Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePolitikAusland

88 Migranten gehen von Bord: "Alan Kurdi" in italienischem Hafen eingetroffen


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextÄlteste DNA der Welt entdecktSymbolbild für einen TextBericht: Stromnetzbetreiber warnt KundenSymbolbild für einen TextPrinzessin überrascht mit AnkündigungSymbolbild für einen Text"Promi Big Brother": Dieser Star gewinntSymbolbild für einen TextBericht: Geheimpapiere in Trumps LagerSymbolbild für einen TextPutin: Gefahr eines Atomkriegs wächstSymbolbild für einen TextNach 20 Jahren: Ehe-Aus bei HollywoodstarSymbolbild für einen TextKind auf Baustelle sexuell missbrauchtSymbolbild für einen TextFan-Petition für entlassenen TrainerSymbolbild für ein VideoKoffer-Eklat an FlughafenSymbolbild für einen TextFrau rast in 30er-Zone – schwerer CrashSymbolbild für einen Watson TeaserRTL überrascht mit Programm-ÄnderungSymbolbild für einen TextAnzeige: Jahres-LOS kaufen und Einzel-LOS gratis dazu sichern
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

"Alan Kurdi" in italienischem Hafen eingetroffen

Von dpa
Aktualisiert am 03.11.2019Lesedauer: 2 Min.
Migranten und Besatzungsmitglieder stehen an Deck des deutschen Rettungsschiffs "Alan Kurdi".
Migranten und Besatzungsmitglieder stehen an Deck des deutschen Rettungsschiffs "Alan Kurdi". (Quelle: Renato Ingenito/ANSA/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Rom/Tarent (dpa) - Rund eine Woche nach einem riskanten Einsatz vor der Küste Libyens ist das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" mit 88 Migranten an Bord in Tarent (Taranto) in Süditalien eingetroffen.

Die Geretteten seien von den italienischen Behörden einzeln erstversorgt und registriert worden, sagte der Sprecher der Organisation Sea-Eye, Gorden Isler, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind überglücklich, Kapitänin Bärbel Beuse, die Crew und die Geretteten endlich in Sicherheit zu wissen", twitterte die Organisation. Das UN-Flüchtlingshilfswerk warnte indes, vermutlich stürben viel mehr Menschen auf dem Weg zum Mittelmeer als bei der Überfahrt selbst.

"Es geht glücklicherweise allen gut. Sie hatten ein großes Lächeln im Gesicht", sagte die örtliche Sozialstadträtin Gabriella Ficocelli in Tarent. An Bord seien auch fünf unbegleitete Kinder und eine Frau gewesen. Einer der Geretteten kniete nach der Ausschiffung an Land nieder und küsste den Boden, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Nach Angaben von Ansa wollen Deutschland und Frankreich 60 Migranten der "Alan Kurdi" aufnehmen, Portugal 5 und Irland 2. Die restlichen 21 blieben in Italien. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos dankte den Ländern dafür auf Twitter.

In Sizilien gingen am Sonntag zudem rund 150 Migranten an Land, die vor Libyen vom italienischen Frachter "Asso Trenta" aufgenommen worden waren.

Das italienische Innenministerium hatte der "Alan Kurdi" erst am Freitag die Erlaubnis erteilt, in Tarent anzulegen.Nach rund einer Woche auf dem Mittelmeerwar die Crew in italienische Hoheitsgewässer eingefahren. Sea-Eye hatte dies mit dem schlechten Wetter begründet.

"Wir sind froh, dass diese schwierige Seeblockade endlich beendet worden ist", sagte Isler. "Sowohl Crew als auch Gerettete waren vor gut einer Woche Opfer eines schweren bewaffneten Überfalls durch eine libysche Miliz", ergänzte er. Das Schiff hatte die Migranten am 26. Oktober vor der Küste Libyens aufgenommen. Die Besatzung war Sea Eye zufolge bei der Rettung von einer libyschen Miliz auf See bedroht worden, Maskierte hätten Warnschüsse in die Luft und ins Wasser abgegeben.

Die "Alan Kurdi" werde nun den nächsten Einsatz vorbereiten, sagte Isler. Dafür sei mindestens eine Woche Pause notwendig, denn die Crew müsse ausgetauscht werden. Mit rechtlichen Konsequenzen wegen des Einfahrens in italienische Gewässer rechne die Organisation nicht, denn sie habe nicht illegal gehandelt. "Das war ein juristisch einwandfreies Verhalten", sagte er mit Verweis auf das Seerecht. Dieses erlaube Seeschiffen die freie und friedliche Durchfahrt durch Gewässer von Küstenstaaten. Dies sei erst durch den damaligen Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini infrage gestellt worden.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht davon aus, dass vermutlich mindestens doppelt so viele Menschen auf dem Weg zum Mittelmeer sterben wie bei der Überfahrt auf See. Das sagte Vincent Cochetel, UNHCR-Beauftragter für die Situation der Flüchtlinge auf der zentralen Mittelmeerroute, der "Welt am Sonntag". Die Internationale Organisation für Migration (IOM) nennt als Haupttodesursachen auf den Landrouten für 2018 Verkehrsunglücke, gefolgt von Verdursten, Gewalttaten, Verhungern und Krankheiten, wie die Zeitung schrieb.

Im Oktober hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk mitgeteilt, dass bei der Flucht über das Mittelmeer in diesem Jahr bereits mehr als 1000 Menschen ertrunken seien. 2018 hatte das UNHCR 2277 Tote und Vermisste gezählt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Warum Frauen mehr leiden als Männer
  • Sonja Eichert
Von Sonja Eichert
Von Patrick Diekmann
Deutsche Presse-AgenturDeutschlandEUFrankreichIrlandItalienLibyenMittelmeerPortugalRom

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website