Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

Wladimir Putin ist "bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten"

"Wir akzeptieren das"  

Putin sieht USA als letzte verbliebene Supermacht

18.06.2016, 09:14 Uhr | rtr

Wladimir Putin ist "bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten". Wladimir Putin setzt im Verhältnis zu USA und EU plötzlich auf versöhnliche Töne. (Quelle: AP/dpa)

Wladimir Putin setzt im Verhältnis zu USA und EU plötzlich auf versöhnliche Töne. (Quelle: AP/dpa)

Nach zuletzt harschen Tönen gegenüber den USA und der EU zeigt sich der russische Präsident Wladimir Putin nun versöhnlich. Die USA seien vermutlich die letzte verbliebene Supermacht, sagte er beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg.

"Wir akzeptieren das. Wir sind bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten." Putin ging auch auf die Europäische Union zu, die in der kommenden Woche voraussichtlich ihre wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen gegen Russland verlängern wird.

"Wir hegen keinen Groll und sind bereit, unseren europäischen Partnern entgegen zu kommen", erklärte Putin. "Aber das kann natürlich keine Einbahnstraße sein." Die EU bleibe aber ein wichtiger Handelspartner für Russland.

Ungewöhnliche Töne von Putin

Putins Worte über die Supermacht USA sind ungewöhnlich: US-Präsident Barack Obama hatte Russland einst als Regionalmacht bezeichnet und damit bei Putin für Verärgerung gesorgt. Putin erklärte, Russland setze auf ein gutes Verhältnis zu den USA - unabhängig davon, wer die Präsidentenwahl im November gewinne.

Kürzlich hatte Putin den republikanischen Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur, Donald Trump, als "sehr talentiert" bezeichnet. Damit löste er Spekulationen aus, er bevorzuge Trump als Nachfolger Obamas.

Bei seiner Rede in St. Petersburg bemühte er sich aber, diesem Eindruck zu widersprechen und betonte auch die "herzlichen Beziehungen", die die USA unter dem früheren Präsidenten Bill Clinton zu Russland gehabt hätten. Clintons Frau Hillary ist die Bewerberin der Demokraten um das höchste Amt in den USA.

Strafmaßnahmen bleiben bestehen

Putin versuchte, die Folgen der Sanktionen der EU für die russische Wirtschaft herunterzuspielen. Zugleich signalisierte er keine Bereitschaft, die im Gegenzug gegen die EU verhängten Strafmaßnahmen aufzuheben.

Die EU und die USA hatten im Russland-Ukraine-Konflikt Sanktionen gegen die Regierung in Moskau verhängt. Auslöser sind die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und der Vorwurf einer militärischen Beteiligung Russlands am Aufstand pro-russischer Separatisten in der Ostukraine.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal