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Iran-Konflikt: USA verlegen weitere Soldaten nach Saudi-Arabien


USA verlegen weitere Soldaten nach Saudi-Arabien

Von dpa
Aktualisiert am 11.10.2019Lesedauer: 2 Min.
Schie├č├╝bungen an Bord eines US-Zerst├Ârers im Golf von Oman (Archiv).
Schie├č├╝bungen an Bord eines US-Zerst├Ârers im Golf von Oman (Archiv). Die Vereinigten Staaten schicken weitere Soldaten nach Saudi-Arabien. (Quelle: Jacob Milham/US Navy/dpa./dpa)
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Washington (dpa) - Im Konflikt mit dem Iran schicken die USA zahlreiche weitere Soldaten nach Saudi-Arabien. Au├čerdem w├╝rden unter anderem zwei Patriot-Raketenabwehrsysteme und zwei Kampfjet-Geschwader zur Verteidigung des Landes dorthin verlegt, teilte das Pentagon mit.

Zusammen mit anderen Verlegungen innerhalb des vergangenen Monats handele es sich um eine Truppenverst├Ąrkung von insgesamt 3000 Soldaten in der Region. Seit den Angriffen auf ├ľl-Anlagen in Saudi-Arabien Mitte September sind die Spannungen zwischen den USA und dem Iran eskaliert.

Das Pentagon betonte am Freitag: "Die Vereinigten Staaten streben keinen Konflikt mit dem iranischen Regime an." Verteidigungsminister Mark Esper sagte bei einer anschlie├čenden Pressekonferenz, Ziel sei, den Iranern eine Botschaft zu schicken: "Greift keine anderen souver├Ąnen Staaten an, bedroht keine amerikanischen Interessen oder amerikanische Truppen, sonst werden wir reagieren. Und ich habe immer wieder gesagt, verwechselt unsere Zur├╝ckhaltung nicht mit Schw├Ąche. Solltet Ihr das tun, werdet Ihr das bereuen."

Esper machte am Freitag erneut den Iran f├╝r die Angriffe auf saudische ├ľl-Anlagen Mitte September verantwortlich. Deutschland, Frankreich und Gro├čbritannien hatten sich dieser Einsch├Ątzung der USA angeschlossen. Der Iran dementiert weiterhin jede Verantwortung f├╝r die Angriffe. Die von Teheran unterst├╝tzten Huthi-Rebellen im Jemen hatten sich zu der der Tat bekannt. US-Au├čenminister Mike Pompeo hatte sie daraufhin der L├╝ge bezichtigt.

Erst vor rund zwei Wochen hatte das Pentagon mitgeteilt, 200 weitere Soldaten nach Saudi-Arabien zu verlegen. Zudem sollte das K├Ânigreich unter anderem mit einem Raketenabwehrsystem und vier Radarsystemen ausger├╝stet werden. Das Ministerium teilte damals mit, es seien Vorbereitungen getroffen worden, bei Bedarf weitere Kr├Ąfte und Ausr├╝stung zur Verf├╝gung stellen zu k├Ânnen. Sowohl die USA als auch der Iran haben wiederholt deutlich gemacht, sie wollten keinen Krieg.

Esper sagte am Freitag, als Reaktion auf iranische Provokationen h├Ątten die USA seit Mai zus├Ątzliche 14 000 Soldaten in die Region geschickt. Au├čerdem seien unter underem ein Flugzeugtr├Ągerverband, B52-Kampfbomber und Drohnen in den Nahen Osten verlegt worden. Weitere Einheiten seien in Bereitschaft. Esper forderte besonders die Europ├Ąer auf, sich mit eigenen Kr├Ąften den USA anzuschlie├čen, um die Stabilit├Ąt in der Region zu gew├Ąhrleisten.

Seit der einseitigen Aufk├╝ndigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA vor gut einem Jahr haben die Spannungen zwischen Washington und Teheran immer weiter zugenommen. Die USA wollen den Iran mit harten Sanktionen und einer Politik des "maximalen Drucks" dazu bewegen, einem neuen Abkommen mit h├Ąrteren Auflagen zuzustimmen und die Unterst├╝tzung von Terrorgruppen in der Region einzustellen. Die US-Sanktionen haben die wichtige ├ľl- und Gasf├Ârderung des Irans hart getroffen und eine Wirtschaftskrise ausgel├Âst. Der Iran will sein Atomprogramm nun allerdings wieder hochfahren.

Die US-Sanktionen haben zur Folge, dass das Verm├Âgen sanktionierter Personen und Institutionen in den USA eingefroren wird und US-Firmen und Banken keine Gesch├Ąfte mehr mit ihnen machen d├╝rfen. Auch ausl├Ąndische Banken und Personen, die weiterhin mit ihnen Gesch├Ąfte machten, k├Ânnten nach US-Angaben mit Sanktionen belegt werden.

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