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Rheinmetall kann in drei Wochen erste Marder-Panzer liefern

Von dpa, aj

Aktualisiert am 10.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Sch├╝tzenpanzer vom Typ Marder (Symbolbild): Rheinmetall k├Ânnte binnen drei Wochen liefern.
Sch├╝tzenpanzer vom Typ Marder (Symbolbild): Rheinmetall k├Ânnte binnen drei Wochen liefern. (Quelle: imago-images-bilder)
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Die Marder stehen im Zentrum einer Diskussion rund um die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Rheinmetall-Chef Papperger best├Ątigt: Wir stehen bereit, um schnell Sch├╝tzenpanzer zu liefern.

Der D├╝sseldorfer R├╝stungskonzern Rheinmetall kann bald die ersten instandgesetzten Panzer vom Typ Marder liefern. "Wir k├Ânnten zum Beispiel mittelfristig insgesamt 100 Marder zur Verf├╝gung stellen, die ersten w├Ąren in drei Wochen fertig", sagte der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger der "S├╝ddeutschen Zeitung". "Wir warten auf die endg├╝ltige Entscheidung der Regierung. Aber es gibt derzeit gen├╝gend L├Ąnder, die diese Fahrzeuge haben wollen, nicht nur die Ukraine."

Der gr├Â├čte deutsche R├╝stungskonzern, verf├╝gt ├╝ber gro├če Best├Ąnde von gebrauchten Panzern, etwa vom Typ Marder und Leopard 1, die nun angesichts des Kriegs in der Ukraine wieder aufbereitet werden.

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"Vor vier Wochen haben wir bereits damit begonnen, obwohl es noch keinen konkreten Auftrag gibt. Wir machen das also auf eigenes Risiko", sagte Papperger, der in den vergangenen Wochen bereits in zahlreichen Interviews die Werbetrommel f├╝r den R├╝stungskonzern ger├╝hrt hat.

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Die Marder stehen im Zentrum einer Diskussion rund um die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Der Bundestag hatte die Lieferung auch schwerer Waffen an die Ukraine Ende April genehmigt. Allerdings h├Ąlt sich die Bundesregierung mit Angaben zu einzelnen Waffentypen wie zum Beispiel Leopard-Kampfpanzern oder Marder-Sch├╝tzenpanzern bedeckt. Deutschland zog unter anderem einen Ringtausch in Betracht, wobei die Sch├╝tzenpanzer an Slowenien geliefert werden, das im Gegenzug Panzer an die Ukraine abgeben soll.

Konzernchef Armin Papperger: Rheinmetall kann schnell Panzer liefern.
Konzernchef Armin Papperger: Rheinmetall kann schnell Panzer liefern. (Quelle: Marius Becker/dpa-bilder)

R├╝stungskonzern erwartet deutliches Wachstum

Zum 100-Milliarden-Euro-Programm der Bundesregierung zur Ert├╝chtigung der Bundeswehr sagte Papperger: "Das ist nat├╝rlich nur ein Anfang. Wichtig ist, dass dauerhaft investiert wird und die zwei-Prozent Marke ÔÇô immerhin ein gemeinsames Nato-Ziel ÔÇô eingehalten wird." Dann k├Ânne "in den kommenden f├╝nf bis sieben Jahren" die Bundeswehr in einen Zustand gebracht werden, "den wir brauchen". Derzeit habe die Bundeswehr "von allem zu wenig".

Papperger k├╝ndigte auch deutliches Wachstum an. "Ich bin der festen ├ťberzeugung, dass Rheinmetall in den n├Ąchsten Jahren beim Umsatz zweistellige Milliardenbetr├Ąge im Jahr erwirtschaften kann", sagte er. Derzeit sind es knapp sechs Milliarden Euro.

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Auf die Frage der "SZ", ob man mit Krieg Geld verdienen d├╝rfe, gab Papperger zur Antwort, es sei notwendig, Verdeidigungsmaterial zu produzieren.

"Das sehen Sie ja jetzt. Eine Nation, die nicht wehrhaft ist, ist verloren. Wir m├╝ssen Deutschland und Europa wieder wehrhaft machen, sodass wir unsere Demokratie und unsere Sicherheit sch├╝tzen k├Ânnen."

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