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Armenien entzieht Russland Grenzschutz im Flughafen Eriwan


Orientierung nach Westen
Armenien löst sich von Russland – und wirft Soldaten raus

Von reuters
Aktualisiert am 12.03.2024Lesedauer: 1 Min.
Der russische Präsident Putin (r.) und der armenische Ministerpräsident Paschinjan (l.): Armenien hat seine Mitgliedschaft im russisch geführten Militärbündnis CSTO ruhen lassen.Vergrößern des BildesDer russische Präsident Putin (r.) und der armenische Ministerpräsident Paschinjan (l.) (Archivbild): Armenien wirft dem Kreml nun vor, das Land nicht gegen Aserbaidschan zu verteidigen. (Quelle: Vladimir Smirnov/imago-images-bilder)
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Lange Zeit galt Russland als die Schutzmacht Armeniens. Jetzt richtet sich der Blick in eine andere Himmelsrichtung – und zwar nach Westen.

Armenien löst sich immer weiter aus der engen Beziehung zu Russland. Die Zollkontrollen am Flughafen der armenischen Hauptstadt Eriwan werden der einstigen Schutzmacht entzogen. Russische Grenzschützer würden vom 1. August an dort nicht mehr eingesetzt, erklärte Ministerpräsident Nikol Paschinjan laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax vom Dienstag.

Vergangene Woche hatte Armeniens Außenminister Ararat Mirsojan den Schritt angekündigt: "Von Anfang an war die Präsenz der russischen Seite am Flughafen Swartnots als Unterstützung für das junge, unabhängige Armenien geplant. Jetzt glauben wir, dass Armenien in der Lage ist, Grenzdienste am Flughafen Swartnots durchzuführen."

Armenien erwägt wohl EU-Beitritt

Am Freitag hatte Mirsojan erklärt, Armenien erwäge den Beitritt zur Europäischen Union. Die armenische Regierung wirft Russland vor, das Land nicht gegen Aserbaidschan zu verteidigen. Zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken ist die Kaukasus-Region Bergkarabach seit Jahrzehnten umstritten.

Im September 2023 eroberte Aserbaidschan das mehrheitlich von Armeniern besiedelte Gebiet und löste eine Massenflucht aus. Deutschland bemüht sich derzeit als Vermittler der beiden Länder. Mehr dazu lesen Sie hier. Russische Friedenstruppen, die zwischen Aserbaidschan und Armenien stationiert sind, griffen in die Konflikte nicht ein.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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