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Lemonaid: Zu wenig Zucker? Verbannung aus Supermärkten droht

Verkaufsverbot droht  

Limonade enthält zu wenig Zucker

16.09.2020, 15:15 Uhr
Lemonaid: Zu wenig Zucker? Verbannung aus Supermärkten droht . Limonade: Lemonaid wird vorgeworfen, gegen die Leitsätze für Erfrischungsgetränke zu verstoßen. (Quelle: Lemonaid/Lea Aring)

Limonade: Lemonaid wird vorgeworfen, gegen die Leitsätze für Erfrischungsgetränke zu verstoßen. (Quelle: Lemonaid/Lea Aring)

"Zuckerschock" für Lemonaid: Die Bio-Limonaden-Firma hat Ärger mit dem Amt für Verbraucherschutz der Stadt Bonn. Grund: Eines ihrer Getränke enthält zu wenig Zucker.

Wer nicht nur Wasser oder Tee trinken möchte, muss im Supermarkt oft lange nach Alternativen suchen, die wenig Zucker enthalten. Jetzt bemängelt das Amt für Verbraucherschutz der Stadt Bonn ausgerechnet ein Produkt des Getränkeherstellers Lemonaid, weil es nicht etwa zu viel, sondern zu wenig Zucker enthält.

Verbannung aus Supermärkten droht

"Lemonaid Maracuja": Statt sieben Prozent hat das Getränk nur einen Zuckergehalt von 5,6 Gramm pro 100 Milliliter. (Quelle: Lemonaid)"Lemonaid Maracuja": Statt sieben Prozent hat das Getränk nur einen Zuckergehalt von 5,6 Gramm pro 100 Milliliter. (Quelle: Lemonaid)

Grund für diese Beanstandung ist der Lebensmittel-Leitsatz für Erfrischungsgetränke, der für Limonaden einen Zuckergehalt von mindestens sieben Prozent vorsieht. Das Getränk "Lemonaid Maracuja" hat allerdings nur einen Zuckergehalt von 5,6 Gramm pro 100 Milliliter.

Dem Hamburger Unternehmen droht damit laut eigener Aussage "die Verbannung aus Cafés und Supermarktregalen". Um sich weiter als Limonade bezeichnen zu dürfen, müssten die Getränkehersteller ihrem Drink also mehr Zucker hinzufügen.

Schon der zweite Vorwurf

Bereits im vergangenen Jahr wurde Lemonaid der gleiche Vorwurf gemacht. 2019 bemängelte das Bezirksamt Hamburg-Mitte den niedrigen Zuckergehalt von sechs Prozent in der Bio-Limonade "Lemonaid Limette", zog diese Beanstandung aber wieder zurück. Stattdessen sollten laut der damaligen Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks "die Leitsätze für Lebensmittel hinsichtlich möglicher gesundheitsschädlicher Mindestgehalte überprüft werden".

"Passiert ist ganz offensichtlich nichts", heißt es in der Stellungnahme von Lemonaid. "So steht unser kleiner 'Saftladen' schon wieder vor Problemen – weil wir seit Gründung genau das machen, was die Politik eigentlich unterstützen sollte: natürliche Bio-Lebensmittel aus fairem Handel, mit einem guten Zweck und wenig Zucker." 

Lemonaid ist seit über zehn Jahren auf dem Markt und will "trinkend die Welt verändern". So hat das Unternehmen bereits mit mehr als vier Millionen Euro Entwicklungsprojekte in Anbauländern gefördert.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Pressemitteilung Lemonaid

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