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Nach dem Verzehr von Bananen besser Hände waschen

Nichts für unterwegs  

Darum sollten Sie sich nach dem Verzehr von Bananen die Hände waschen

18.05.2019, 16:28 Uhr | az, cch, jb, t-online.de

Nach dem Verzehr von Bananen besser Hände waschen. Gesundheitsgefahr: Wer konventionellen Bananen aus dem Supermarkt kauft, sollte auf Hygiene achten – die Schale könnte mit Pestiziden belastet sein. (Quelle: Getty Images/Asvolas)

Bananenschale könnte mit Pestiziden belastet sein (Quelle: Asvolas/Getty Images)

So schön praktisch für unterwegs: Die Banane ist eine der beliebtesten Obstsorten der Deutschen. Doch der Verzehr ist problematischer, als man denkt. Warum man sich danach die Hände waschen sollte, erklären wir Ihnen hier.

Gelb, süß und lecker – die Deutschen lieben Bananen. Doch durch konventionellen Anbau gelangen oft Pestizidrückstände an und in das Obst, die als krebsverdächtig eingestuft sind, wie Studien immer wieder zeigen. Bananen gelten als regelrechte "Pestizid-Weltmeister". In einer Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe 01/2018) erhielten von 22 Marken eine die Note "befriedigend", vier ein "ausreichend", zwei ein "mangelhaft" und drei ein "ungenügend".

Die Gifte können auch ins Fruchtfleisch eindringen

"Öko-Test" geht davon aus, dass sich ein großer Anteil von dem Antipilzmittel Imazalil und dem Insektenvernichtungsmittel Bifenthrin auf der Bananenschale befindet. Analysen von Überwachungsbehörden hätten zudem gezeigt, dass auch das Fruchtfleisch nicht frei von chemisch-synthetischen Giften ist.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommen die Tester der Verbraucherschutzsendung "Kassensturz" des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). In den Laboruntersuchungen konnten die Fungizide Azoxystrobin, Thiabendazol oder Myclobutanyl nachgewiesen werden – einige davon dringen durch die Schale auch in das essbare Innere ein.

Laut der Zeitschrift "Öko-Test" waren Bananen von Penny, Rewe, Netto Marken-Discount und Kaufland besonders belastet. (Quelle: imago images/Belga)Laut der Zeitschrift "Öko-Test" waren Bananen von Penny, Rewe, Netto Marken-Discount und Kaufland besonders belastet. (Quelle: Belga/imago images)

Besser nicht anfassen – oder Hände waschen

"Öko-Test" rät aus diesen Gründen, Bio-Bananen zu kaufen – am besten in Kombination mit Fairtrade. Die zwölf Bio-Bananen im Test erhielten jeweils die Note "sehr gut" oder "gut". Wer dennoch zu konventionellen Bananen greifen möchte, sollte sich nach dem Schälen vorsorglich die Hände waschen, damit die Gifte nicht auf der Haut verbleiben oder auf die Kleidung übertragen werden. Kinder sollten Bananen aus dem herkömmlichen Supermarkt oder Discounter am besten gar nicht in die Hände bekommen, sondern nach Meinung der Tester nur geschält erhalten.

Achtung
Unter der Bananenschale finden sich laut Verbraucherzentrale Bayern wenige oder gar keine Pestizide.

So gefährlich ist der Bananenanbau

Bananen aus konventionellem Anbau können nicht nur ein Gesundheitsrisiko für uns darstellen, sondern vor allem für die Arbeiter in den Plantagen, die den Giften direkt ausgesetzt sind. Dies belegt eine Studie der Organisation "ÄrztInnen für gesunde Umwelt" (AEGU) von 2016. Umweltmediziner Dr. Hans-Peter Hutter und sein Team verglichen Arbeiter auf konventionellen und ökologischen Bananenplantagen in Ecuador auf Zellveränderungen.

Mit deutlichen Ergebnissen: Von acht typischen Kernanomalien, die auf ein erhöhtes Krebsrisiko hindeuten, waren bei Arbeitern im konventionellen Anbau alle deutlich erhöht – teilweise um bis zu 155 Prozent. Damit haben diese Arbeiter ein vielfach höheres Risiko, an Krebsarten wie etwa Leukämie zu erkranken, als Arbeiter im ökologischen Landbau.

Verwendete Quellen:

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