• Home
  • Politik
  • Ukraine
  • Olaf Scholz bei RTL: "Was, wenn Herr Putin mal richtig ausflippt?"


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextOlympische Kernsportart vor dem AusSymbolbild f├╝r einen TextPolizist bei Drogeneinsatz schwer verletztSymbolbild f├╝r einen TextGiffey f├Ąllt auf falschen Klitschko reinSymbolbild f├╝r einen TextAuto rast durch H├╝tte mit FeierndenSymbolbild f├╝r ein VideoRiesige Wasserhose rast auf Urlaubsort zuSymbolbild f├╝r einen TextPolizist schie├čt 25-J├Ąhrigem in den BauchSymbolbild f├╝r ein VideoSchweigh├Âfer spricht ├╝ber seine BeziehungSymbolbild f├╝r einen TextTouristin: "Grausame" Behandlung auf MaltaSymbolbild f├╝r einen TextTiefe Einblicke beim FilmpreisSymbolbild f├╝r einen TextNiederl├Ąndische Royals in SommerlooksSymbolbild f├╝r einen TextBetrunkene aus Flugzeug geworfenSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserDFB-Spielerin offen ├╝ber KrebserkrankungSymbolbild f├╝r einen TextPer Zug durch Deutschland - jetzt spielen

"Was, wenn Herr Putin mal richtig ausflippt?"

Von Nina Jerzy

Aktualisiert am 17.05.2022Lesedauer: 5 Min.
"RTL Direkt Spezial" mit Olaf Scholz: Der Bundeskanzler sprach im TV mit B├╝rgerinnen und B├╝rgern.
"RTL Direkt Spezial" mit Olaf Scholz: Der Bundeskanzler sprach im TV mit B├╝rgerinnen und B├╝rgern. (Quelle: Andreas Friese/RTL/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Der Bundeskanzler warnt vor einer weiteren Eskalation im Ukraine-Krieg. Im RTL-Spezial stellt Olaf Scholz aber auch klar: F├╝r Putin gibt es nur einen Ausweg ÔÇô den R├╝ckzug. Aber kommt die Botschaft im Kreml an?

"Was ist denn, wenn Herr Putin da mal richtig ausflippt?" Es war dem Stahlarbeiter Chris R├╝cker in der RTL-Fragerunde mit Olaf Scholz nicht wohl bei dem Gedanken, weiterhin schwere Waffen an die Ukraine zu liefern und damit die Nuklearmacht Russland wom├Âglich zu provozieren.

"Wir m├╝ssen uns Sorgen machen, dass es eine Eskalation des Krieges gibt", r├Ąumte der Bundeskanzler ein. "Aber das darf uns ja nicht l├Ąhmen." Der SPD-Politiker fiel in der 80-min├╝tigen Sondersendung von "RTL Direkt" am Montagabend zwar immer mal wieder in seinen Ungef├Ąhr-Sprech zur├╝ck (Stichwort: "Sachen"). Bei der Solidarit├Ąt mit der Ukraine aber demonstrierte der Regierungschef Kompromisslosigkeit gegen├╝ber dem Kreml.

"F├╝r mich ist ganz klar, dass es f├╝r Russland nur einen Ausweg aus dieser Situation gibt, wenn es sich mit der Ukraine verst├Ąndigt", unterstrich Scholz. Und das bedeutet f├╝r ihn: Putin muss den R├╝ckzug antreten.

Olaf Scholz: Dem Kanzler ist am Montagabend eine Sondersendung des Fernsehsenders RTL gewidmet.
Olaf Scholz: Dem Kanzler ist am Montagabend eine Sondersendung des Fernsehsenders RTL gewidmet. (Quelle: Hannibal Hanschke/Reuters-bilder)
ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Tr├Ąger von Putins Atomkoffer soll niedergeschossen worden sein
Vadim Zimin (r.) bei der ├ťberreichung des Atomkoffers an Waldimir Putin (l.) 1999: Zimin soll zuletzt wegen Korruptionsvorw├╝rfen unter Hausarrest gestanden haben.


"Ja, wir waren naiv", r├Ąumte der Kanzler mit Blick auf die deutsche Abh├Ąngigkeit von russischem Gas und ├ľl ein. Eine stillschweigende Akzeptanz russischer Aggression wie nach der Krim-Annexion soll es von deutscher Seite aus nicht mehr geben, lie├č Scholz durchblicken.

"Eine Verst├Ąndigung wird nicht m├Âglich sein, mit einem Diktatfrieden. Wo einfach gesagt wird: Ich habe mir jetzt ein St├╝ck vom Territorium genommen. Hier, unterschreibt, dass ihr damit einverstanden seid. Das wird nicht funktionieren", stellte der Sozialdemokrat klar.

Dasselbe gelte f├╝r stillschweigende neue Grenzziehungen. "Und dann warten alle ab, bis alles wieder normal wird", sagte Scholz und meinte damit wom├Âglich auch seine eigene Partei. Er betonte: "Es ist unvermeidbar, das ist die klare Botschaft, dass es eine Verst├Ąndigung mit der Ukraine gibt. Und darum wird der russische Pr├Ąsident und Russland nicht drumherum kommen."

Scholz: "Ich bin sehr besorgt"

Allerdings sieht Scholz bislang keinerlei Anhaltspunkte daf├╝r, dass der Krieg in der Ukraine bald enden k├Ânnte. "Ich bin sehr besorgt", sagte er in der RTL-Sondersendung.

Die Frage "Was soll das Ganze?" habe er auch am Freitag im Telefonat mit dem russischen Pr├Ąsidenten gestellt. Wenn der Krieg noch drei Wochen oder gar ein Jahr so weitergehe, w├╝rden am Ende nur noch viel mehr Menschen get├Âtet und viel mehr St├Ądte zerst├Ârt worden sein.

Eine Antwort von Putin gab es offenbar ebenso wenig wie ein Zeichen, dass die Warnung angekommen ist. "Bisher ist es leider nicht so zu erkennen, dass die Einsicht gewachsen ist, dass man das jetzt hier so schnell wie m├Âglich beendet. Aber ich muss es und werde es jedes Mal wieder fordern in den Gespr├Ąchen", sagte Scholz.

"Sie m├╝ssen da schleunigst hin"

Eine sofortige Reise nach Kiew lehnte der Kanzler erneut ab. "Ich werde nicht mich einreihen in eine Gruppe von Leuten, die f├╝r ein kurzes Rein und Raus mit einem Fototermin was machen", sagte er. Er habe zuletzt "in relativ kurzer Zeit" insgesamt rund zehn, elf Stunden mit dem ukrainischen Pr├Ąsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen. Da sei ein Besuch nur gerechtfertigt, wenn damit konkret etwas vorangebracht werden k├Ânne.

"Sie m├╝ssen da schleunigst hin", meinte hingegen Philipp Meyer. Der Finanzdienstleister aus Osnabr├╝ck war einer von vier B├╝rgern, die Scholz in der Runde mit Forderungen und Sorgen konfrontieren konnten. Seiner Ansicht nach sollte der Kanzler sogar als Zeichen der Solidarit├Ąt alle paar Wochen in die Ukraine reisen. "Es kann doch nicht sein, dass sie als Bundeskanzler dieses Landes die Symbolik dieser Bilder untersch├Ątzen", warf er ihm vor.

"Ich untersch├Ątze gar nichts, trotzdem bin ich f├╝r ernsthafte Politik", erwiderte Scholz. Er versprach mit Blick auf die Ukraine-Hilfen: "Der Kanzler bewegt was" ÔÇô und unterstrich dies mit einem typischen Scholz-Halbsatz, als er versicherte, "dass wir all die Sachen voranbringen, die jetzt stattfinden m├╝ssen".

"Kann der Kanzler Krise?

Die Sendung stand unter dem Motto "Kann der Kanzler Krise?". 69 Prozent der Teilnehmer einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL waren der Ansicht, dass Scholz seine Politik nicht ausreichend erkl├Ąrt.

"Mir fehlt Transparenz, bei vielen Themen steige ich nicht durch", sagte Romy Puhlmann. Die arbeitslose und alleinerziehende Mutter schaut angesichts der Preisexplosion mit Sorge auf die Sommerferien, wenn ihre drei Kinder nicht mehr gratis in der Schule essen k├Ânnen. Selbst zwei Rollen Toilettenpapier statt einer mache bei ihrer knappen Haushaltskasse einen Unterschied. Gro├če Erleichterung angesichts des geplanten 30-Milliarden-Euro-Hilfspakets der Bundesregierung will sich bei der 47-J├Ąhrigen nicht einstellen. "Keiner wei├č, wann diese Extrazahlungen eigentlich kommen", klagte sie.

"Ich mache mir wirklich Sorgen, dass es viele gibt, die, auch wenn sie dreimal jeden Cent umdrehen, trotzdem nicht gut zurechtkommen", demonstrierte Scholz Verst├Ąndnis. Die Regierung dr├╝cke aufs Tempo, k├Ânne aber nicht das Grundgesetz aushebeln und Geld ohne die n├Âtige Rechtsgrundlage verteilen. "Ich mache drei Kreuze, wenn alle Gesetze durchbeschlossen sind", sagte der Kanzler.

Auch R├╝cker f├╝hlt sich von der Politik vertr├Âstet. Der Schmelzer im Stahlwerk Neuzelle wartet seit einem Gespr├Ąch mit der damaligen Gr├╝nen-Chefin Annalena Baerbock im vergangenen Jahr darauf, dass seine Branche unterst├╝tzt wird. Bislang sei aber nichts passiert. "Da flie├čen keine Gelder", kritisierte der zweifache Gro├čvater, der um die Zukunft seines Berufs und seiner Region f├╝rchtet: "Wir haben Angst, dass die anderen L├Ąnder uns die Arbeit wegnehmen."

Loading...
Symbolbild f├╝r eingebettete Inhalte

Embed

Kann der Kanzler die Zuschauer f├╝r sich gewinnen?

Total ├╝berzeugen konnte Scholz die B├╝rger nicht. "Ich sehe ├╝berall noch ein bisschen Skepsis in den Augen", stellte Moderatorin Pinar Atalay fest. Das galt auch f├╝r Viktoria Prytuliak. Die 32-j├Ąhrige Ukrainerin war mit 16 Jahren nach Deutschland gekommen. "Was bleibt mir noch ├╝brig, woran kann ich mich erinnern?", fragte die Mutter Scholz mit Tr├Ąnen in den Augen angesichts der Zerst├Ârung in ihrer Heimatstadt Odessa, wo ihre Eltern noch leben.

Zumindest R├╝cker r├Ąumte dem Kanzler am Ende von "RTL Direkt Spezial" einen gewissen Vertrauensvorschuss ein. "Ich habe schon ein bisschen was mitgenommen", bilanzierte der Stahlarbeiter. "Ich nehme Sie beim Wort: dieses Jahr noch", sagte er zu der versprochenen Unterst├╝tzung f├╝r die Stahlindustrie.

Scholz zu NRW-Wahl: "Wir sind nicht auf Platz eins gekommen"

Die Sendung war am fr├╝hen Montagabend im Berliner Hauptstadtstudio von RTL aufgezeichnet worden. Thema war deshalb nat├╝rlich auch das historisch schlechte Ergebnis der SPD bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am Vortag.

Loading...
Loading...
Loading...

Atalay sprach von einem "desastr├Âsen" Abschneiden, der Kanzler sagte lieber "wir sind nicht auf Platz eins gekommen". Es sei nun zun├Ąchst an Ministerpr├Ąsident Hendrik W├╝st (CDU), Gespr├Ąche ├╝ber m├Âgliche Koalitionen zu f├╝hren.

Aber Scholz hielt sich angesichts einer Mehrheit im Landtag die M├Âglichkeit einer Ampelkoalition offen: "Vielleicht ergibt sich daraus ja auch was." Es sei in der deutschen Geschichte schlie├člich schon ├Âfter vorgekommen, dass andere Parteien als der Sieger am Ende eine Regierung bilden.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Patrick Diekmann
Daniel M├╝tzel
Olaf ScholzRTLRusslandSPDUkraine
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website