Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Bolivien: Justiz erlässt Haftbefehl gegen Ex-Präsidenten Evo Morales

Ex-Präsident im Exil  

Boliviens Justiz erlässt Haftbefehl gegen Evo Morales

19.12.2019, 08:40 Uhr | AFP

Haftbefehl gegen Evo Morales

Die bolivianische Justiz hat Haftbefehl gegen den aus dem Land geflüchteten früheren Staatschef Evo Morales erlassen. (Quelle: Reuters)

Evo Morales: Die bolivianische Justiz hat einen Haftbefehl gegen den früheren Staatschef erlassen. (Quelle: Reuters)


Evo Morales soll die Präsidentschaftswahl in Bolivien manipuliert haben, nach schweren Unruhen flüchtete der Staatschef ins Ausland. In seiner Heimat droht ihm jetzt ein Prozess, doch der 60-Jährige wehrt sich.

Die bolivianische Justiz hat Haftbefehl gegen den aus dem Land geflüchteten früheren Staatschef Evo Morales erlassen. Morales solle wegen der Vorwürfe des Terrorismus und des Aufruhrs aufgegriffen und der Staatsanwaltschaft in La Paz übergeben werden, heißt es in dem Dokument vom Mittwoch (Ortszeit).

Morales bezeichnete den Haftbefehl auf Twitter als "illegal, unfair und verfassungswidrig". Er beteuerte, er sei deswegen nicht besorgt. Er wolle seinen "politischen und weltanschaulichen Kampf für ein freies und souveränes Bolivien" fortsetzen. Der 60-Jährige hält sich seit einigen Tagen in Argentinien auf.

Evo Morales regierte Bolivien 14 Jahre lang

Morales war Anfang November unter dem Druck wochenlanger Proteste gegen die von Manipulationsvorwürfen überschattete jüngste Präsidentschaftswahl zurückgetreten. Er flüchtete zunächst ins Exil nach Mexiko. Dort verbrachte Morales fast einen Monat, reiste dann nach Kuba weiter und traf schließlich in Argentinien ein. Der neue linksgerichtete Präsident von Argentinien, Alberto Fernández, betrachtet Morales als Opfer eines Staatsstreichs.

Seit Morales' Rücktritt gab es immer wieder gewaltsame Proteste der Anhänger des Ex-Staatschefs, der 14 Jahre lang als erster indigener Präsident an der Spitze des südamerikanischen Landes stand. Dutzende Menschen wurden bei den Unruhen getötet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal