Duftstoffe oder
  • Krankheitserreger.

Ist der Niesvorgang gestartet, holt der Körper tief Luft und presst diese dann mit orkanartigem Druck über Mund und Nase heraus – bis zu 150 Kilometer pro Stunde oder mehr werden dabei erreicht. Zusammen mit der Luft entlädt sich dabei explosionsartig eine Wolke aus kleineren und größeren Sekrettröpfchen, die je nach Ursache des Niesens auch störende Fremdkörper oder etwa Erreger mit herausschleudern. Die Tröpfchenwolke kann dabei mehr als zwei Meter weit durch den Raum getrieben werden. Häufig niesen Betroffene zudem gleich mehrfach hintereinander.

Tipps zum richtigen Niesen

Besser als ein Niesen zu unterdrücken ist es, richtig zu niesen. Das bedeutet, sich dabei von anderen abzuwenden und möglichst nicht in die nackte Hand zu niesen, sondern in ein (Einmal-)Taschentuch oder in die Armbeuge. Das minimiert den Tröpfchenausstoß und senkt das Risiko, andere mit eventuell enthaltenen Erregern anzustecken. Danach daran denken: Benutzte Taschentücher am besten gleich entsorgen und außerdem die Hände waschen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • "Hygiene beim Husten & Niesen". Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.infektionsschutz.de (Abrufdatum: 15.7.2022)
  • "Oral & Maxillofacial Surgery" (PDF). Online-Informationen der University of Rochester: www.urmc.rochester.edu (Abrufdatum: 14.7.2022)
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