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"Welt" engagiert Owsjannikowa – Ukrainer empört

Von t-online, mk

Aktualisiert am 12.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Marina Owsyannikowa: "Ist sie eine fähige Journalistin? Ich habe Zweifel".
Marina Owsjannikowa: "Ist sie eine fähige Journalistin? Ich habe Zweifel." (Quelle: Reuters-bilder)
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Sie protestierte im russischen Staatsfernsehen gegen den Krieg in der Ukraine, jetzt hat der Springer-Konzern Marina Owsjannikowa engagiert. Doch viele Ukrainer sind verärgert über die Entscheidung.

Ihre Protestaktion gegen den Ukraine-Krieg im russischen Fernsehen hat Marina Owsjannikowa viel Respekt eingebracht – und einen neuen Job. Die Journalistin soll ab sofort als freie Korrespondentin für die "Welt" aus Russland und der Ukraine berichten. Darüber ärgern sich jedoch viele Ukrainer.

"Eine Redakteurin, die jahrelang russische Propaganda gemacht hat, wird jetzt für eine deutsche Zeitung aus Russland und der Ukraine berichten", beklagt der ukrainische Journalist Ostap Yarysh auf Twitter. "Nach ihrem 'Protest' tritt Owsjannikowa regelmäßig in westlichen Talkshows auf und fordert das Ende der Sanktionen gegen Russland."

"Ist das euer Ernst?"

Auch die ukrainische Journalistin Olga Tokariuk wundert sich über die Personalentscheidung der "Welt": "Ist sie eine fähige Journalistin? Ich habe Zweifel: In den russischen Staatsmedien gibt es keinen Journalismus. Sie hat jahrelang dort gearbeitet und hatte keine Probleme mit Propaganda gegen die Ukraine."

Ähnlich äußert sich die Aktivistin Oleksandra Matviichuk: "Ist das euer Ernst? Nachdem sie jahrelang für die russische Militärmaschine gearbeitet hat? Sind das die Fähigkeiten, die man für diese Stelle braucht?"

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Noch weiter geht die Journalistin Darka Hirna. Sie fragt auf Twitter: "Man kann also acht Jahre lang Millionen Menschen mit Desinformation manipulieren und dann mit einem Anti-Kriegsposter zur respektierten Journalistin in Deutschland werden?" Der Politikwissenschaftler Anton Shekhovtsov schreibt von einer "schweren Beleidigung für die Ukraine und alle Journalisten, die von den russischen Invasoren getötet wurden".

"Stattdessen bekommt die ehemalige Propagandistin den Job"

Ein ebenfalls weit verbreitetes Sentiment bringt die russische Journalistin Farida Rustamova zum Ausdruck: "Dutzende hoch qualifizierte russische unabhängige Journalisten versuchen seit Jahren, Arbeit in Europa zu finden, besonders jetzt", schreibt sie auf Twitter. "Stattdessen bekommt die ehemalige Propagandistin den Job – bei allem Respekt vor ihrer Tat."

Owsjannikowa war am 14. März während der Nachrichtensendung "Wremja" des Senders Perwy Kanal hinter der Nachrichtensprecherin aufgetaucht. Owsjannikowa, die selbst als Redakteurin für den Sender arbeitete, hielt ein Schild mit der Aufschrift "Stoppt den Krieg. Glaubt der Propaganda nicht. Hier werdet ihr belogen" in die Kamera. Sie rief außerdem "Stoppt den Krieg!", bevor die Liveübertragung abbrach.

Gegen die frühere Mitarbeiterin des Ersten Kanals läuft wegen ihrer Protestaktion derzeit ein Verfahren an einem Moskauer Bezirksgericht (Mehr dazu lesen Sie hier). Mitte März war Owsjannikowa in Moskau bereits zu einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Rubel (226 Euro) verurteilt worden. Befürchtet worden war zunächst, dass ihr eine deutlich härtere Strafe drohen könnte. Die 43-Jährige hält sich weiterhin in Russland auf.

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