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Die schönsten Auktionshäuser der Welt

Die schönsten Auktionshäuser der Welt

07.10.2015, 09:13 Uhr | Brigitte von Imhof, SRT

Die schönsten Auktionshäuser der Welt. Während einer Auktion bei Christie's in London. (Quelle: Reuters)

Während einer Auktion bei Christie's in London. (Quelle: Reuters)

Zum Ersten, zum Zweiten und - verkauft! Eine angespannte Stimmung, hohe Geldbeträge, wertvolle Schätze: In Auktionshäusern herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Selbst wenn Sie nicht investieren wollen, lohnt sich deshalb ein Besuch.

Foto-Serie mit 9 Bildern

Wien: Dorotheum ("Pfandl") Seit 1707 existiert Österreichs ältestes Pfandhaus in der Dorotheergasse 17 im 1. Bezirk. Die Wiener nennen ihr Dorotheum "Pfandl", was auf das historische Pfandgeschäft zurückgeht, welches es auch heute noch gibt. Hinter vornehmen, neobarocken Fassaden werden bei rund 600 Auktionen pro Jahr weit über eine halbe Million Objekte versteigert - ob Alte Meister oder Musikinstrumente, historische Waffen und Uniformen, Möbel, Briefmarken und Dekostücke. Mittlerweile gibt es zahlreiche Filialen in Europa und sogar eine in Tokio. In einem gesonderten Raum kann man schöne Stücke ganz normal einkaufen (www.dorotheum.com). London: Sotheby's

Wenn Edvard Munch mitbekommen hätte, was sein Gemälde "Der Schrei" alles durchgemacht hat. 1994 aus der norwegischen Nationalgalerie gestohlen, von der Polizei sichergestellt, die Täter hinter Gittern - und 2012 bei Sotheby's für umgerechnet 91 Millionen Euro versteigert. Keine Frage, das Herz

der Kunstwelt schlägt in Sotheby's, dem größten und einflussreichsten Auktionshaus der Welt. Den Hauptsitz des 1744 gegründeten Auction House findet man in Londons Bond Street. Sotheby's und seine Dependancen rund um den Globus diktieren das Preisgefüge auf dem Kunstmarkt. Trotz Internethandel geht für Traditionalisten nichts über die Versteigerungen im Londoner Haupthaus, wo Kunst, Antiquitäten oder Schmuck versteigert werden, darunter die Kunstsammlungen ganzer Königshäuser. Zudem gibt es mittlerweile Maklerbüros der Marke Sotheby's. Hier verkaufte zum Beispiel Johnny Depp sein Anwesen in der Provence. (www.sothebys.com).

London: Christie's

Christie's, die andere Auktionshaus-Ikone Londons, hat mittlerweile 80 Ableger weltweit. Im Versteigerungssaal des vornehmen Hauses in der King Street findet sich stets ein illustres Publikum aus Antiquitätenhändlern, privaten Sammlern und hippeligen Beobachtern ein. In 80 Objektkategorien finden sich seltene Möbelstücke, erlesene Weine oder Autoklassiker. Christie's gibt es nicht nur in Großbritannien: Die Marke hat

Dependancen in New York, Paris und Hongkong. Spektakuläre Versteigerungen pflastern den Weg von Christie's, etwa die Gemäldeversteigerung eines Van Gogh: Für 82,5 Millionen Dollar wechselte das Porträt von Dr. Gachet seinen Besitzer. Auch die Versteigerung aus dem Besitz von Marilyn Monroe sorgte für weltweite Schlagzeilen - und zuletzt Picassos "Les femmes d'Alger", das vergangenen Mai für die Rekordsumme von 160 Millionen Dollar unter den Hammer kam (www.christies.com).

Niedersachsen: Schloss Ahlden Augen auf bei der Wahl der Liebhaber! Das hätte die Celler Herzogstochter Sophie Dorothea bedenken sollen, als sie ihren Gatten, den späteren König Georg I. von England, mit einem schwedischen Grafen betrog. Die Affäre brachte ihr die lebenslange Verbannung ein (von 1694 bis 1726). Schauplatz der Liebestragödie war das Wasserschloss Ahlden an der Aller. Seit 1975 nützen die Berliner Auktionatoren Karin und Florian Seidel das historische Schloss als Sammelort für Kunst vom Feinsten. In großen Auktionen sind neben Möbeln und Gemälden von Barock über Jugendstil bis in die Moderne vor allem Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts und edles Silber zu entdecken. Und manchmal auch die Schätze eines modernen Malerfürsten (www.schloss-ahlden.de). München: Kunstauktionshaus Neumeister

Nur einen Steinwurf vom Areal der Pinakotheken entfernt befindet sich das Kunstauktionshaus Neumeister. Das königliche Tafelservice der Wittelsbacher war das Herzstück in der Geschichte des Hauses, aber man hatte immer ein offenes Ohr für Kunst aus Afrika und Ozeanien oder die Mode der 1970er-Jahre. Alte Meister und Moderne gehören ebenso zum Programm wie Silber und Porzellan. (www.neumeister.com).

Zürich/Genf: Koller Auktionen Wir schreiben das Jahr 1958. Der in Lausanne und Zürich aufgewachsene Romand Pierre Koller macht seine Leidenschaft für Pferdestiche zum Beruf und eröffnet mit 34 Jahren an der Zürcher Dufourstraße die Galerie Koller. Für hochwertiges Mobiliar und anspruchsvolle Antiquitäten besteht eine Marktlücke, die sich der junge Unternehmer dank hervorragender Kontakte zunutze machte. Zwei Jahre später gab es die ersten Versteigerungen mit Uhren, Möbeln, Porzellan und mehreren Werken moderner Malerei internationaler und Schweizer Künstler von Hodler bis Boudin. Heute ist Koller das führende Auktionshaus in der Schweiz, mit mehreren Büros in Deutschland, London, Paris, Moskau und Shanghai. Die Gemälde alter Meister, moderne und zeitgenössische Kunst, französische Möbel, Schmuck und vieles mehr stellt das Haus anlässlich der Auktionsausstellungen für jeweils zehn Tage zu einem Gesamtkunstwerk zusammen und heißt alle Kunstliebhaber zu diesem kostenlosen Kulturerlebnis willkommen (www.kollerauktionen.ch). Mailand/Rom/Venedig: Finarte

In den 60-er-Jahren machte sich das Kunsthaus Finarte einen Namen mit einer spektakulären Sammlung moderner und zeitgenössischer Malerei. Es begann mit Picasso und El Lissitsky, mit Kandinsky und Morandi. In den mittlerweile drei Finarte-Häusern in Rom, Mailand und Venedig ringen Freunde edler Preziosen mittlerweile auch um Silberkreationen, Uhren, antike Möbel, Bücher, Teppiche und viele andere Unbedingt-haben-wollen-Accessoires. 2011 meldete das Auktionshaus Konkurs an, bevor es 2014 dank italienischer Investoren wieder zum Leben erweckt wurde (www.finarte.it). Sehen Sie die Auktionshäuser auch in unserer Fotoshow.

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