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Nasennebenhöhlenentzündung: Wann zum Arzt?


Nasennebenhöhlenentzündung – wann zum Arzt?


Aktualisiert am 01.04.2023Lesedauer: 2 Min.
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Betroffenen ist nicht immer klar, ob und wann ihre Nasennebenhöhlenentzündung eine ärztliche Behandlung erfordert. (Quelle: Tero Vesalainen/Getty Images)

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung heilt meist von allein. Doch manchmal ist ärztliche Hilfe nötig, um Schlimmeres zu verhindern. Wann ist es so weit?

Eine Nasennebenhöhlenentzündung – auch Sinusitis genannt – kann akut oder chronisch verlaufen. Eine akute Nebenhöhlenentzündung ist nach spätestens zwölf Wochen überstanden. Hält sie länger an, gilt sie als chronisch. Beide Verlaufsformen sind mit ähnlichen Beschwerden verbunden. Typisch sind:

  • verstopfte Nase
  • zäher Schleimfluss (aus der Nase oder hinten im Rachen)
  • vermindertes Riechvermögen
  • Gesichtsschmerzen, die sich beim Vornüberbeugen verstärken

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung entsteht für gewöhnlich aus einem virusbedingten Schnupfen. Wer damit nicht zum Arzt oder zur Ärztin geht, hat dennoch gute Heilungschancen: Bei bis zu 80 Prozent der Betroffenen heilt eine akute Sinusitis innerhalb von zwei Wochen vollständig, bei 90 Prozent innerhalb von sechs Wochen – selbst ohne Behandlung.

Gut zu wissen

Welche Hausmittel gegen akute Beschwerden einer Sinusitis helfen, erfahren Sie hier.

Bei schwerem oder hartnäckigem Verlauf zum Arzt

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Bakterien die Nasennebenhöhlen infizieren und so eine eitrige Nasenebenhöhlenentzündung verursachen. Denn dann besteht das Risiko, dass die Entzündung auf umliegende Bereiche übergreift – etwa auf Knochenhäute, Augenhöhlen, Hirnhäute oder Gehirn. Solche Komplikationen erfordern immer eine ärztliche Behandlung.

Gut zu wissen

Gerade bei Kindern kann sich eine eitrige Sinusitis schnell auf die Augenhöhlen ausbreiten.

Überdies ist es bei einer hartnäckigeren Nasennebenhöhlenentzündung ratsam, einen Arzt oder eine Ärztin zurate zu ziehen: Nur so lässt sich möglicherweise verhindern, dass die Beschwerden wiederkehren oder gar chronisch werden. Das gilt vor allem, wenn das Risiko für eine chronische Sinusitis erhöht ist – etwa wegen eines allergischen Schnupfens, Nasenpolypen oder einer verkrümmten Nasenscheidewand.

Woran Sie erkennen, wann es Zeit ist, zum Arzt zu gehen

In der Regel zeigen die Beschwerden und/oder die Dauer einer Nasennebenhöhlenentzündung, wann es Zeit ist, zum Arzt oder zur Ärztin zu gehen. Ratsam ist eine ärztliche Untersuchung, wenn

  • die Beschwerden schon länger als etwa eine Woche andauern.
  • sich die Beschwerden wieder verschlimmern, nachdem sie bereits abzuklingen schienen.
  • anhaltendes Fieber auftritt.
  • die Nasennebenhöhlen früher schon mehrmals oder chronisch entzündet waren.

Zu welchem Arzt mit Sinusitis?

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung ist die hausärztliche Praxis meist die passende Anlaufstelle. Falls nötig, erhalten Sie dort eine Überweisung in eine fachärztliche Praxis – etwa für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder (falls die Entzündung von den Zähnen ausgeht) für Zahnmedizin.

Bei möglichen Anzeichen für eine schwere Infektion oder Komplikationen infolge einer Nasennebenhöhlenentzündung gilt: Sofort zum Arzt oder zur Ärztin. Oft ist dann sogar eine Behandlung im Krankenhaus dringend nötig. Entsprechende Alarmsignale sind zum Beispiel:

  • Symptome im Bereich der Augen (Schmerzen, Schwellungen oder Rötungen)
  • hohes Fieber
  • Lichtempfindlichkeit
  • heftige Kopfschmerzen
  • unerklärliche starke Schläfrigkeit
  • Verwirrtheit
  • Doppeltsehen oder andere Sehstörungen
  • schmerzhaft steifer Nacken

Wenn die Nasennebenhöhlenentzündung chronisch ist

Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ist eine ärztliche Untersuchung grundsätzlich wichtig – schon allein, um eine möglicherweise schwere Grunderkrankung auszuschließen und eine geeignete Therapie festzulegen.

Wenn sich eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung trotz Behandlung nicht bessert, ist ein erneuter Besuch bei einem Arzt oder einer Ärztin zu empfehlen. Zudem kann eine chronische eitrige Sinusitis – ebenso wie eine akute – auf umliegende Bereiche übergreifen. Verschlechtert sich der Zustand der Betroffenen plötzlich, ist also schnelle medizinische Hilfe nötig.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Online-Informationen des Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V. (Hrsg.): www.hno-aerzte-im-netz.de (Abrufdatum: 31.3.2023)
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 31.3.2023)
  • Online-Informationen der Mayo Clinic: www.mayoclinic.org (Abrufdatum: 31.3.2023)
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V. (DGHNO-KHC) und der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V. (DEGAM): "Rhinosinusitis" (PDF). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 017/049 (Stand: 7.4.2017)
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