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Schwarzer Senf: Das macht ihn aus

Wirkt heilend  

Schwarzer Senf: Das macht ihn aus

04.08.2014, 10:58 Uhr | rk (CF)

Schwarzer Senf ist im Vergleich zu Weißem Senf deutlich schärfer. Welche Eigenschaften die Pflanze aufweist und für welche kulinarischen und medizinischen Zwecke ihre Senfkörner verwendet werden, erfahren Sie hier.

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Schwarzer Senf: Merkmale der Pflanze

Schwarzer Senf (Brassica nigra) – auch grüner Senf oder holländischer Senf genannt – stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Dementsprechend liebt die einjährige, krautige Pflanze Sonnenlicht, Wärme und feuchte Böden. Die zu den Kreuzblütengewächsen gehörende Pflanze findet sich in freier Natur am ehesten an Bach- und Flussufern. Seit der Römerzeit wird die Pflanze auch in Mitteleuropa kultiviert. Unter guten Bedingungen erreicht Schwarzer Senf eine Wuchshöhe von bis zu zwei Metern und öffnet im Sommer bis Spätsommer seine schönen, grünlich gelben Blüten.

Inhaltsstoffe der Senfkörner

Die schwarzen, manchmal auch grauen oder dunkelbraunen, kugelförmigen Senfkörner entwickeln sich in den etwa zwei Zentimeter langen Schoten der Pflanze. Sie haben einen Durchmesser von rund einem Millimeter und sind geruchlos. Erst durch das Mahlen oder Kauen entwickeln sie ihre Schärfe. Diese geht auf Sinigrin zurück, ein Senfölglycosid, das auch in Meerrettich enthalten ist. Weitere Inhaltsstoffe sind unter anderem ätherische Öle, Vitamin C, Histidin und Zink sowie 30 Prozent Senföl.

Kulinarische und medizinische Verwendung

Typischerweise werden die Körner des schwarzen ebenso wie die weißen Senfs in gemahlener Form zur Herstellung von Senf verwendet. Zudem verleihen sie eingelegten Gurken und Pickles ein besonderes Aroma. Schwarzer Senf ist viel schärfer als Weißer Senf und schmeckt zudem leicht bitter.

Neben der kulinarischen Verwendung spielt aber auch die medizinische Anwendung von Senfmehl eine wichtige Rolle. Zusammen mit Wasser wird daraus ein Brei angerührt, der sich für Umschläge gegen Krämpfe, Muskelschmerzen, Durchblutungsstörungen und Rheuma eignet. Im alten Rom wurde Schwarzer Senf als Aphrodisiakum verwendet.

Zu große Mengen sollten aber weder innerlich noch äußerlich angewendet werden, es besteht die Gefahr der Überreizung von Magenschleimhaut und Nieren oder der Haut.

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