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Warum Kreuzschlitz-Schraubenzieher so oft abrutschen

Nützliches Wissen  

Warum Kreuzschlitz-Schraubenzieher so oft abrutschen

18.05.2019, 11:13 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Lifehack für ausgefranzte Schrauben. (Screenshot: Bit Projects)
Simpler Trick holt ausgefranste Schrauben wieder raus

So findet das Werkzeug auch in abgenutzten Schraubenköpfen wieder Halt. Die Lösung ist so einfach wie genial.

Abgenutzte Schraubenköpfe: Mit einem simplen Trick holen Sie die Schrauben wieder heraus. (Quelle: Bitprojects)


Kreuzschlitz-Schrauben lassen sich oft nicht gut fest anziehen oder wieder lösen. Der Schraubenzieher rutscht immer wieder ab.

Bei der Wahl des passenden Werkzeugs müssen Heimwerker deshalb auf die Kürzel "Pz" und "Ph" achten. Stiftung Warentest rät sogar ganz von Kreuzschlitz-Schrauben ab und empfiehlt eine bessere Alternative. Will der Schraubendreher partout nicht greifen, hilft ein einfacher Trick. 

Ein typisches Problem ist, dass der Schraubendreher eine Kreuzschlitz-Schraube nicht richtig am Kopf greift und durchdreht. Oder beim Lösen wird der Kreuzschlitz beschädigt, so dass sich die Schraube gar nicht mehr herausdrehen lässt. Laut Stiftung Warentest kann die Ursache die falsche Wahl des Schraubendrehers oder Schraubbits sein.

Nicht jeder Kreuzschlitz-Schraubenzieher ist gleich

Nicht nur auf die richtige Größe kommt es an. Kreuzschlitz-Schraubenzieher gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen. So gibt es neben dem Phillips-Recess-Systems auch das Pozidriv-System. Sie unterscheiden sich in der geometrischen Form der Flanken, also der vier als ein Kreuz angeordneten Klingen. Die Werkzeuge sind mit Pz (Pozidriv) oder Ph (Phillips) gekennzeichnet.

Beim Phillips-System sind die Flanken ein wenig keilförmig. Die Folge: Die Keilwirkung teilt die Kräfte in die erwünschte Drehkraft und eine nicht erwünschte Axialkomponente in Richtung des Schraubendrehergriffs auf. Man muss zum Eindrehen einer Schraube folglich kräftig drücken, damit der Schraubendreher nicht durchrutscht.

Bessere Kraftübertragung beim Pozidriv-Kreuzschlitz

Eine Verbesserung bringt das häufiger anzutreffende Pozidriv-System, bei dem die Flanken gerade verlaufen. Dadurch fehlt die axiale Kraftkomponente. Hinzu kommen kleine spitze Keile, die zwischen den vier Klingen liegen und beim Andrücken in den Schraubenkopf eindringen. Das sorgt für eine bessere Übertragung des Drehmoments. Drücken Sie am besten etwas nach.

Was Sie in Ihrer Werkzeugkiste benötigen, lesen Sie hier.

Lifehack für ausgefranzte Schrauben. (Screenshot: Bit Projects)
Simpler Trick holt ausgefranste Schrauben wieder raus

So findet das Werkzeug auch in abgenutzten Schraubenköpfen wieder Halt. Die Lösung ist so einfach wie genial.

Abgenutzte Schraubenköpfe: Mit einem simplen Trick holen Sie die Schrauben wieder heraus. (Quelle: Bitprojects)


Darüber hinaus sollte auch die Größen des Schraubendrehers zu der der Schrauben. Auf der Schraubenverpackung ist angegeben, welcher Schraubendreher der richtige ist.

Gummiband verbessert den Halt in abgenutzen Schraubenköpfen

Will der Schraubendreher partout nicht greifen, können sich Heimwerker auch mit einem einfachen Trick behelfen: Man legt das flache Gummiband eines Einmachglases über den Schraubenkopf und führt erst dann den Schraubendreher ein. Das Gummi erhöht die Haftung. Selbst ausgeleierte Schrauben kann man so häufig noch lösen.

Die Alternative: Torx statt Kreuz

Am besten verzichten Sie auf Kreuzschlitz-Schrauben. Besser ist das sogenannte Torx-System. Dessen Antrieb basiert an Stelle eines Kreuzes auf sechs Flanken. Damit lassen sich auch höhere Drehmomente übertragen.



Möchten Sie sich das Kreuz mit dem Kreuzschlitz ersparen, greifen Sie besser zur Torx-Schraube und dem entsprechenden Tx-Bitsatz in den gängigsten Größen. Darüber hinaus lassen sich Torxschrauben ausschließlich mit der exakt dazu gehörenden Bitgröße bewegen.


Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn
  • Stiftung Warentest
  • eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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