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Bubble Tea: So viel Zucker steckt in dem Getränk

Getränk feiert ein Comeback  

So viel Zucker steckt in Bubble Tea

Von Silke Ahrens

22.08.2019, 13:57 Uhr
Bubble Tea: So viel Zucker steckt in dem Getränk. Bubble Tea: Das Teegetränk wird wieder beliebter. (Quelle: Getty Images/Swanya Charoonwatana)

Bubble Tea: Das Teegetränk wird wieder beliebter. (Quelle: Swanya Charoonwatana/Getty Images)

Bubble Tea – das Trendgetränk von 2012 – kommt wieder in Mode. Doch kann man den Drink auf Basis von gesüßtem Tee wirklich unbedenklich trinken? Die Verbraucherzentrale Berlin klärt auf.

2012 war Bubble Tea wortwörtlich in aller Munde. Ein Jahr später stürzten Berichte über Gesundheitsgefahren das Teegetränk, das ursprünglich aus Taiwan stammt, in eine Krise. Gerüchte über krebserregende Inhaltsstoffe konnten zwar widerlegt werden, doch nach und nach verschwanden viele Bubble-Tea-Läden.

Mittlerweile bilden sich jedoch wieder Schlangen vor Geschäften, die das Getränk anbieten, das aus schwarzem oder grünem Tee mit Milch oder farbigem Fruchtsirup besteht. Seinen Namen verdankt der Bubble Tea den Tapioka-Perlen – erdnussgroße Stärkekügelchen von kaugummiartiger Konsistenz – die zusammen mit dem Getränk über einen dicken Strohhalm aufgesogen werden. Die Bubbles gibt es auch aus Alginat mit einer flüssigen Füllung. Sie zerplatzen im Mund. 

So viel Zucker steckt in Bubble Tea

Doch kann man den Drink jetzt unbedenklich trinken? "Bubble Tea gehört ebenso wie Limonade, Eistee und weitere Softdrinks zu den Erfrischungsgetränken. Im Rahmen einer gesunden Ernährung ist der Genuss solcher Getränke möglichst zu beschränken. Zur Flüssigkeitsbedarfsdeckung sollten zuckerfreie Getränke, wie Wasser bevorzugt werden", erklärt Sabrina Schulz von der Verbraucherzentrale Berlin t-online.de.

Zudem enthalte Bubble Tea vergleichbar viel Zucker wie Softdrinks. "In einem klassischen Bubble-Tea-Plastikeinwegbecher mit 500 Milliliter verstecken sich je nach Rezeptur circa 16 Würfelzucker. Nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist damit die maximale tägliche Zufuhr an Zucker erreicht", sagt die Fachsachbearbeiterin für Ernährung und Lebensmittel. 

Empfehlung für den Genuss von Bubble-Tea

Bubble Tea: Das Getränk ist kein Durstlöscher. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)Bubble Tea: Das Getränk ist kein Durstlöscher. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa)

"Verbraucher sollten sich die Frage stellen: Bringt das Getränk auch einen gesundheitlichen Nutzen für mich? Liefert es mir wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe? Bei Erfrischungsgetränken muss die Antwort lauten: Nein!", sagt Schulz. Deshalb lautet ihre Empfehlung: "Bubble Tea sollte so selten wie möglich getrunken werden."

Zudem müssten Verbraucher beim Genuss von farbenfrohem Bubble Tea immer damit rechnen, Farbstoffe und andere Zusatzstoffe zu konsumieren. "Es gibt Menschen, die sensibel auf Zusatzstoffe reagieren. Betroffene sollten demnach auf Getränke, die frei von Zusatzstoffen sind, wie Mineral- oder Leitungswasser, zurückgreifen." 

Erstickungsgefahr bleibt bestehen

Außerdem sei das Getränk nicht für Kinder geeignet. "Bereits 2012 warnten Kinderärzte vor Erstickungsgefahr beim Genuss von Bubble Tea. Diese mögliche Gefahr besteht natürlich noch immer", warnt die Expertin. "Hinzu kommt, dass Kinder durch den Genuss von Bubble Tea und anderen Erfrischungsgetränken große Zuckermengen in sehr kurzer Zeit aufnehmen. Es ist fast unvorstellbar, in wenigen Minuten 16 Würfelzucker zu essen – durch Getränke passiert das sehr schnell."


Auch für die Umwelt habe der Konsum des Getränks negative Folgen. Da Bubble Tea häufig in Einwegbechern mit Trinkhalm angeboten würde, falle mit dem Kauf dieser Getränke sehr viel Müll an. Im Rahmen einer nachhaltigen Ernährung sollten laut Schulz daher Einwegbecher durch wiederverwendbare Becher ersetzt werden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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