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Der Boom der billigen Busse

Hans-Werner Rodrian/srt

Aktualisiert am 09.06.2015Lesedauer: 4 Min.
Fernbusreisen boomen.
Fernbusreisen boomen. (Quelle: J├╝rgen Ritter/imago-images-bilder)
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Immer mehr Reisende steigen von der Schiene auf die g├╝nstigen ├ťberlandbusse um ÔÇô und dr├╝cken so auch die Preise f├╝r Zugtickets.

Freitag morgen, sechs Uhr am Hamburger Busbahnhof. Der gr├╝ne Linienbus ist voll besetzt. Die Fahrt geht nach M├╝nchen und soll nach elf Stunden und 35 Minuten in M├╝nchen enden. Spektakul├Ąr ist vor allem der Preis: Wer rechtzeitig gebucht hat, bekommt die 800 Kilometer lange Fahrt f├╝r ganze zw├Âlf Euro. Mit der Bahn w├Ąre man doppelt so schnell. Der ICE braucht ganze f├╝nf Stunden und 42 Minuten und h├Ąlt deutlich seltener. Daf├╝r ist er aber auch deutlich teurer: 71 Euro nennt die Bahn-Webseite als Sparangebot f├╝r eine Fahrkarte zweiter Klasse. Der Normalpreis betr├Ągt gar 142 Euro. Es stimmt also, was die Stiftung Warentest bereits vor einem Jahr festgestellt hat: Mit den neuen Fernbussen kann man billig quer durch Deutschland fahren. Das braucht zwar meist seine Zeit, spart aber Geld. Und genau das ist es, was den meisten Passagieren wichtig ist.

Weitere Vorteile der Busse

Regelm├Ą├čige Busfahrer pochen noch auf weitere Vorteile: Sie freuen sich ├╝ber den festen Sitzplatz. Dazu nutzen sie gern das kostenlose WLAN an Bord und inzwischen auch viele direkte Verbindungen, wo man mit der Bahn umsteigen m├╝sste.
Wie schnell die Zeit vergeht: Erst Anfang 2013 ist der Fernbusverkehr liberalisiert worden. Damals hat die Bundesregierung das 70 Jahre alte Fernbusverbot aufgehoben. Seitdem mischen Anbieter wie Mein Fernbus/Flixbus, Postbus und Megabus den Verkehr innerhalb Deutschlands geh├Ârig auf. Binnen nicht mal zweieinhalb Jahren ist eine starke Konkurrenz f├╝r die Deutsche Bahn entstanden. Im ersten Jahr bef├Ârderten die neuen Buslinien neun Millionen Passagiere, im zweiten waren es bereits doppelt so viele. Und dieses Jahr geht das Bundesverkehrsministerium vorsichtig von mindestens 25 Millionen Busreisenden aus.

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Angelockt werden sie vor allem von Preisen zum Staunen: Wer fr├╝h bucht und sich die Schn├Ąppchen herauspickt, reist meist schon ab acht oder neun Euro quer durchs Land. Der britische G├╝nstig-Fernbusanbieter Megabus f├Ąhrt neuerdings sogar zu Ticketpreisen ab einem Euro zwischen 14 deutschen St├Ądten hin und her.

Immer mehr Fahrten ins Ausland

Aktuell z├Ąhlt die Suchmaschine GoEuro rund 265 St├Ądteverbindungen. Auch die Zahl der Strecken ins europ├Ąische Ausland w├Ąchst rasant - vor allem in die Niederlande, in die Schweiz und die osteurop├Ąischen Staaten. 265 Linien, die mehr als 500 St├Ądte verbinden: Da f├Ąllt es schwer, den ├ťberblick zu behalten. Den versprechen Internet-Vergleichsportale wie busticket.de, checkmybus.de und fahrtenfuchs.de. Au├čer dem Preis vergleichen sie l├Ąngst auch Service und Reisedauer, informieren ├╝ber Fahrradmitnahme und Gep├Ąckgeb├╝hren. Die Stiftung Wartentest empfiehlt die Nutzung solcher Preisvergleich-Anbieter. Allerdings sollte man immer mindestens zwei Vergleichsrechner zurate ziehen.

Den reinen Busfinderprogrammen r├╝ckt inzwischen eine zweite Generation von Internetportalen auf den Pelz: Anbieter wie busliniensuche.de vergleichen gezielt Bahn und Bus. GoEuro.de und Verkehrsmittelvergleich.de beziehen sogar Mietwagen und Flugzeug ein. Und sie verkaufen Interessenten gleich die passenden Bus-, Flug- oder Bahntickets.

Vor allem junge Leute fahren mit

Genutzt werden die neuen Verbindungen vor allen Dingen von jungen Leuten. Inzwischen greifen aber auch Ferienreisende zu: Jeder zehnte deutsche Urlauber bedient sich laut GoEuro.de des wachsenden Fernbusangebots. Ziele wie Garmisch-Partenkirchen, Titisee und R├╝gen machen es m├Âglich. Und es sollen noch mehr werden: Gerade erst k├╝ndigte der Postbus an, dieses Jahr noch "viele neue Urlaubs- und Freizeitziele" anzusteuern. Ab Sp├Ątherbst will der gelbe Riese auch internationale Ziele in Angriff nehmen. Das bleibt nat├╝rlich nicht ohne Auswirkungen auf die Bahn. Schlie├člich sind etwa die H├Ąlfte der Buskunden fr├╝here Zugfahrer. Nach einer Studie der Beratungsfirma IGES verliert die DB aktuell pro Jahr 2,5 Millionen Fahrg├Ąste und 120 Millionen Euro Umsatz durch die rollende Konkurrenz.

Die DB hat aber reagiert: Ihre eigene Fernbusmarke "Berlin Linien Bus" wird kr├Ąftig ausgebaut. Und im Bahnnetz gibt es mit einem Mal, was nie m├Âglich schien: attraktivere Preise und Angebote. Ein "Bahn-Spezial"-Angebot wirft Restpl├Ątze ab 19 Euro auf den Markt. Zu haben ist dieses Angebot pikanterweise nur selten ├╝ber die Bahn selbst oder ├╝ber ein Reiseb├╝ro, sondern vor allem ├╝ber die Bus-Vergleichsportale. Im Gegensatz zu den normalen Bahn-Sparpreisen ist das neue Schn├Ąppchenticket bis einen Tag vor Abreise erh├Ąltlich.

Mehr noch: Pl├Âtzlich soll es auch neue Zuggarnituren geben. Und mehr Haltestellen: Von Heilbronn ├╝ber M├Ânchengladbach bis Cottbus sollen ab dem dritten Quartal Zug um Zug praktisch alle St├Ądte ├╝ber 100000 Einwohner wieder ans Intercitynetz angeschlossen werden. Zwischen Gro├čst├Ądten wie Stuttgart und Frankfurt will die Bahn sogar zweimal st├╝ndlich pendeln.

Der Wettbewerb wird also h├Ąrter

Die ersten Busanbieter wie ADAC und City2City haben bereits aufgegeben. Der Offenbacher Pionier DeinBus schlitterte Anfang dieses Jahres sogar in die Insolvenz, fand inzwischen aber einen Investor und macht weiter. Die Gr├Â├čen des Busgesch├Ąfts reagieren auf die Bahn ihrerseits mit einem noch gr├Â├čeren Angebot. Allen voran die beiden Marktf├╝hrer: Flixbus und MeinFernBus taten sich zusammen und wollen bis Jahresende allein 200 neue Fernbusverbindungen schaffen. Auch der Postbus stockt auf - von 60 auf 120 St├Ądte.

Mehr Linien, mehr Fahrten: Das schafft auch mehr M├Âglichkeiten f├╝r Umsteigeverbindungen. Die erwartet die Stiftung Warentest und warnt gleicht: Da droht Versp├Ątungsgefahr. Und die Tester stellten fest, dass bereits jetzt Versp├Ątungen von zwei Stunden und mehr "durchaus im Rahmen" liegen. In solchen F├Ąllen steht dem Reisenden die Erstattung des Reisepreises zu. Bereits ab 90 Minuten muss das Busunternehmen Imbiss und Mahlzeiten anbieten. Diese Regeln gelten allerdings nur f├╝r Strecken ├╝ber 250 Kilometer beziehungsweise bei mehr als drei Stunden regul├Ąrer Fahrzeit.

Beide Kriterien erreicht der morgens in Hamburg gestartete Bus nicht ganz. In der Praxis braucht er aber am Testtag etwas l├Ąnger als die versprochenen elfeinhalb Stunden: Exakt um 18.02 Uhr h├Ąlt er im M├╝nchner Busbahnhof: 27 Minuten versp├Ątet. Das scheint aber niemanden zu st├Âren. Hauptsache, es war g├╝nstig.

Weitere Informationen:
Busvergleichsportale: busliniensuche.de, busticket.de, checkmybus.de, fahrtenfuchs.de, fernbusse.de, goeuro.de
Bustreckennetz: busfinder.de/streckennetz

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