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Der Kampf um die letzte ukrainische Bastion in Luhansk

Von t-online, dpa, afp, rtr, sje

03.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Ukrainische Feuerwehrkräfte löschen ein Feuer in einem beschädigten Wohnhaus in Lyssytschansk: "Der Kampf um den Donbass ist noch nicht vorbei", so ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums.
Ukrainische Feuerwehrkräfte löschen ein Feuer in einem beschädigten Wohnhaus in Lyssytschansk: "Der Kampf um den Donbass ist noch nicht vorbei", so ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums. (Quelle: Militärverwaltung der Region Luhansk/AP/dpa-bilder)
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Die einstige ukrainische Großstadt Lyssytschansk ist heftig umkämpft. Was die Einnahme durch die russischen Truppen bedeuten würde.

Seit Tagen galt Lyssytschansk als letzte ukrainische Bastion im Gebiet Luhansk. Dann meldete der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu Kremlchef Wladimir Putin am Sonntagvormittag, die einstige Großstadt sei von den russischen Truppen eingenommen worden, und damit ebenso das gesamte Gebiet Luhansk. Das Dementi aus Kiew folgte – auch wenn die Ukrainer zugeben, dass es Schwierigkeiten gebe. Unabhängig lassen sich die Berichte kaum prüfen.

In der Mitteilung des russischen Verteidigungsministers hieß es nach Angaben der Agentur Interfax: "Durch erfolgreiche Kampfhandlungen der russischen Streitkräfte zusammen mit den Einheiten der Luhansker Volksrepublik wurde die völlige Kontrolle über die Stadt Lyssytschansk und eine Reihe der nächstgelegenen Ortschaften hergestellt." Innerhalb eines Tages hätten die eigenen Truppen demnach in der Region 182 Quadratkilometer erobert.

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Ukraine: Der Donbass ist nicht verloren

Ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums bezeichnete dies in der BBC hingegen als unwahr. Russische Truppen griffen jedoch permanent an. "Für Ukrainer hat der Wert menschlichen Lebens oberste Priorität", sagte der Sprecher. "Deshalb könnten wir uns manchmal aus gewissen Gebieten zurückziehen, um sie in der Zukunft zurückzuerobern."

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Zudem sei der Donbass nicht verloren, selbst wenn Russland ganz Luhansk erobere, so der Sprecher. Es gebe dort weitere große Städte, vor allem im Gebiet Donezk, die unter ukrainischer Kontrolle seien. "Diese Städte waren in den vergangenen Tagen Ziel schwerer Raketenangriffe und von Artilleriebeschuss. Aber der Kampf um den Donbass ist noch nicht vorbei."

Der Donbass, auch Donezbecken genannt, ist ein großes Steinkohle- und Industriegebiet in der Ostukraine, das an Russland grenzt. Seit April 2014 sind Teile des Donbass Schauplatz des Konflikts zwischen ukrainischen Truppen und prorussischen Separatisten. Die von Moskau unterstützten Separatisten riefen in dem Gebiet damals die "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk aus. Im Februar 2022 erkannte Kremlchef Wladimir Putin die Gebiete als unabhängig an – kurz vor der Invasion in die Ukraine. International werden die Regionen nicht anerkannt. Im Zuge des Angriffskrieges gilt die Eroberung des Donbass als Putins wichtigstes Kriegsziel.

Lyssytschansk ist Teil des Ballungsraums Sjewjerodonezk-Lyssytschansk, um den monatelang gekämpft wurde. In der letzten Juni-Woche hatte das ukrainische Militär die Großstadt Sjewjerodonezk aufgeben müssen, die von Lyssytschank nur durch einen Fluss getrennt ist. Vor dem Krieg lebten insgesamt 380.000 Einwohner in dem Ballungsgebiet. Lyssytschansk ist strategisch, aber auch symbolisch von Bedeutung. Die Stadt war ein bedeutendes Industriezentrum, unter anderem für die Ölverarbeitung.

Beschädigte Wohngebäude: Vor dem Krieg lebten in Lyssytschansk und Sjewjerodonezk rund 380.000 Menschen.
Beschädigte Wohngebäude: Vor dem Krieg lebten in Lyssytschansk und Sjewjerodonezk rund 380.000 Menschen. (Quelle: Militärverwaltung der Region Luhansk/ap-bilder)

Widersprüchliche Angaben schon am Tag zuvor

Schon am Samstag hatte es widersprüchliche Behauptungen über die Stadt gegeben. Die pro-russischen Separatisten behaupteten, Lyssytschansk sei komplett umzingelt. Man wolle in die Stadt eindringen, um dort "den umzingelten Feind vollständig zu besiegen".

Der Gouverneur des Luhansker Gebiets, Serhij Hajdaj, widersprach der russischen Darstellung. Er teilte mit, die Russen versuchten, Lyssytschansk von verschiedenen Seiten aus zu stürmen. Später am Tag bekräftigte der Sprecher der ukrainischen Nationalgarde, Ruslan Musytschuk: "In der Nähe von Lyssytschansk finden heftige Kämpfe statt, aber glücklicherweise ist die Stadt nicht umzingelt und steht unter der Kontrolle ukrainischer Truppen."

Slowjansk bereits unter heftigem Beschuss

Falls sich die russischen Behauptungen bestätigen, wäre dies für Putin ein wichtiger Erfolg. Die Eroberung des Gebiets Luhansk war von Beginn an von russischer Seite als wichtiges Kriegsziel ausgegeben worden. Nach der Einnahme von Lyssytschansk könnten die russischen Truppen nun auch Kramatorsk und Slowjansk in der zweiten Donbass-Teilregion Donezk ins Visier nehmen.

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Slowjansk liegt bereits seit Tagen unter heftigem Raketenbeschuss. Bei einem russischen Angriff sind am Sonntag nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Zudem seien 15 Menschen verletzt worden, teilte am Sonntag eine Sprecherin der Regionalverwaltung von Donezk mit, zu der Slowjansk gehört. Bürgermeister Wadym Liach sprach seinerseits von "vielen Toten und Verletzten".

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Die Stadt in der Donbass-Teilregion Donezk sei am Sonntag mit Mehrfachraketenwerfern beschossen worden, sagte der Bürgermeister in einem bei Facebook veröffentlichten Video. Es seien die heftigsten Angriffe "seit langem" gewesen. Es gebe 15 Brände. Ukrainischen Medienberichten zufolge stand unter anderem ein Markt in Flammen. Die Sprecherin der Regionalverwaltung erneuerte den Aufruf an die Menschen in Slowjansk, die Stadt möglichst zu verlassen.

Slowjansk liegt nur wenige Kilometer von der Frontlinie entfernt und steht bereits seit Tagen unter Raketenbeschuss. Bürgermeister Liach hatte Russland zuvor bereits vorgeworfen, bei den Angriffen auf die Stadt Streumunition eingesetzt zu haben. Streumunition ist durch internationale Verträge geächtet, welche Moskau allerdings nicht unterzeichnet hat.

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