t-online - Nachrichten fΓΌr Deutschland
Such IconE-Mail IconMenΓΌ Icon

MenΓΌ Icont-online - Nachrichten fΓΌr Deutschland
Such Icon
HomePolitikAusland

Iran-Konflikt: USA verlegen weitere Soldaten nach Saudi-Arabien


USA verlegen weitere Soldaten nach Saudi-Arabien

Von dpa
Aktualisiert am 11.10.2019Lesedauer: 2 Min.
Schießübungen an Bord eines US-Zerstârers im Golf von Oman (Archiv).
Schießübungen an Bord eines US-Zerstârers im Golf von Oman (Archiv). Die Vereinigten Staaten schicken weitere Soldaten nach Saudi-Arabien. (Quelle: Jacob Milham/US Navy/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Washington (dpa) - Im Konflikt mit dem Iran schicken die USA zahlreiche weitere Soldaten nach Saudi-Arabien. Außerdem würden unter anderem zwei Patriot-Raketenabwehrsysteme und zwei Kampfjet-Geschwader zur Verteidigung des Landes dorthin verlegt, teilte das Pentagon mit.

Zusammen mit anderen Verlegungen innerhalb des vergangenen Monats handele es sich um eine TruppenverstΓ€rkung von insgesamt 3000 Soldaten in der Region. Seit den Angriffen auf Γ–l-Anlagen in Saudi-Arabien Mitte September sind die Spannungen zwischen den USA und dem Iran eskaliert.

Das Pentagon betonte am Freitag: "Die Vereinigten Staaten streben keinen Konflikt mit dem iranischen Regime an." Verteidigungsminister Mark Esper sagte bei einer anschließenden Pressekonferenz, Ziel sei, den Iranern eine Botschaft zu schicken: "Greift keine anderen souverÀnen Staaten an, bedroht keine amerikanischen Interessen oder amerikanische Truppen, sonst werden wir reagieren. Und ich habe immer wieder gesagt, verwechselt unsere Zurückhaltung nicht mit SchwÀche. Solltet Ihr das tun, werdet Ihr das bereuen."

Esper machte am Freitag erneut den Iran fΓΌr die Angriffe auf saudische Γ–l-Anlagen Mitte September verantwortlich. Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten sich dieser EinschΓ€tzung der USA angeschlossen. Der Iran dementiert weiterhin jede Verantwortung fΓΌr die Angriffe. Die von Teheran unterstΓΌtzten Huthi-Rebellen im Jemen hatten sich zu der der Tat bekannt. US-Außenminister Mike Pompeo hatte sie daraufhin der LΓΌge bezichtigt.

Erst vor rund zwei Wochen hatte das Pentagon mitgeteilt, 200 weitere Soldaten nach Saudi-Arabien zu verlegen. Zudem sollte das KΓΆnigreich unter anderem mit einem Raketenabwehrsystem und vier Radarsystemen ausgerΓΌstet werden. Das Ministerium teilte damals mit, es seien Vorbereitungen getroffen worden, bei Bedarf weitere KrΓ€fte und AusrΓΌstung zur VerfΓΌgung stellen zu kΓΆnnen. Sowohl die USA als auch der Iran haben wiederholt deutlich gemacht, sie wollten keinen Krieg.

Esper sagte am Freitag, als Reaktion auf iranische Provokationen hÀtten die USA seit Mai zusÀtzliche 14 000 Soldaten in die Region geschickt. Außerdem seien unter underem ein FlugzeugtrÀgerverband, B52-Kampfbomber und Drohnen in den Nahen Osten verlegt worden. Weitere Einheiten seien in Bereitschaft. Esper forderte besonders die EuropÀer auf, sich mit eigenen KrÀften den USA anzuschließen, um die StabilitÀt in der Region zu gewÀhrleisten.

Seit der einseitigen AufkΓΌndigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA vor gut einem Jahr haben die Spannungen zwischen Washington und Teheran immer weiter zugenommen. Die USA wollen den Iran mit harten Sanktionen und einer Politik des "maximalen Drucks" dazu bewegen, einem neuen Abkommen mit hΓ€rteren Auflagen zuzustimmen und die UnterstΓΌtzung von Terrorgruppen in der Region einzustellen. Die US-Sanktionen haben die wichtige Γ–l- und GasfΓΆrderung des Irans hart getroffen und eine Wirtschaftskrise ausgelΓΆst. Der Iran will sein Atomprogramm nun allerdings wieder hochfahren.

Die US-Sanktionen haben zur Folge, dass das VermΓΆgen sanktionierter Personen und Institutionen in den USA eingefroren wird und US-Firmen und Banken keine GeschΓ€fte mehr mit ihnen machen dΓΌrfen. Auch auslΓ€ndische Banken und Personen, die weiterhin mit ihnen GeschΓ€fte machten, kΓΆnnten nach US-Angaben mit Sanktionen belegt werden.

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten fΓΌr Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website