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12 Fakten und Anekdoten zu Weihnachten

dpa, Marek Majewsky

Aktualisiert am 18.12.2018Lesedauer: 3 Min.
Verkleidete Menschen
Rekord: 18.112 als Weihnachtsmann verkleidete Menschen feiern in Indien. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)
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Wo steht der grĂ¶ĂŸte Christbaum? Wie viele Wunschzettel erhĂ€lt der Weihnachtsmann? Und wie weit muss man eine Fichte werfen, um sich Weltmeister im Weihnachtsbaumwerfen nennen zu können? Die Antworten liefert diese Auflistung nicht alltĂ€glichen Wissens.

Das Wichtigste im Überblick


Weihnachten ist bereits allgegenwĂ€rtig: FußgĂ€ngerzonen erstrahlen im Licht der Dekoration, in GeschĂ€ften tĂŒrmt sich das festliche Sortiment und Kinder schreiben schon seit Wochen fleißig Wunschzettel. Zudem gibt es eine Reihe erstaunlicher Rekorde, kurioser Anekdoten und jede Menge Schlaumeierwissen zum Fest.

1. Der grĂ¶ĂŸte Christbaum

Der laut Guinness-Buch der Rekorde grĂ¶ĂŸte Weihnachtsbaum der Welt ĂŒberragte selbst so manches Hochhaus: angeblich 67,36 Meter. Er stand 1950 in Seattle (USA). In Deutschland brĂŒstet sich Dortmund mit dem vermeintlich grĂ¶ĂŸten Weihnachtsbaum der Welt. Der 45 Meter große "Baum" ist jedoch ein Konstrukt aus 1.700 einzelnen Rotfichten.

2. Post an den Weihnachtsmann

Kinder können ganz schön eifrig sein: Zehntausende Wunschzettel sind bereits bis Mitte November in den offiziellen Weihnachtsfilialen der Post eingegangen. Manche Punkte sind ziemlich ernst: kein Krieg im Jemen und keine Plastikflaschen mehr im Meer – das wollen etwa Basti und der neunjĂ€hrige Symon. 2017 gingen fast 580.000 Briefe ein.

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3. Keine Anzeige wegen Weihnachtsmusik

Seit Anfang November mit 'Last Christmas' oder 'Feliz Navidad' beschallt zu werden, kann nerven. Gesetzeswidrig ist das aber nicht. Polizisten in Bayern twitterten 2017 ein Foto aus einer Wache: An einer Trennscheibe war ein Aushang 'Nervige Weihnachtslieder sind kein Grund, Anzeige zu erstatten. Ihre Polizei' angebracht.

4. Herkunft des ersten Weihnachtsbaums

Das Fest der Liebe ist nicht nur in Familien Auslöser fĂŒr Zwist: Riga (Lettland) und Tallinn (Estland) beanspruchen den ersten Weihnachtsbaum der Welt fĂŒr sich. Forscher sind sich uneins. 1510 hĂ€tten Kinder in Riga eine Tanne per Zufall geschmĂŒckt. Schon 1441 soll jedoch in Tallinn ein Baum verziert worden sein. Ob es aber eine echte Tanne oder ein Holzkonstrukt war, ist unklar.

5. Stromverbrauch einer Großstadt

Rechnerisch entsprach der Stromverbrauch fĂŒr Weihnachtsdeko laut einer YouGov-Umfrage von 2017 dem Jahresverbrauch einer Stadt so groß wie Mainz. Die Studie im Auftrag eines Energieunternehmens beziffert zudem 17 Milliarden LĂ€mpchen, die ĂŒber Deutschland verteilt erstrahlen.

6. GlĂŒck fĂŒr Gefangene

Dank der in den meisten BundeslĂ€ndern ĂŒblichen Weihnachtsamnestie dĂŒrfen Jahr fĂŒr Jahr mehrere Hundert HĂ€ftlinge etwas frĂŒher das GefĂ€ngnis verlassen. Etwa im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen kamen bis Ende November 501 Strafgefangene vorzeitig frei, wie es aus dem Justizministerium in DĂŒsseldorf hieß.

Weihnachten im GefÀngnis
GefĂ€ngnis: Ein geschmĂŒckter Tannenbaum steht in der Justizvollzugsanstalt auf einem Gang hinter den Gittern. Auch Gefangene feiern Weihnachten. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa-bilder)

7. Ein paar Tage Frieden im Krieg

Ohne Erlaubnis ihrer Oberkommandos unterbrachen deutsche und britische Soldaten am 24. Dezember 1914 an einigen wenigen SchĂŒtzengrĂ€ben im Ersten Weltkrieg das gegenseitige Abschlachten. Vermutlich ging die kurze Versöhnung vom belgischen Ypern aus. Der Waffenruhe hielt nur Tage und blieb ein Unikum im Krieg.

Erster Weltkrieg
Geschichte: Deutsche Soldaten feiern Weihnachten wÀhrend des Ersten Weltkriegs. (Quelle: Uncredited/AP/dpa-bilder)

8. Kein typisches Weihnachtsgericht

Eine einheitliche Weihnachtsmahlzeit gibt es in Deutschland nicht und gab es nie, wie Kulturwissenschaftler sagen. Das rĂŒhrt von der Geschichte Deutschlands als Flickenteppich an Traditionen her. Am hĂ€ufigsten (40 Prozent) kommt an Heiligabend jedoch der Klassiker WĂŒrstchen mit Kartoffelsalat auf den Tisch. Das ergab eine reprĂ€sentative Umfrage der "Apotheken Umschau" vor drei Jahren.

9. Ursprung des Adventskalenders

Seit etwa 1850 gab es 'Adventszeitmesser' als Abrisskalender oder Weihnachtsuhren. Der erste gedruckte, noch fensterlose Adventskalender ging Anfang des 20. Jahrhunderts auf einen MĂŒnchner Verleger zurĂŒck. Um 1920 erschienen die ersten Kalender mit TĂŒrchen zum Öffnen.

Riesiger Adventskalender in Bernkastel-Kues
Adventskalender: Das erste Fenster des riesigen Adventskalenders ist geöffnet. An dem Fachwerkhaus wird bis zum Heiligabend ein neues der 24 Fenster geöffnet und ein neues weihnachtliches Motiv enthĂŒllt. (Quelle: Harald Tittel/dpa-bilder)

10. Bis zu 465 Euro fĂŒr Weihnachtsgeschenke

Auch in diesem Jahr werden Kunden in Deutschland voraussichtlich Milliarden fĂŒr Weihnachtsgeschenke ausgeben. Je nach Umfrage sagten BundesbĂŒrger voriges Jahr, dass sie 465 Euro beziehungsweise 266 Euro ausgeben wollten. Dieses Weihnachten könnte es noch mehr werden.

WeihnachtsgeschÀft im Norden
Shopping: er Einzelhandel in Niedersachsen hofft auf volle LĂ€den und kauffreudige Kunden schon zu Beginn der Adventszeit. (Quelle: Peter Steffen/dpa-bilder)

11. Herkunft des Adventskranzes

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in einem Hamburger Jugendheim den wohl ersten Adventskranz. Der Brauch verbreitete sich schnell im protestantischen Norddeutschland. Im katholisch geprĂ€gten SĂŒden wurde er erst nach dem Zweiten Weltkrieg heimisch.

12. Geduldsprobe fĂŒr viele Kinder

Eine ĂŒble Geduldsprobe fĂŒr Kinder, die auf Geschenke warten: Ein Teil der christlich-orthodoxen Kirchen begehen die Geburt Jesu 13 Tage nach dem deutschen Weihnachtsfest. Etwa in Russland richten sich die Feierlichkeiten nach dem julianischen Kalender. Die Westkirchen haben hingegen den gregorianischen Kalender als Grundlage.

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