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Wie kommt es zu "Spargel-Pipi"? Sechs spannende Fakten über Spargel

Wie kommt es zu "Spargel-Pipi"?  

Spargel: Sechs spannende Fakten, die Sie kennen sollten

09.05.2021, 17:00 Uhr
Wie kommt es zu "Spargel-Pipi"? Sechs spannende Fakten über Spargel. Spargel: Das Gemüse ist nur dann weiß, wenn kein Licht an den Trieb kommt. Grüne Stangen wachsen komplett oberirdisch. (Quelle: Getty Images/beats3)

Spargel: Das Gemüse ist nur dann weiß, wenn kein Licht an den Trieb kommt. Grüne Stangen wachsen komplett oberirdisch. (Quelle: beats3/Getty Images)

"Spargel-Pipi" kennen viele. Aber warum riecht es bei manchen nach dem Genuss von Spargel streng und bei anderen nicht? Und wissen Sie, wie langsam Spargel wächst?

Über Spargel ist alles gesagt? Von wegen! Diese sechs Fakten über das beliebte Gemüse kennen Sie bestimmt noch nicht.

1. "Spargel-Pipi" liegt in den Genen

Nach dem Spargelgenuss folgt für viele der unangenehme Teil: Schätzungen zufolge rümpft etwa jeder Zweite nach dem Spargelessen beim Toilettengang die Nase. Laut Forschern wandelt bei ihnen ein bestimmtes Enzym im Körper die enthaltene Asparagusinsäure in geruchsintensive, schwefelhaltige Abbauprodukte um. Wer "Spargelurin" bildet und wer nicht, liegt also in den Genen.

Bereits 15 Minuten nach dem Spargelverzehr beginnt der Urin zu riechen. Hier hilft nur, viel zu trinken. Das verdünnt den Urin und unterstützt die Ausscheidung der geruchsbildenden Stoffe. Wer das Enzym hat, bei dem bildet sich der strenge Uringeruch sowohl bei grünem als auch bei weißem Spargel.

2. Darum hat Spargel verschiedene Farben

Es gibt weißen, grünen und violetten Spargel. Das Gemüse ist nur dann weiß, wenn kein Licht an den Trieb kommt. Bauern, die weißen Spargel anbauen, schütten den Sandboden deshalb zu Bänken auf, um ihn vor Sonnenlicht zu bewahren.

Bei violetten Spitzen bekommt der Spargel kurz Licht ab. Grüne Stangen wachsen komplett oberirdisch und bekommen ihre Farbe durch Photosynthese. Sie haben mehr Vitamin C.

3. So langsam wächst Spargel

Eine Spargelpflanze bringt durchschnittlich 14 Stangen pro Jahr hervor. Zu Saisonbeginn wächst eine Stange rund einen Zentimeter pro Tag, in der Hauptsaison bis zu sieben Zentimeter. Je langsamer der Spargel wächst, desto kräftiger ist er. Damit wird aber auch die Gefahr größer, dass er holzig wird. Wenn der Spargel schneller wächst, hat er ein feineres Aroma.


4. Spargel war schon im alten Ägypten beliebt

Schon die alten Ägypter sollen die Vorzüge des Spargels zu schätzen gewusst und ihn als "Speise der Götter" verehrt haben. Auch Griechen und Römer lernten das edle Gemüse bald zu würdigen – als Delikatesse ebenso wie als Aphrodisiakum.

Für Ärzte wie Hippokrates hatte seine harntreibende Wirkung überdies medizinischen Nutzen. Außerdem gilt Spargel als gesund, denn er enthält viel Vitamin A und C sowie Folsäure.

5. Der beste Wein zum Spargel

Spargel verträgt sich nicht so gut mit Säure. Das Stangengemüse kann im Zusammenspiel mit einem Riesling sogar leicht metallisch schmecken. Trinken Sie stattdessen besser einen Silvaner Weißwein zum Spargel. Seine kräutrige, herbe Frucht passt sehr schön zum leicht bitteren Spargel.

6. Letzter Spargeltag 

Egal, wann die Saison beginnt, sie endet immer am 24. Juni. Das ist der Johannistag. Nach Johanni beginnen die Spargelpflanzen, wieder Kraft zu sammeln und bilden keine neuen Stangen mehr aus.

Mit einer Volksweisheit können Sie sich das Ende der Spargelsaison gut merken: "Bis Johanni nicht vergessen: Sieben Wochen Spargel essen!" Und auch eine Bauernregel erinnert daran: "Kirschen rot – Spargel tot!"

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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