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Maas besucht Griechenland - Athen: Reparationsforderung für Kriegsschäden weiter möglich

Mass besucht Griechenland  

Athen: Reparationsforderung für Kriegsschäden weiter möglich

20.09.2018, 18:14 Uhr | dpa

Maas besucht Griechenland - Athen: Reparationsforderung für Kriegsschäden weiter möglich. Außenminister Heiko Maas (SPD, l.

Außenminister Heiko Maas (SPD, l.) spricht zu Beginn seines Antrittsbesuchs mit Nikos Kotzias, Außenminister von Griechenland. Foto: Petros Giannakouris/AP. (Quelle: dpa)

Athen (dpa) - Die griechische Regierung behält sich weiter Reparationsforderungen an Deutschland für Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg vor.

"Was historisch richtig ist, muss man angehen zum geeigneten Zeitpunkt und auf dem geeigneten Weg und zur richtigen Stunde", sagte Außenminister Nikos Kotzias am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas in Athen.

Der griechische Parlamentspräsident Nikos Voutsis hatte kürzlich bei einer Rede in einer von der Wehrmacht zerstörten Ortschaft auf Kreta angekündigt, dass er noch in diesem Jahr das Ergebnis einer langjährigen Untersuchung zu Reparationsforderungen präsentieren wolle.

Eine vom Parlament einberufene Kommission aus Experten hatte bereits vor drei Jahren den Umfang der Kriegsschäden auf mindestens 289 Milliarden Euro beziffert. Es wird damit gerechnet, dass sich das Parlament in Athen im Dezember auf diese Studie beruft.

"Ich glaube, jede Regierung respektiert ihr Parlament. Deshalb werden wir uns diesen Bericht anschauen, wenn der Parlamentspräsident ihn vorlegt", sagte Kotzias. "Und wir werden uns dazu äußern."

Auch in Polen gibt es Bestrebungen, Reparationen für die von Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg verursachten Schäden zu fordern. Für Deutschland ist das Thema mit dem 1990 als internationale Grundlage für die deutsche Wiedervereinigung unterzeichneten Zwei-plus-Vier-Vertrag abgeschlossen. Darin heißt es, es seien "keine weiteren Reparationen" vorgesehen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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