Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeLebenEssen & Trinken

Glutamat: Ist der Geschmacksverstärker wirklich so gefährlich?


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für ein VideoWetter: Hier fällt jetzt SchneeSymbolbild für einen TextWeltmeister legt Protest gegen Spiel einSymbolbild für einen TextImpfgegner verweigern Sohn OPSymbolbild für einen TextJan Josef Liefers trauert um besten FreundSymbolbild für einen TextKreuzfahrtschiff von Monsterwelle erfasstSymbolbild für einen TextWM: "Deutschland von Spanien verraten"Symbolbild für einen TextLidl kassiert AbmahnungSymbolbild für einen TextDeutsches Flugzeug meldet NotfallSymbolbild für einen TextRobert Schneider soll "Bild"-Chef werdenSymbolbild für einen TextSpielerfrau äußert sich nach DFB-AusSymbolbild für einen Text18-Jährige kracht mit Porsche gegen HausSymbolbild für einen Watson TeaserWM-Blamage: Ballack wütet über DFBSymbolbild für einen TextAnzeige: Jahres-LOS kaufen und Einzel-LOS gratis dazu sichern
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Ist Glutamat im Essen wirklich schädlich?

Von t-online, sah, agr

Aktualisiert am 01.10.2022Lesedauer: 2 Min.
Chinesische Nudeln: Einige Menschen beklagen sich nach dem Verzehr von glutamatreichen Speisen über Unwohlsein.
Chinesische Nudeln: Einige Menschen beklagen sich nach dem Verzehr von glutamatreichen Speisen über Unwohlsein. (Quelle: Whitewish/getty-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Juckende Haut, Allergien oder schwere Krankheiten wie Multiple Sklerose: All das soll Glutamat auslösen. Doch ist der schlechte Ruf begründet?

Das Wichtigste im Überblick


  • Was ist Glutamat?
  • Welchen Geschmack hat Glutamat?
  • In welchen Lebensmitteln ist Glutamat enthalten?
  • Wie erkennt man, ob ein Produkt Glutamat enthält?
  • Glutamat-Unverträglichkeit
  • Ist Glutamat ungesund?

Er steckt in fast allen Fertiggerichten und hat einen schlechten Ruf: Glutamat soll eine Reihe von Symptomen und Beschwerden auslösen. Doch stimmt das eigentlich?


Superfood: Die 15 gesündesten Lebensmittel

Rosenkohl: Er zählt zu den gesündesten Lebensmitteln. Er entschärft etwa Schadstoffe aus gegrilltem Fleisch, was vor Krebs schützen kann.
Blaubeeren: Die kleinen Nährstoffbomben sind besonders reich an so genannten Antioxidantien. Das sind Schutzstoffe, die schädliche Stoffwechselprodukte abfangen und so vor Gefäßverkalkung und Krebs schützen. Alternativen sind andere dunkle Beeren- und Obstsorten, zum Beispiel Preiselbeeren, Brombeeren, Kirschen oder rote Trauben.
+13

Was ist Glutamat?

Die Salze der Glutaminsäure werden als Glutamate bezeichnet. Im menschlichen Körper spielt der Stoff als Transmitter eine wichtige Rolle und sorgt für die Übermittlung, Verarbeitung und Speicherung von Informationen.

Als Lebensmittelzusatzstoff sollen Sie den Geschmack von Produkten verstärken. Sechs Arten der Glutaminsäureverbindungen sind dafür zugelassen und tragen die europäischen Zulassungsnummern E 620 bis E 625. Am häufigsten eingesetzt wird Mononatriumglutamat (E 621), auf Englisch wird es als "monosodium glutamate" bezeichnet.

Glutamat und Gluten sind nicht dasselbe. Gluten ist ein natürliches Getreide-Eiweiß, das etwa in Roggen und Weizen vorkommt.

Welchen Geschmack hat Glutamat?

Der Grundgeschmack von Glutamat ist "umami". Neben süß, sauer, salzig und bitter ist "umami" die fünfte Geschmacksrichtung. Am ehesten ist sie mit pikant und würzig zu beschreiben. Der Begriff wird beispielsweise als "fleischig", "käsig", "erdig" oder "rauchig" übersetzt.

Unter Kritikern gelten Geschmacksverstärker als bedenklich, weil sie im Körper die Hunger- und Sättigungsregulation durcheinander bringen sollen. Wer oft mit Glutamat gewürzte Speisen verzehre, esse oft mehr als der Körper brauche, lautet eine verbreitete Annahme. Das Thema gilt allerdings als umstritten, die Studienlage dazu ist widersprüchlich. In der Europäischen Union (EU) ist der Zusatz von Glutamat bis zehn Gramm pro Kilogramm Lebensmittel erlaubt.

In welchen Lebensmitteln ist Glutamat enthalten?

Ein Vorurteil ist, dass Glutamat nur Fertiggerichten künstlich beigefügt wird. Dabei ist der Stoff natürlich und kommt etwa auch in folgenden Lebensmitteln vor:

  • Tomaten
  • Parmesan
  • Schinken
  • Algen
  • Walnüsse

Glutamat wird Tütensuppen, Konserven und anderen Fertiggerichten beigemengt, um den natürlichen Geschmack der Speisen zu verstärken. Auch in Fertigsoßen und vielen Gewürzmischungen ist ein hoher Anteil des Zusatzstoffs enthalten.

Wie erkennt man, ob ein Produkt Glutamat enthält?

Geschmacksverstärker müssen als solche auf Produktverpackungen angegeben werden. Ist Mononatriumglutamat enthalten, muss es dann etwa als "Geschmacksverstärker Monoglutamat" oder "Geschmacksverstärker E621" auf der Verpackung ausgewiesen sein.

An diesen E-Nummern erkennen Sie Glutamat

E-Nummer Verbindung
E 620 Glutaminsäure
E 621 Mononatriumglutamat, Natriumglutamat
E 622 Monokaliumglutamat
E 623 Calciumdiglutamat
E 624 Monoammoniumglutamat
E 625 Magnesiumdiglutamat

Glutamat-Unverträglichkeit

Glutamat wird in der Öffentlichkeit oft mit Krankheiten in Verbindung gebracht. So berichten einige Menschen, allergisch auf den Stoff zu reagieren oder an einer Glutamat-Unverträglichkeit zu leiden. Übelkeit, Kopfschmerzen, Prickeln im Gesicht und anderen Körperregionen: Diese Symptome soll der Verzehr von zu viel Glutamat ausgelöst haben, etwa nach dem Besuch chinesischer Restaurants.

Daher wird auch vom "China-Restaurant-Syndrom" gesprochen, da die chinesische Küche relativ viel Glutamat verwendet. In mehreren Studien konnte ein solcher Zusammenhang aber nicht nachgewiesen werden.

Ist Glutamat ungesund?

Morbus Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose: Glutamat wird immer wieder auch mit schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist Glutamat in Lebensmitteln aber gesundheitlich unbedenklich.

In Tierversuchen war der Stoff in einigen Fällen schädlich. Dabei wurden hohe Dosen direkt über Sonden neugeborenen Mäusen verabreicht und lösten Gehirnschäden aus. War das Glutamat aber im Futter oder Getränken, hatte es keine negativen Folgen für die Tiere.

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält gelegentliches Würzen mit Glutamat für unbedenklich. Von einem Einsatz als Kochsalz-Ersatz rät es allerdings ab: "Abgesehen davon, dass Glutamate keinen typischen Salzgeschmack bewirken, sollten die Verbindungen nur zu ihrem vorgesehenen Verwendungszweck als Geschmacksverstärker eingesetzt werden", heißt es beim BfR.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • bfr.bund.de: "Überempfindlichkeitsreaktionen durch Glutamat in Lebensmitteln", PDF
  • bzfe.de: "Geschmacksverstärker Glutamat", PDF
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
  • Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Abmahnung für Lidl
Von Nils Katzur
  • Silke Ahrens
Von Silke Ahrens
EULebensmittel

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website