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Resteverwertung beim Kochen ist ganz einfach

Von dpa
Aktualisiert am 04.12.2020Lesedauer: 4 Min.
Krautsalat aus Kohlrabi-BlĂ€ttern, die sonst in der Tonne landen wĂŒrden - das Rezept stammt vom Foodblog "Ye Old Kitchen".
Krautsalat aus Kohlrabi-BlĂ€ttern, die sonst in der Tonne landen wĂŒrden - das Rezept stammt vom Foodblog "Ye Old Kitchen". (Quelle: Ye Old Kitchen/dpa)
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Berlin (dpa/tmn) - Die einfachste Möglichkeit nachhaltiger zu kochen, ist möglichst regionale und saisonale Lebensmittel zu benutzen.

Das belastet die Umwelt nicht so stark - weniger CO2-Emissionen durch kurze Transportwege, weniger Treibhausgase durch Freilandware - und stĂ€rkt zudem unsere Wirtschaft. Immer mehr SupermĂ€rkte bieten regionale Produkte an, die Auswahl an saisonalen Rezepten ist groß.

Eva-Maria Hoffleit und Philipp Lawitschka haben auf ihrem Foodblog "Ye Olde Kitchen" rund 260 Rezepte veröffentlicht und nach Jahreszeiten unterteilt. Mit ihrem Blog, der auch eine Auszeichnung fĂŒr Nachhaltigkeit erhielt, wollen die beiden zeigen, wie man Nahrung in ihrer GĂ€nze wertschĂ€tzen kann. "Wir bauen in unserem Garten selbst einiges an und können gut beurteilen, wie viel Arbeit es ist bis aus einem Samenkorn ein Kohlkopf wird", sagt Eva-Maria Hoffleit.

GemĂŒsereste fĂŒr BrĂŒhe im Gefrierschrank sammeln

Beide versuchen daher so viel wie möglich aus den Lebensmitteln rauszuholen: Zitronenschalen landen zum Beispiel in einem Salz- oder Zuckertopf, aus KohlrabiblĂ€ttern wird ein Krautsalat, aus RadieschenblĂ€ttern eine Gremolata. "GemĂŒsereste sammeln wir im Gefrierschrank und kochen daraus dann hin und wieder eine GemĂŒsebrĂŒhe", verrĂ€t die Foodbloggerin einen ganz simplen Trick.

Eine weitere Idee: ein Kilo Tomatenmark im Glas kaufen, in kleine EiswĂŒrfel portionieren und einfrieren. Das spart nicht nur VerpackungsmĂŒll, sondern auch Geld.

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Nachhaltigkeit sei ja viel zu zeitaufwendig, hören die beiden immer wieder. Dass das nicht unbedingt so ist, zeigen sie mit solchen Ideen. Überzeugen und gar belehren wollen die Blogger aber nicht. Sie leben einfach vor, dass und wie Nachhaltigkeit in der KĂŒche gut klappt und erzĂ€hlen davon. "Ich fĂŒhle mich einfach besser, wenn ich einen kleinen Beitrag leiste", sagt Eva-Maria-Hoffleit.

Krautsalat aus BlÀttern vom Kohlrabi

Dabei verrĂ€t sie, wie sie Krautsalat aus BlĂ€ttern macht, die sonst in der Tonne landen, von Kohlrabi oder Rosenkohl zum Beispiel: Die BlĂ€tter in Streifen schneiden, einen Teelöffel Salz einmassieren und eine Stunde ruhen lassen. FĂŒr das Dressing fĂŒnf Esslöffel Naturjoghurt, einen Esslöffel Rapsöl, zwei Esslöffel Apfelessig, zwei Teelöffel scharfen Senf mischen und mit frischem Pfeffer abschmecken. Anschließend das Dressing mit dem Kraut gut vermengen.

Sophia Hoffmann hat der Zero-Waste-KĂŒche gleich ein ganzes Kochbuch gewidmet. Im ersten Teil stellt die Autorin einfache Schritte im Alltag vor, zum Beispiel wie man beim Einkaufen den Überblick behĂ€lt, was man mit Lebensmittelresten alles anstellen kann oder wie man Nahrung haltbar macht. Im zweiten Teil gibt die Köchin Fakten und Verwertungstipps zu 40 Lebensmitteln und thematisiert ihre Ökobilanz. Im letzten Teil des Buches finden die Leser schließlich 40 Rezepte.

"Viele sind ĂŒberfordert mit dem großen Begriff Zero Waste: Man soll minimalistisch leben, kein Plastik benutzen oder nichts verschwenden. Dabei ist die Null-Prozent-Ökobilanz eine Illusion", sagt Sophia Hoffmann. Mit ihrem Buch will die 40-JĂ€hrige Wissen vermitteln und fĂŒr das Thema sensibilisieren. Sie glaubt an die Politik der kleinen Schritte, es gehe nicht darum, perfekt zu sein.

Nur so viel einkaufen, wie man tragen kann

Einer ihrer ersten Tipps hin zur Zero-Waste-KĂŒche ist zum Beispiel, Kochen besser zu planen: "Kauft pro Person nur so viel ein, wie ihr alleine tragen könnt und schaut vorher mal in den Vorrats- oder Gefrierschrank und fragt euch, was man daraus machen kann", empfiehlt sie.

Dass das Mindesthaltbarkeitsdatum höchstens das ist, was der Name sagt, nĂ€mlich dass es mindestens bis zu dem Datum hĂ€lt, und deswegen nicht direkt weggeschmissen werden muss, hĂ€tte sich ja schon rumgesprochen. Sophia Hoffmann: "Benutzt eure fĂŒnf Sinne, damit merkt man fast immer, ob ein Lebensmittel noch essbar ist oder nicht."

Altes Brot und allerlei Reste? Perfekt fĂŒr Brotlinge

Ihr Lieblingsrezept fĂŒr Resteverwertung sind Brotlinge: DafĂŒr weicht sie das alte Brot zunĂ€chst in Wasser auf und knetet es, nachdem sie das Wasser ausgedrĂŒckt hat. Dazu kommen gewĂŒrfelte Zwiebeln in den Teig und alles, was sonst noch so weg muss: Spinat, Rucola, Petersilie, gehackte Kapern, getrocknete Tomaten, Pilze oder Oliven.

Falls die Masse zu weich ist, verleiht die Zugabe von Semmelbröseln mehr Festigkeit. Das Ganze dann nach Belieben wĂŒrzen und aus dem Teig kleine Pattys formen und sie in einer Pfanne mit genug Öl von beiden Seiten knusprig braten.

Überschuss-Lebensmittel vor der Tonne retten

Maren Teichert vom Verein Zero Waste Köln geht es vor allem darum, Wissen zu vermitteln. "Nachhaltigkeit kostet erst mal nicht mehr Geld. Man muss nur wissen, was man tun kann", sagt sie. Neben den oben beschriebenen Ideen zeigt Maren Teichert auf, welche Möglichkeiten es beim Einkaufen gibt, Lebensmittel zu retten bevor sie auf dem MĂŒll landen. Durch Konzepte wie "Foodsharing", "To good to go" oder "Mundraub" zum Beispiel.

"Beim Foodsharing werden Lebensmittel verschenkt, die Betriebe oder Privatpersonen nicht mehr verbrauchen", erklĂ€rt Maren Teichert. "Auffoodsharing.deerfĂ€hrt man, wo man in der NĂ€he Lebensmittel abholen oder abgeben kann." Die App "Too Good To Go" funktioniert Ă€hnlich, Gastrobetriebe bieten ihre Überschussware am Ende des Tages zu einem gĂŒnstigen Preis an und retten sie so vor der Tonne.

Die Idee von "Mundraub": "Obst, GemĂŒse, KrĂ€uter - alles was auf öffentlichen GrundstĂŒcken wĂ€chst, darf und soll geerntet werden", beschreibt die Aktivistin das Konzept. Auf einer interaktiven Karte aufmundraub.orgsind öffentliche ObstbĂ€ume und -StrĂ€ucher markiert, an denen man sich bedienen darf.

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