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Flucht vor Familie: Saudi-Arabien widerspricht Darstellung von Rahaf al-Kunun

Flucht vor der Familie  

Saudi-Arabien widerspricht Darstellung von Rahaf al-Kunun

08.01.2019, 12:06 Uhr | AFP, nhr

Eine Saudi-Araberin verschanzt sich im Hotelzimmer und bittet auch Deutschland um Hilfe (Quelle: Twitter)
Hilferuf von Saudi-Araberin aus dem Hotelzimmer

Die 18-jährige Rahaf aus Saudi-Arabien soll zwangsverheiratet werden und ist darum über Kuwait nach Thailand geflohen.

Flucht vor Zwangsehe: Eine junge Saudi-Araberin bittet Deutschland von einem Hotelzimmer aus, in dem sie sich verbarrikadiert hat, um Hilfe. (Quelle: t-online.de)


Rahaf al-Kunun befindet sich nach ihrer Flucht aus Saudi-Arabien an einem geheimen Ort in Thailand. Die saudischen Behörden widersprechen nun den Darstellungen der jungen Frau.

Die 18-jährige Rahaf Mohammed al-Kunun hat international für Aufsehen gesorgt, nachdem sie vor ihrer Familie aus Saudi-Arabien geflohen ist und vom Flughafen aus Bangkok aus um internationale Hilfe gebeten hat. Sie gab an, nach der Landung in der thailändischen Hauptstadt von saudi-arabischen und kuwaitischen Botschaftsvertretern aufgehalten worden zu sein, die ihr den Pass abnahmen. 

Dieser Darstellung widerspricht das saudi-arabische Außenministerium nun in einer Erklärung, die über die Botschaft des Landes in Bangkok veröffentlicht wurde. Saudi-Arabien habe keine Mitarbeiter zum Flughafen geschickt und auch der Pass der jungen Frau sei nicht beschlagnahmt worden. Die Botschaft stehe aber im Kontakt mit dem Vater der jungen Frau, einem Regierungsmitarbeiter des Königreichs, um ihn über ihre Lage zu informieren.

Thailand beugt sich dem internationalen Druck 

Al-Kunun hat den Flughafen von Bangkok mittlerweile verlassen und befindet sich in Obhut von Mitarbeitern des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR an einem sicheren Ort in der thailändischen Hauptstadt. Sie wartet auf die Ausreise in einen Drittstaat. Laut UNHCR könne es Tage dauern, bis Bewegung in die Sache kommt. Eigentlich war al-Kunun auf dem Weg nach Australien, wo sie um Asyl bitten wollte. Sie gibt an, ein gültiges Visum zu besitzen. 

Nach ihrer Festsetzung sollte sie Thailand in Richtung Kuweit verlassen, um von dort zurück in ihre Heimat zu reisen. Aufgrund des internationalen Drucks entschied sich Thailand gegen eine Ausweisung. Binnen weniger Stunden hatte al-Kunun via Twitter Zehntausende Follower und bat unter anderem die deutschen Behörden erfolgreich um Unterstützung. Thailand zählt nicht zu den Unterzeichnern der UN-Flüchtlingskonvention. Für gewöhnlich werden Asylsuchende deshalb abgeschoben oder müssen Jahre warten, bevor sie in ein Drittland kommen.


Saudi-Arabien stand zuletzt unter massiver internationaler Kritik, nachdem der regimekritische Journalist Jamal Khashoggi in der Botschaft des Landes in Istanbul ermordet wurde. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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