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Nasennebenhöhlenentzündung & Zahnschmerzen: Wie kommts?


Nasennebenhöhlenentzündung und Zahnschmerzen – wie kommts?


Aktualisiert am 20.04.2023Lesedauer: 2 Min.
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Nicht selten sind bei einer Nasennebenhöhlenentzündung auch Zahnschmerzen zu spüren. (Quelle: AndreyPopov/Getty Images)

Treten gleichzeitig mit einer Nasennebenhöhlenentzündung Zahnschmerzen auf, besteht oft ein direkter Zusammenhang. Erfahren Sie, woran das liegen kann.

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung – fachsprachlich Sinusitis genannt – ist die Schleimhaut der Nebenhöhlen entzündlich verändert. Die Betroffenen haben eine verstopfte Nase, zähen Schleimfluss (aus Nase oder hinten im Rachen) und ein vermindertes Riechvermögen. Typisch sind zudem Gesichtsschmerzen, die sich verstärken, wenn der Körper nach vorne gebeugt ist.

Weitere mögliche Symptome einer Sinusitis sind Kopfschmerzen, Husten oder Fieber. Recht häufig treten bei einer Nasennebenhöhlenentzündung auch Zahnschmerzen im Oberkiefer auf – genauer: in den oberen Backenzähnen. Das kann verschiedene Gründe haben.

Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume im Schädelknochen, die mit dem Inneren der Nase verbunden sind. Es gibt je ein Paar Stirn-, Keilbein- und Kieferhöhlen sowie mehrere Siebbeinzellen zwischen den Augenhöhlen. Eine Sinusitis kann eine oder mehrere Nasennebenhöhlen betreffen. Ist eine Nasennebenhöhlenentzündung mit Zahnschmerzen verbunden, spricht das für eine Kieferhöhlenentzündung.

Mehr wissen

Fachleute bezeichnen eine Kieferhöhlenentzündung als Sinusitis maxillaris.

Oft löst eine Kieferhöhlenentzündung die Zahnschmerzen aus

Die Kieferhöhlen sind die größten Nasennebenhöhlen. Sie liegen seitlich der Nase und ragen nach unten bis zu den hinteren Zähnen des Oberkiefers. Dort kommen die Zahnwurzeln den Kieferhöhlen so nah, dass eine Kieferhöhlenentzündung leicht auf einen Zahnnerv drücken und Zahnschmerzen auslösen kann.

Durch eine Sinusitis verursachte Zahnschmerzen können ein- oder beidseitig auftreten. Sobald die Nasennebenhöhlenentzündung abklingt, verschwinden die Schmerzen wieder. Welche Hausmittel bis dahin helfen können, die Beschwerden zu lindern, erfahren Sie hier.

Eine Sinusitis kann auch von den Zähnen ausgehen

Doch nicht immer sind Zahnschmerzen bei einer Nasennebenhöhlenentzündung auf Letztere zurückzuführen. Durch die große Nähe zwischen Kiefernhöhlen und Zähnen im Oberkiefer können auch umgekehrt Zahnprobleme zu einer Sinusitis führen.

Mehr wissen

Fachleute bezeichnen eine von den Zähnen ausgehende Kieferhöhlenentzündung als odontogene oder dentogene Sinusitis maxillaris.

Als Ausgangspunkt kommt außer einer Zahnerkrankung auch eine vorangegangene kieferchirurgische oder zahnärztliche Behandlung infrage. Bemerkbar macht sich die Sinusitis dann überwiegend nur auf einer Seite des Gesichts. Zu den üblichen Beschwerden einer Nebenhöhlenentzündung und den Zahnschmerzen gesellt sich dabei oft ein deutlicher Fäulnisgeruch.

Wer – egal, ob mit oder ohne sonstige Anzeichen einer Nasennebenhöhlenentzündung – Zahnschmerzen verspürt, sollte daher als Erstes eine zahnärztliche Praxis aufsuchen. Wenn sich dort keine zahnmedizinische Ursache für die Beschwerden feststellen lässt, empfiehlt sich die hausärztliche oder eine HNO-Praxis als nächste Anlaufstelle.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Online-Informationen des Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V. (Hrsg.): www.hno-aerzte-im-netz.de (Abrufdatum: 29.3.2023)
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 29.3.2023)
  • Online-Informationen der Mayo Clinic: www.mayoclinic.org (Abrufdatum: 29.3.2023)
  • "Nase und Nasennebenhöhlen". Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Stand: 30.3.2022)
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e. V. (DGMKG): "Odontogene Sinusitis maxillaris" (PDF). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 007/086 (Stand: 5.6.2019)
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V. (DGHNO-KHC) und der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V. (DEGAM): "Rhinosinusitis" (PDF). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 017/049 (Stand: 7.4.2017)
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