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Staatsanwaltschaft prüft Polizeigewalt bei Anti-Putin-Protesten

Nach Anti-Putin-Protesten  

Staatsanwaltschaft in Sankt Petersburg prüft Polizeigewalt

24.01.2021, 12:04 Uhr | AFP

Staatsanwaltschaft prüft Polizeigewalt bei Anti-Putin-Protesten. Moskau: Allein in der russischen Hauptstadt nahm die Polizei 1320 Menschen fest. (Quelle: imago images)

Moskau: Allein in der russischen Hauptstadt nahm die Polizei 1320 Menschen fest. (Quelle: imago images)

Der inhaftierte Putin-Gegner Nawalny hatte zu Protesten in ganz Russland aufgerufen. Dabei wurden mehr als 3.300 Menschen festgenommen. Die Staatsanwalt prüft jetzt Hinweise auf Polizeigewalt.

Bei den landesweiten Protesten von Anhängern des inhaftierten Oppositionspolitikers Alexej Nawalny in Russland am Samstag sind laut einer Bilanz von Bürgerrechtlern mehr als 3.300 Menschen festgenommen worden. Allein in der Hauptstadt Moskau habe es 1.320 Festnahmen gegeben, teilte die Organisation OWD Info am Sonntag mit. Die Staatsanwaltschaft in Sankt Petersburg prüft nach eigenen Angaben Hinweise auf Polizeigewalt nach den Protesten.

Proteste in Wladiwostok: Die Polizei führte bereits am Morgen die ersten Demonstranten ab.  (Quelle: imago images/ ITAR-TASS/Dmitry Yefremov)Proteste in Wladiwostok: Die Polizei führte bereits am Morgen die ersten Demonstranten ab. (Quelle: ITAR-TASS/Dmitry Yefremov/imago images)

Landesweit seien mindestens 3.324 Menschen von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, teilte OWD Info mit. Dies entspricht der höchsten Zahl an Festnahmen im Zuge regierungskritischer Demonstrationen in der jüngeren Geschichte Russlands. Die Demonstrationen richteten sich gegen Staatschef Wladimir Putin und die Inhaftierung seines prominentesten Kritikers Nawalny. Vorübergehend festgenommen war in Moskau auch Nawalnys Frau Julia Nawalnaja.

Proteste in mehr als hundert russischen Städten

Insgesamt hatten sich Menschen in mehr als hundert russischen Städten an den Protesten beteiligt, zu denen Nawalny aufgerufen hatte. Mehrere Demonstranten wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft von Sankt Petersburg, wo laut OWD Info 490 Menschen festgenommen waren, erklärte am Samstag, sie gehe Hinweisen zu Polizeigewalt bei der Kundgebung nach.

Hintergrund ist ein in örtlichen Medien veröffentlichtes Video, das eine Protest-Teilnehmerin mittleren Alters zeigt, die von einem Polizisten in den Bauch getreten wird und daraufhin zu Boden fällt. Nach Angaben eines Krankenhausvertreters erlitt die Frau bei dem Vorfall Kopfverletzungen und befindet sich auf der Intensivstation. "Ihr Zustand ist ernst", sagte der Krankenhausvertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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