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Brexit-Drehbuch geändert: Parlament verpasst May erneut Schlappe

Brexit-Drehbuch geändert  

Parlament verpasst May erneut Schlappe

09.01.2019, 16:09 Uhr | dpa, rtr, pdi

Rückschlag für May im Brexit-Streit im Parlament (Quelle: Imago/Alberto Pezzali)
May auf Parlamentsmehrheit angewiesen

Im Ringen um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union muss die Premiere Ministerin Theresa May eine Niederlage einstecken. Für einen „No-Deal-Brexit“ also einen harten ungeregelten Austritt ist die Zustimmung des Parlaments notwendig. (Quelle: t-online.de)

Zustimmung des Parlaments notwendig: Theresa May gerät kurz vor dem Brexit weiter unter Druck. (Quelle: t-online.de)


Premierministerin May kann nicht mehr auf Zeit spielen. Das britische Parlament erhöht den Druck und fordert nächste Woche noch einen Plan B, falls Mays Brexit-Vertrag abgelehnt wird. 

Nur wenige Tage vor der wichtigen Abstimmung über das EU-Austrittsabkommen von Regierungschefin Theresa May haben die Abgeordneten im britischen Parlament die Spielregeln geändert. Zum Auftakt der fünftägigen Debatte entschieden die Parlamentarier mit 308 zu 297 Stimmen, dass die Regierung innerhalb von drei Sitzungstagen einen Plan B vorlegen muss, sollte Mays Brexit-Vertrag am kommenden Dienstag abgelehnt werden.

May könnte damit nach Ansicht von Beobachtern nicht mehr auf Zeit spielen, um ihr Abkommen durchs Unterhaus zu bringen. Das Parlament könnte dagegen Einfluss auf die weiteren Schritte nehmen.

Die Regierungschefin hatte die Abstimmung über das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen im Dezember zunächst verschoben, weil sich eine deutliche Niederlage abzeichnete. Sie soll nun am kommenden Dienstag, den 15. Januar, stattfinden. Es gilt jedoch weiterhin als unwahrscheinlich, dass der Brexit-Deal eine Mehrheit findet.

Höhere Hürden für harten Brexit

Am Morgen setzten die Abgeordneten bereits durch, dass die Regierung ausdrücklich die Zustimmung des Parlaments für einen Austritt aus der EU ohne Vereinbarung ("No-Deal Brexit") benötigt, bevor sie auf bestimmte Befugnisse bei der Steuer-Gesetzgebung zurückgreifen kann. 303 Parlamentarier stimmten für diesen Weg, 296 dagegen. Ein Regierungssprecher sagte dazu am Abend, trotz des Ergebnisses werde sich der Fakt nicht ändern, dass Großbritannien die EU am 29. März verlasse.

Mays Büro hatte zuvor gesagt, bei dem Thema des Votums handele es sich um eine eher technische Sache. Tatsächlich spiegelt das Ergebnis aber auch Mays schwache Position wider. Das Parlament soll am 15. Januar über den Vertrag abstimmen, den May mit der EU über den Austritt verhandelt hat. Es wird damit gerechnet, dass sie keine Mehrheit für ihren Deal bekommt. In dem Fall drohen Großbritannien chaotische Verhältnisse. Bereits im Dezember hatte May das Votum kurzfristig verschoben, nachdem sich im Parlament eine Ablehnung abzeichnete. Widerstand kam dabei auch aus ihrer eigenen Partei.


Vom heutigen Mittwoch an debattiert das britische Parlament erneut über den EU-Austritt. Nach Ansicht von knapp drei Viertel aller britischen Abgeordneten hat Premierministerin Theresa May einen schlechten Job bei den Brexit-Verhandlungen gemacht. Die Meinungsverschiedenheiten im Unterhaus hätten sich binnen eines Jahres erheblich vergrößert, ergab eine Befragung der Parlamentarier durch die Londoner Universität Queen Mary gemeinsam mit einer Denkfabrik. 

Großbritannien scheidet voraussichtlich am 29. März 2019 aus der EU aus. Sollte bis dahin kein Abkommen mit Brüssel unter Dach und Fach sein, droht dem Land ein chaotischer Brexit mit erheblichen Folgen für die Wirtschaft und viele weitere Lebensbereiche.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters, dpa

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