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Italien wieder Corona-Risikogebiet: Das ist bei Reisen an Gardasee & Co. zu beachten

Erneut Risikogebiet  

Das sollten Sie jetzt im Italien-Urlaub beachten

08.11.2020, 12:21 Uhr
Italien wieder Corona-Risikogebiet: Das ist bei Reisen an Gardasee & Co. zu beachten. Lago di Sorapis in Südtirol: Urlaub in Italien bleibt auch in der Corona-Krise beliebt.  (Quelle: imago images/Mattias Christ)

Lago di Sorapis in Südtirol: Urlaub in Italien bleibt auch in der Corona-Krise beliebt. (Quelle: Mattias Christ/imago images)

Nachdem die Infektionszahlen wieder angestiegen sind, hat Italien seine Corona-Maßnahmen nochmals verschärft. Trotzdem gilt nun das gesamte Land wieder als Risikogebiet. Wie kann ein Urlaub am Gardasee, in Venedig oder Rom momentan aussehen?

Italien zählt zu den Ländern, die weltweit bisher am schwersten vom Coronavirus betroffen waren. Jetzt steigen die Infektionszahlen wieder an und die italienische Regierung reagiert mit neuen Schließungen und einer verschärften Maskenpflicht. Das Robert Koch-Institut hingegen hat Italien wieder als Risikogebiet eingestuft, zudem gilt auch wieder eine Reisewarnung für ganz Italien mit Ausnahme von Kalabrien.

Seit wann können Sie wieder nach Italien reisen?

Seit dem 3. Juni sind Einreisen aus dem Ausland sowie Reisen innerhalb Italiens wieder erlaubt. Deutschland zählt Italien allerdings wieder zu den Corona-Risikogebieten, was bedeutet, das strenge Test- und Quarantäneregeln gelten, wenn Sie aus dem Italienurlaub zurück nach Deutschland reisen. Zusätzlich wurde eine Reisewarnung für das gesamte Land mit Ausnahme der Region Kalabrien ausgerufen. 

Nach Italien reisen darf, wer aus der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz sowie dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland kommt. Allerdings müssen Reisende mit Corona-Symptomen ohne Ausnahme in eine 14-tägige Quarantäne, auch dann, wenn ein negativer Corona-Test vorliegt.

Wer aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und Nordirland, Tschechien oder Spanien nach Italien reisen möchte, muss zudem einen negativen Covid-19-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf oder bei Einreise einen Test machen lassen. 

Wer darf nicht nach Italien reisen?

Sie dürfen nicht nach Italien einreisen, wenn Sie sich innerhalb der vergangenen zwei Wochen in einem der folgenden Länder aufgehalten haben oder durch diese gereist sind: 

  • Armenien
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Bosnien und Herzegowina
  • Brasilien
  • Chile
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Kuwait
  • Nordmazedonien
  • Republik Moldau
  • Montenegro
  • Oman
  • Panama
  • Peru
  • Dominikanische Republik

In einigen Regionen gibt es zudem Online-Registrierungen, die Sie bis zu 48 Stunden vor der Anreise vornehmen müssen. 

Wie können Sie einreisen?

Flughäfen, Häfen und Bahnhöfe in Italien sind wieder geöffnet. An Flughäfen und Häfen, aber auch bei der Einreise im Überlandverkehr gibt es allerdings häufig Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen. In den Flugzeugen herrschen weiterhin Beschränkungen wie beispielsweise eine Maskenpflicht.

Auch die Deutsche Bahn fährt wieder nach normalem Fahrplan regelmäßig nach Verona. Die Direktverbindungen von München halten auch in Brixen, Bozen, Trento und Rovereto. Außerdem fährt die Bahn von München aus per Nachtzug wieder Venedig an.

Auch das Busunternehmen Flixbus fährt wieder nach Italien, etwa von München nach Mailand oder Verona sowie von Hamburg nach Rom. In den Bussen herrscht ebenfalls eine Maskenpflicht. Viele Reiseanbieter und Airlines bieten Ihnen zudem eine verbesserte Planungssicherheit, indem sie ihre Stornierungsbedingungen angepasst haben.

Können Sie wieder Hotels und Unterkünfte buchen?

Grundsätzlich ist es den Unterkünften in Italien wieder erlaubt, unter Einhaltung der gesetzlichen Hygieneauflagen für Urlauber zu öffnen. Sie sollten allerdings immer den direkten Kontakt zu Hotels und anderen Unterkünften suchen, um sich beispielsweise über Auflagen zu informieren. Dabei sollten Sie auch klären, ob und wie beispielsweise Hotelbar, -restaurant oder Pool- und Wellnessbereiche zugänglich sind. Zusätzlich kann es sein, dass Hotels nur eine limitierte Anzahl von Gästen aufnehmen dürfen, um Abstandsregeln einhalten zu können.

Gardasee: Seit 3. Juni können Touristen wieder nach Italien reisen.  (Quelle: imago images/Shotshop)Gardasee: Seit 3. Juni können Touristen wieder nach Italien reisen. (Quelle: Shotshop/imago images)

Welche Beschränkungen erwarten Sie in Italien?

In Italien gilt eine Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr, die nur bei nachgewiesenen Gründen wie Arbeit oder Gesundheit gebrochen werden darf. Geschäfte dürfen zwar geöffnet bleiben, allerdings gibt es verkürzte Öffnungszeiten. Einkaufszentren bleiben beispielsweise am Wochenende geschlossen, Bars und Restaurants schließen ab 18 Uhr auch der Konsum außerhalb der eigenen Wohnung ist nach 18 Uhr nicht mehr erlaubt. 

Kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten sind aktuell verboten. Museen, Kinos und Theater sind geschlossen. Tanzveranstaltungen aller Art sind sowohl in Innenräumen als auch im Außenbereich bis auf weiteres nicht erlaubt. Gleiches gilt für Sportveranstaltungen. Auch die Lifte und Bahnen in den Skigebieten bleiben geschlossen, genauso wie Fitnessstudios, Schwimm- und Thermalbäder sowie Wellnesszentren. Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 3. Dezember. 

Auch Schulen und Unis in Italien verzichten soweit möglich auf Präsenzunterricht, Kindergärten bleiben allerdings geöffnet. 

In ganz Italien gibt es eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Davon sind nur Kinder unter sechs Jahren ausgenommen. Verstöße werden mit Bußgeldern bestraft und können bis zu 1.000 Euro kosten. Auch Einweghandschuhe sind vielerorts vorgeschrieben. Zudem gibt es häufig vor Behörden, Museen oder Geschäften Temperaturmessungen. Bei zu hoher Temperatur kann der Zutritt verwehrt und die Gesundheitsbehörde informiert werden.

Seit Anfang Juni gibt es zudem auch in Italien eine Corona-App, die "Immuni" heißt und in allen gängigen App-Stores heruntergeladen werden kann. 

Venedig: Selten war die beliebte Stadt so leer wie während der Corona-Pandemie.  (Quelle: imago images/Cavan Images)Venedig: Selten war die beliebte Stadt so leer wie während der Corona-Pandemie. (Quelle: Cavan Images/imago images)

Wie ist die aktuelle Zahl der Infektionen?

Italien hatte laut Johns Hopkins University bisher (Stand: 7. November 2020) insgesamt 862.681 registrierte Coronavirus-Infektionen mit mehr als 40.000 Toten. Das sind mehr als doppelt so viele Infektionen wie noch vor einem Monat. Aktuell sind laut Johns Hopkins University noch fast 500.000 Menschen infiziert, das sind fast zehnmal so viele wie noch Anfang Oktober.

Die meisten bestätigten aktiven Fälle (fast 110.000) gibt es immer noch in der Lombardei, aber auch Sardinien, wo es Mitte August nur noch rund 100 aktive Fälle gab, vermeldet nun mit rund 7.700 aktiven registrierten Infektionen wieder einen deutlichen Anstieg der Corona-Fälle.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP
  • Auswärtiges Amt
  • Agenzia Nazionale Turismo Italia
  • Johns Hopkins University
  • Lufthansa, Ryanair, Eurowings, Flixbus
  • gardasee.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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