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Leukämie: Welche Symptome darauf hinweisen können


Welche Symptome auf Leukämie hinweisen können


Aktualisiert am 06.04.2023Lesedauer: 3 Min.
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Müde wirkender älterer Mann reibt sich die AugenVergrößern des Bildes
Eine akute Leukämie kann mit Symptomen wie Müdigkeit und Erschöpfung einhergehen. (Quelle: seb_ra/Getty Images)

Manche Formen von Leukämie bleiben lange unentdeckt, andere führen rasch zu Symptomen. Welche Beschwerden können auftreten?

Leukämie wird umgangssprachlich auch als Blutkrebs bezeichnet. Gemeint sind damit verschiedene Krebsformen, die dort entstehen, wo die Blutzellen produziert werden: im Knochenmark. Bei einer Leukämie bilden sich übermäßig viele, meist nicht funktionsfähige weiße Blutkörperchen (Leukozyten), welche die gesunden Blutzellen zunehmend verdrängen. Dies führt vor allem zu

  • Anzeichen einer Blutarmut,
  • einer erhöhten Blutungsneigung und
  • einer erhöhten Infektanfälligkeit.

Es gibt akute und chronische Formen von Leukämie. Je nach Form fallen die Symptome unterschiedlich aus.

Akute Leukämie: Symptome

Zu den akuten Leukämien zählen die akute lymphatische Leukämie (ALL), die vorwiegend im Kindesalter auftritt, und die akute myeloische Leukämie AML), an der vor allem Erwachsene erkranken.

Die Symptome einer akuten Leukämie entwickeln sich meist relativ rasch – innerhalb weniger Tage bis Wochen. Die Beschwerden sind unspezifisch und lassen nicht unmittelbar an eine Krebserkrankung denken. Sie nehmen jedoch schnell an Intensität zu.

Zu möglichen Symptomen einer akuten Leukämie zählen

  • Blässe
  • nachlassende Leistungsfähigkeit
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Benommenheit
  • Atemnot schon nach kleineren Belastungen
  • häufiges Nasenbluten
  • wiederholtes Zahnfleischbluten, etwa bei jedem Zähneputzen
  • länger anhaltende Blutungen als gewöhnlich, etwa nach einer Untersuchung beim Zahnarzt
  • kleine, punktförmige Hauteinblutungen (Petechien), insbesondere an Armen und Beinen
  • Neigung zu Blutergüssen
  • Schwindel
  • Nachtschweiß
  • Fieber
  • Knochen- und Gelenkschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • häufige und lang anhaltende Infekte
  • geschwollene Lymphknoten

Wichtiger Hinweis

Solche Symptome sind kein sicheres Anzeichen für eine Leukämie. Vielmehr gibt es zahlreiche, oft harmlose Ursachen für derartige Beschwerden. Wichtig ist jedoch, starke und/oder länger anhaltende Symptome ärztlich abklären zu lassen.

Eine Leukämie verursacht längst nicht immer alle dieser Symptome. Vielmehr können die Beschwerden auch einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen auftreten. Zudem ist die Ausprägung von Person zu Person verschieden.

Im Rahmen der Erkrankung können Organe wie Leber und Milz vergrößert sein. Dies kann sich in Form von Schmerzen oder einem Druckgefühl im Oberbauch bemerkbar machen. Selten befallen Leukämiezellen das zentrale Nervensystem. Mögliche Anzeichen sind Kopfschmerzen, Schwindel, Lähmungen oder Gefühlsstörungen.

Chronische Leukämie anfangs oft ohne Symptome

Eine chronische Leukämie entwickelt sich meist schleichend. Betroffene bemerken lange Zeit keine Symptome, oder die möglichen Anzeichen sind so mild, dass Erkrankte ihnen keine Bedeutung beimessen.

Daher kann viel Zeit vergehen, bis eine chronische Leukämie entdeckt wird – mitunter mehrere Jahre. Oft ist sie ein Zufallsbefund, etwa bei einer Routineuntersuchung des Bluts.

Mögliche Anzeichen einer chronischen Leukämie können geschwollene Lymphknoten, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Fieber oder Nachtschweiß sein. Betroffene fühlen sich möglicherweise müde und abgeschlagen. Auch eine vergrößerte Milz kann auf eine Erkrankung hinweisen. Betroffene spüren etwa ein Druck- oder Völlegefühl im Oberbauch oder Schmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen.

Stärkere Symptome treten meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Betroffene haben dann ähnliche Beschwerden wie bei einer akuten Leukämie.

Wie kommt es zu den Symptomen einer Leukämie?

Die Symptome einer Leukämie entstehen zum einen, weil sich im Körper zu wenig gesunde Blutzellen befinden. Zu den Blutzellen zählen weiße und rote Blutkörperchen (Leukozyten und Erythrozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten).

Da sich bei einer Leukämie übermäßig viele, nicht funktionierende weiße Blutkörperchen bilden, entsteht zwischen den Blutzellarten ein Ungleichgewicht. Es sind dann im Verhältnis zu wenig gesunde weiße und rote Blutkörperchen und/oder Blutplättchen vorhanden. Je nachdem, welche Blutzellen fehlen, fallen die Symptome unterschiedlich aus:

  • Sind zu wenig gesunde weiße Blutkörperchen vorhanden, kann sich das Immunsystem nicht mehr richtig gegen Erreger zur Wehr setzen. Dies führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte.
  • Bei einem Mangel an roten Blutkörperchen wird der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Folge sind Symptome wie Erschöpfung und eine nachlassende Leistungsfähigkeit.
  • Fehlen Blutplättchen, kann das Blut nicht mehr so gut gerinnen. Daher treten leichter Blutungen auf, etwa in Form von Nasenbluten oder Petechien.

Zum anderen kann eine Leukämie Symptome hervorrufen, wenn sich durch die unkontrollierte Produktion weißer Blutkörperlichen insgesamt zu viele Blutzellen im Körper befinden. Mögliche Anzeichen sind dann zum Beispiel Knochen- oder Gelenkschmerzen. Darüber hinaus können Organe wie die Milz vergrößert sein.

Je eher eine Leukämie entdeckt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Daher sollten Sie bei möglichen Anzeichen nicht zögern, sondern sicherheitshalber Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt aufsuchen.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • "Leukämie". Online-Informationen der Deutschen Krebsgesellschaft: www.krebsgesellschaft.de (Abrufdatum: 6.10.2022)
  • "Leukämie". Online-Informationen des Krebsinformationsdiensts des Deutschen Krebsforschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft: www.krebsinformationsdienst.de (Stand: 21.10.2020)
  • Die blauen Ratgeber 20: "Leukämie bei Erwachsenen" (PDF). Stiftung Deutsche Krebshilfe, Bonn 2016
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