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Hebammensuche: So finden Schwangere eine Hebamme

Unterstützung für werdende Mütter  

So finden Schwangere eine Hebamme

12.03.2020, 14:51 Uhr | cch, t-online.de, dpa-tmn

Hebammensuche: So finden Schwangere eine Hebamme. Schwangere und Hebamme: In Deutschland herrscht Hebammenmangel, weshalb viele Schwangere lange nach einer Betreuung suchen müssen. (Quelle: Getty Images/MangoStar_Studio)

Schwangere und Hebamme: In Deutschland herrscht Hebammenmangel, weshalb viele Schwangere lange nach einer Betreuung suchen müssen. (Quelle: MangoStar_Studio/Getty Images)

Sie unterstützen und geben Orientierung: Hebammen sind für Schwangere eine wichtige Stütze. Doch wie finden werdende Mütter eine gute Hebamme? Welche Leistungen bietet sie an?

Keine Geburt ohne Hebamme. Das ist in Deutschland Gesetz, egal, ob die Geburt im Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder zuhause stattfindet. Ab dem Zeitpunkt, zu dem eine Frau weiß, dass sie schwanger ist, hat sie Anspruch auf die Betreuung. Denn die Hebamme hilft Frauen nicht nur, ihr Kind auf die Welt zu bringen. Auch während der Schwangerschaft und im Wochenbett steht sie ihnen zur Seite. Allerdings ist es aufgrund des Hebammenmangels gar nicht so einfach, eine Hebamme zu finden.

Wo können Schwangere nach einer Hebamme suchen?

Wie können sich Schwangere also auf die Suche machen? In den meisten Städten gibt es eine Hebammenliste, die alle Hebammen aufführt und über das Internet zu finden ist. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bietet zudem online eine deutschlandweite Liste an (siehe Link in den Quellenangaben). Auf dieser finden sich die Kontaktdaten von bundesweit mehr als 18.000 freiberuflichen Hebammen. Sie können nach Ort oder konkreten Leistungen über eine Eingabemaske gesucht werden. Die Liste wird laut dem Verband monatlich aktualisiert.

Etwas Ähnliches will auch der Deutsche Hebammenverband in Zusammenarbeit mit dem Start-up Keleya bald anbieten. Unter www.ammely.de sollen Frauen künftig ebenfalls die Möglichkeit haben, nach Hebammen in ihrer Nähe zu suchen. Sie bekommen dabei nur solche angezeigt, die für den benötigten Zeitraum noch verfügbar sind.

Weitere Anlaufstellen können die Landesverbände der Hebammen, Krankenkassen, Apotheken, Gynäkologen, das zuständige Gesundheitsamt oder Webseiten wie etwa hebammensuche.de sein. In seltenen Fällen vermittelt auch das Krankenhaus, in dem das Baby geboren werden soll, eine Hebamme für Vor- und Nachsorge.

Wann sollten Schwangere eine Hebamme suchen?

Schwangere müssen sich weit vor der zwölften Schwangerschaftswoche um eine Hebamme kümmern – vor allem in Großstädten am besten, sobald sie von ihrer Schwangerschaft wissen. Frauen sollten zudem wissen, dass der Hebammenmangel in den Sommer- und Weihnachtsferien noch stärker zu spüren ist. Viele Hebammen gehen in den Ferienzeiten in den Urlaub, so kann es selbst in besser versorgten Städten zu Engpässen kommen.

Warum gibt es in Deutschland einen Hebammenmangel?

Die Zahl der Hebammen ist in den vergangenen zehn Jahren sogar etwas angestiegen. Laut Statista gab es in Deutschland 2007 rund 19.000 Hebammen, 2017 waren es 24.000. Gleichzeitig hat sich zum einen aber auch die Zahl der Geburten hierzulande erhöht. Rund 787.500 Babys kamen 2019 auf die Welt; zehn Jahre zuvor waren es 100.000 Babys weniger. Zum anderen wächst der Anteil der Hebammen, die in Teilzeit arbeiten, immer weiter an. Die Hebammen reduzieren ihre Stunden wegen ihrer eigenen Familie, aber auch aufgrund der hohen körperlichen und psychischen Belastung.

Das bieten Hebammen an

Grundsätzlich dürfen Hebammen alle Vorsorgeleistungen übernehmen, auch die Erstuntersuchung, bei der die Schwangerschaft festgestellt und der Mutterpass ausgestellt wird. Hebammenleistungen können ein bisschen wie bei einem Baukastensystem nach den Wünschen der Schwangeren zusammengestellt werden.

Hebammen übernehmen:

  • Schwangerenvorsorge
  • Unterstützung bei Beschwerden und Risikoschwangerschaft
  • Beratung
  • Geburtsvorbereitung
  • Geburtshilfe
  • Wochenbettbetreuung
  • Rückbildungsgymnastik

Es ist Sache der Frau, zu entscheiden, ob sie die Vorsorge lieber beim Arzt oder bei der Hebamme machen möchte. Auch die Hebamme ist dafür qualifiziert. Die einzigen Ausnahmen bilden die Ultraschalluntersuchungen, die bei normal verlaufender Schwangerschaft um die zehnte, 20. und 30. Woche stattfinden. Diese obliegen dem Arzt.

Die Chemie muss stimmen

Bei der Wahl einer Hebamme ist die räumliche Nähe ein wichtiges Auswahlkriterium, damit sich Schwangere und Hebamme im Bedarfsfall schnell und ohne Aufwand erreichen können. Stimmen sollten aber auch die Chemie zwischen der Hebamme und der Schwangeren und die Vorstellungen darüber, wie die Betreuung ablaufen soll. Deshalb lohnt es sich, in einem ersten Telefonat die wichtigsten Fragen abzuklopfen.

Verwendete Quellen:
  • GKV-Hebammenliste
  • Eigene Recherchen
  • Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Deutscher Hebammenverband
  • Statistisches Bundesamt
  • Statista
  • Nachrichtenagentur dpa
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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