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Lawrow greift Westen scharf an: "EU und Nato belügen sich selbst"

Lawrow greift Westen scharf an  

"EU und Nato belügen sich selbst"

27.09.2014, 21:13 Uhr | dpa, AP

Lawrow greift Westen scharf an: "EU und Nato belügen sich selbst". Sergej Lawrow konzentrierte sich bei seiner Rede fast ausschließlich auf Attacken gegen den Westen. (Quelle: dpa)

Sergej Lawrow konzentrierte sich bei seiner Rede fast ausschließlich auf Attacken gegen den Westen. (Quelle: dpa)

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat den Westen vor den Vereinten Nationen scharf angegriffen und ihm Arroganz vorgeworfen. "EU und Nato belügen sich selbst als angebliche Hüter der Demokratie", sagte Lawrow vor der UN-Vollversammlung in New York. Während Russland militärische Gewalt ablehne, sei sie im Westen zur Normalität geworden.

Im Gegensatz zu anderen Rednern, die zumeist eine ganze Reihe von Themen ansprachen, konzentrierte sich Lawrow fast ausschließlich auf seine Angriffe gegen den Westen.

"Die Ukraine ist Opfer dieser arroganten Politik der USA und der EU geworden", sagte Lawrow. Der Westen habe "den Putsch" unterstützt. "Die neuen Machthaber in Kiew haben Gewalt gegen die eingesetzt, die nur ihre Kultur und Sprache verteidigen wollten." USA und EU versuchten, die Kontrolle über ein größeres geopolitisches Areal zu bekommen. "Sie verletzen dabei die UN-Charta und das Übereinkommen von Helsinki."

Anspruch auf "ewige Einsamkeit" aufgeben

Die Annexion der Krim verteidigte Lawrow als eine Entscheidung der dortigen Bevölkerung. Er warf dem Westen und der Nato vor, sie könnten sich nicht von ihren Vorstellungen aus dem Kalten Krieg lösen. Diese seien ihr "genetischer Code". Die USA müssten ihren Anspruch "ewiger Einmaligkeit" aufgeben.

Lawrow verurteilte auch die Sanktionen, die die EU, die USA und andere Länder gegen Moskau verhängt hatten. "Die Sinnlosigkeit und Kontraproduktivität einseitiger Sanktionen sieht man schon an den Strafmaßnahmen der USA gegenüber Kuba", sagte er. "Die Politik der Ultimaten und die Philosophie der Überlegenheit und Beherrschung passt nicht mehr ins 21. Jahrhundert."

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