• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Offenbar terroristisches Motiv - Pariser Messerattacke: Innenminister in der Kritik


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextLufthansa bringt Mega-Jumbo A380 zurĂŒckSymbolbild fĂŒr einen TextWaldbrand in Brandenburg außer KontrolleSymbolbild fĂŒr einen TextGelbe Giftwolke tötet zehn MenschenSymbolbild fĂŒr einen TextOligarchen-Jacht soll versteigert werdenSymbolbild fĂŒr einen TextHut-Panne bei Königin MĂĄximaSymbolbild fĂŒr einen TextUnterlegener Hertha-Kandidat sticheltSymbolbild fĂŒr einen TextARD-Serienstar wird ersetztSymbolbild fĂŒr ein VideoWimbledon: Deutscher verpasst SensationSymbolbild fĂŒr einen TextBushido-Familie leidet unter PolizeischutzSymbolbild fĂŒr ein VideoDorfbewohner stoppen RiesenkrokodilSymbolbild fĂŒr einen TextErster Wolf in Baden-WĂŒrttemberg entdecktSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserRoyal-Expertin sorgt sich um KateSymbolbild fĂŒr einen TextJetzt testen: Was fĂŒr ein Herrscher sind Sie?

Pariser Messerattacke: Innenminister in der Kritik

Von dpa
Aktualisiert am 06.10.2019Lesedauer: 3 Min.
Bei der Messerattacke in der Pariser PolizeiprĂ€fektur sind fĂŒnf Menschen getötet worden.
Bei der Messerattacke in der Pariser PolizeiprĂ€fektur sind fĂŒnf Menschen getötet worden. (Quelle: Kamil Zihnioglu/AP/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Paris (dpa) - Die Gefahr kam aus einer nie da gewesenen Richtung: Ein Polizeibeamter tötete innerhalb weniger Minuten vier seiner Kollegen, bevor er selbst erschossen wurde. Hinweise der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft deuten auf ein terroristisches Motiv hin. Nun wÀchst vor allem der Druck auf Innenminister Christophe Castaner. Es habe offensichtlich Schwachstellen bei der Erkennung der Radikalisierung des TatverdÀchtigen gegeben, rÀumte Castaner am Sonntag in einem Interview mit dem Fernsehsender TF1 ein.

Forderungen nach seinem RĂŒcktritt wies der Minister jedoch zurĂŒck. Castaner betonte, dass es in der Akte des 45 Jahre alten Polizeimitarbeiters keine Hinweise auf VerhaltensauffĂ€lligkeiten gegeben habe. Oppositionspolitiker hatten dem Innenminister zuvor vorgeworfen, kurz nach der Tat am Donnerstagnachmittag nicht die Wahrheit ĂŒber eine bekannte mögliche Radikalisierung des TatverdĂ€chtigen gesagt zu haben.

Castaner habe gelogen, sagte die republikanische EU-Politikerin Nadine Morano in einer GesprĂ€chsrunde im Sender BFMTV am Sonntag. Auch Politiker der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National um Marine Le Pen forderten den RĂŒcktritt Castaners. Dieser muss Berichten zufolge nun in der kommenden Woche vor einer Delegation des Parlaments Rede und Antwort stehen.

RĂŒckdeckung erhielt Castaner von Premierminister Édouard Philippe. Er vertraue Castaner, so Philippe. Im vergangenen Jahr habe es rund 300 000 SicherheitsĂŒberprĂŒfungen innerhalb des Polizeiapparats gegeben, sagte der Premier in einem Interview der Zeitung "Le Journal du Dimanche" - jedoch nur in 20 FĂ€llen habe es einen Anlass gegeben, um Polizisten von ihrer Position zu entbinden. NĂ€here Angaben zu den GrĂŒnden dafĂŒr machte Philippe nicht.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Erster Angriff mit neuer Waffe hat drastische Folgen


Der Chefermittler der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft, Jean-François Ricard, hatte am Samstag Details zu dem TatverdĂ€chtigen bekannt gegeben. Der Mann sei vor rund zehn Jahren zum Islam konvertiert. Außerdem habe der Angreifer Kontakt zu mutmaßlichen AnhĂ€ngern der salafistischen Bewegung, einer ultrakonservativen Strömung innerhalb des Islams, gehabt.

Der Mann habe vor der Tat im Polizeihauptquartier auf der Seine-Insel Île de la CitĂ© per Mobiltelefon ausschließlich religiöse Nachrichten mit seiner Ehefrau ausgetauscht. Diese tauche aber nicht in der Datei fĂŒr islamistische GefĂ€hrder auf. Unmittelbar vor der Tat habe der Mann zwei Messer gekauft. Seine Bluttat habe nur wenige Minuten gedauert.

Der Angreifer war nach Angaben des Chefermittlers mit extremer Gewalt vorgegangen - dies habe auch die Obduktion der Opfer gezeigt. Welche Rolle die 38 Jahre alte Ehefrau des TatverdĂ€chtigen spielte, war zunĂ€chst offen. Sie war bis Sonntagabend in Gewahrsam. Weitere rechtliche Schritte gegen sie wĂŒrden zunĂ€chst nicht eingeleitet, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

Der Angreifer hatte am Donnerstagnachmittag in der PolizeiprĂ€fektur vier seiner Kollegen getötet. Anschließend wurde er von einem Polizisten erschossen, der selbst erst wenige Tage im Einsatz war. "Die Ermittlungen werden nun fortgesetzt, um die GrĂŒnde fĂŒr diese Tat und die Persönlichkeit des TĂ€ters genauer zu bestimmen", kĂŒndigte der Chefermittler an.

Frankreich wird seit Jahren immer wieder von islamistischen Terrorattacken erschĂŒttert. Dabei sind bislang mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen. Beim Anschlag 2015 auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris und weiteren Angriffen starben 17 Menschen. Polizisten erschossen die drei islamistischen TĂ€ter.

Im November des selben Jahres töteten Extremisten bei einer Attentatserie in der französischen Hauptstadt 130 Menschen, unter anderem in der Konzerthalle Bataclan. Im Juli 2016 raste ein AttentÀter mit einem Lastwagen am französischen Nationalfeiertag in Nizza in eine Menschenmenge. Mindestens 86 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt.

Der jĂŒngste Vorfall ereignete sich erst vor wenigen Monaten: Ein 24-JĂ€hriger hatte in Lyon einen selbstgebauten Sprengsatz vor der Filiale einer BĂ€ckereikette in einer Einkaufsstraße der sĂŒdostfranzöschen Metropole platziert. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Auch Polizisten wurden immer wieder gezielt Opfer von AnschlĂ€gen. 2017 feuerte ein AttentĂ€ter in Paris auf einen Mannschaftswagen der Polizei. Ein Polizist kam dabei ums Leben.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Camilla Kohrs
Von Camilla Kohrs
EUMarine Le PenParisPolizei
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website