Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Im Video: Riesiges Manöver in Russland beunruhigt Nato

200.000 Soldaten, 300 Panzer  

Im Video: Riesiges Manöver in Russland beunruhigt Nato

10.09.2021, 18:21 Uhr | dpa

Russland und Belarus halten gemeinsame Militärübung ab

Die Beteiligung von Minsk könnte laut Analysten die enger werdende Beziehung zu Moskau unterstreichen. Mehr als 200.000 Menschen und fast 300 Panzer waren an einer Militärübung beteiligt. (Quelle: Reuters)

Eine gemeinsame Militärübung von Russland und Belarus alarmiert Nato-Vertreter. (Quelle: Reuters)


Mehr als 200.000 Menschen und fast 300 Panzer sind derzeit an einer Militärübung beteiligt. Nato-Generalsekretär äußerte Kritik an der Größe des Manövers von Russland und Belarus.

Begleitet von Kritik der Nato haben Belarus und Russland ihr großes Militärmanöver "Sapad" (Westen) begonnen. Beteiligt sind auf insgesamt 14 Truppenübungsplätzen bis zu 200.000 Menschen und Hunderte Einheiten Kampftechnik, darunter fast 300 Panzer, 80 Flugzeuge und Hubschrauber sowie 15 Schiffe, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. Die Übung, die alle zwei Jahre angesetzt wird, dauert bis zum 16. September.

Das riesige Militärmanöver, das Nato-Vertreter derzeit beunruhigt, sehen Sie hier im Video oder oben im Artikel.

Experten wie der Politikwissenschaftler Siarhei Bohdan vom geschichtswissenschaftlichen Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin sprechen von einem beispiellosen Ausmaß des Manövers. "Die Manöver, auf die Minsk früher Einfluss hatte, verwandeln sich nun in eine Leinwand für eine riesige russische Militär-Show", sagte Bohdan der "Deutschen Welle".

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg rief Russland zur Transparenz auf. Die Zahl der Teilnehmer bei Manövern sei in der Vergangenheit größer als angekündigt gewesen. "Also werden wir wachsam sein", sagte er. Die Nato in Brüssel kritisierte, Russland habe seit Ende des Kalten Krieges nicht eine Übung gemäß internationaler Vereinbarungen für Beobachtungen geöffnet. Bei einer Teilnahme von mehr als 13.000 Soldaten seien solche Beobachtungen verpflichtend, hieß es.

Westen nicht in Position der Stärke

Das Manöver sei zwar nicht gegen irgendjemanden gerichtet, sagte der russische Präsident Wladimir Putin bereits am Vorabend bei einem Treffen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko im Kreml. "Aber die Durchführung ist logisch unter Bedingungen, da andere Vereinigungen wie die Nato ihre Präsenz an den Grenzen des Unionsstaates aktivieren", sagte Putin. Der Kremlchef und Lukaschenko hatten über die weitere Entwicklung eines Staatenbundes zwischen Russland und Belarus gesprochen.

Das Manöver sei ein Signal an den Westen, dass er nicht mit Minsk und Moskau aus einer Position der Stärke reden könne, sagte der Chef des Generalstabs der Streitkräfte von Belarus, Viktor Gulewitsch, zum Start der Übung. Belarus hat lange EU-Grenzen mit Polen und dem Baltikum.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: