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Taliban schlie├čen M├Ądchen weiter von Sekundarschule aus

Von dpa
Aktualisiert am 23.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Afghanische Sch├╝lerinnen im M├Ąrz 2021 - bevor die Taliban wieder die Macht im Land ├╝bernommen haben.
Afghanische Sch├╝lerinnen im M├Ąrz 2021 - bevor die Taliban wieder die Macht im Land ├╝bernommen haben. (Quelle: XinHua/dpa)
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Kabul (dpa) - Entgegen ihrer Zusage haben die militant-islamistischen Taliban M├Ądchen in Afghanistan den Besuch weiterf├╝hrender Schulen verwehrt.

Bis auf Weiteres bleibe Sch├╝lerinnen ab der 7. Klasse die Teilnahme am Unterricht untersagt, teilte das Bildungsministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur Bachtar mit. Zun├Ąchst solle f├╝r M├Ądchen eine Schuluniform entworfen werden, die sich nach den Werten der islamischen Scharia sowie der afghanischen Kultur und Tradition richte. Im Land selbst und international wurde Kritik laut.

Die Taliban hatten zuvor angek├╝ndigt, unter Auflagen d├╝rften mit Beginn des neuen Schuljahres am Mittwoch auch M├Ądchen weiterf├╝hrender Schulen ab der 7. Klasse wieder am Unterricht teilnehmen. F├╝r die R├╝ckkehr von Sch├╝lerinnen ab zw├Âlf Jahren und Lehrerinnen m├╝ssten allerdings bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu geh├Âre, dass M├Ądchen den islamischen Hidschab tragen und in separaten Geb├Ąuden von weiblichen Lehrkr├Ąften unterrichtet werden m├╝ssten.

Sch├╝lerinnen sehr entt├Ąuscht

Viele Sch├╝lerinnen reagierten entt├Ąuscht und traurig, als sie nun abgewiesen wurden. "Wir sind auch Menschen, warum sollen wir nicht in die Schule gehen d├╝rfen? Was ist unsere Schuld? Die Tr├Ąnen, die ich vergie├če, sind wie das Blut meines blutenden Herzens", sagte eine Sch├╝lerin weinend dem lokalen TV-Sender ToloNews. "Ich habe bis zwei Uhr morgens nicht geschlafen, weil ich mich auf diesen Tag vorbereitet hatte. Als wir die Nachricht h├Ârten, haben alle Sch├╝lerinnen geweint. Wir sind sehr entt├Ąuscht", so eine andere.

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Die Vereinten Nationen teilten mit, UN-Generalsekret├Ąr Ant├│nio Guterres sei "tief entt├Ąuscht" angesichts der Entscheidung, die ├Ąu├čerst sch├Ądlich f├╝r Afghanistan sei. "Die Verweigerung von Bildung verletzt nicht nur das gleiche Recht von Frauen und M├Ądchen auf Bildung, sondern gef├Ąhrdet angesichts der enormen Beitr├Ąge afghanischer Frauen und M├Ądchen auch die Zukunft des Landes."

In sozialen Medien ├Ąu├čerten einige die Meinung, die Taliban benutzten die Frage des Schulbesuchs als Druckmittel, um internationale Anerkennung zu erreichen. Ein fr├╝herer Regierungsberater meinte, der kurzfristige R├╝ckzieher zeige einen Bruch in der F├╝hrungsriege der Islamisten. Westliche L├Ąnder machen eine Anerkennung der Taliban-Regierung unter anderem von Fortschritten bei Frauenrechten abh├Ąngig.

Die UN-Mission in Afghanistan (Unama) verurteilte auf Twitter die Entscheidung der Taliban. Auch Amnesty International kritisierte den R├╝ckzieher und ├Ąu├čerte sich zutiefst besorgt ├╝ber die Nachricht. "Die derzeit von den Taliban verfolgte Politik ist diskriminierend, ungerecht und verst├Â├čt gegen das V├Âlkerrecht", twitterte die Menschenrechtsorganisation.

Nach dem Abzug der USA und ihrer Verb├╝ndeten und der Macht├╝bernahme der Taliban vor rund sieben Monaten war in den allermeisten Provinzen nur Unterricht von Sch├╝lerinnen bis zur sechsten Klasse erlaubt worden. An Universit├Ąten finden Seminare nun nach Geschlechtern getrennt statt. Getrennte Schulklassen gab es auch schon fr├╝her.

Seit ihrer R├╝ckkehr an die Macht haben die Taliban immer strengere Vorschriften f├╝r das ├Âffentliche Leben erlassen. So sollen Frauen ohne m├Ąnnliche Begleitperson nicht weiter als 45 Meilen (etwa 72 Kilometer) reisen d├╝rfen. Frauen k├Ânnen in vielen F├Ąllen nicht mehr zur├╝ck an ihre Arbeitspl├Ątze. Viele flohen seit der Macht├╝bernahme der Islamisten aus dem Land.

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