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Türkei bestellt US-Botschafter nach Krawallen bei Erdogan-Besuch ein

Krawalle bei Erdogan-Besuch  

Türkei bestellt US-Botschafter ein

22.05.2017, 20:37 Uhr | AFP, t-online.de

Türkei bestellt US-Botschafter nach Krawallen bei Erdogan-Besuch ein. Türkei bestellt US-Botschafter ein (Quelle: Reuters/Jonathan Ernst)

Während des US-Besuchs von Erdogan trafen vor der türkischen Botschaft in Washington Gegner und Unterstützer des Staatschefs aufeinander. (Quelle: Jonathan Ernst/Reuters)

Die Türkei hat den Botschafter der USA in Ankara wegen der gewaltsamen Konfrontation zwischen Sicherheitsleuten und Demonstranten beim Washington-Besuch von Präsident Erdogan einbestellt. 

Das Außenministerium erklärte am Montag, es wolle damit bei Botschafter John Bass gegen die "Sicherheitsmängel" bei dem Besuch vergangene Woche und gegen das "aggressive und unprofessionelle Verhalten" von US-Sicherheitskräften protestieren.

Bodyguards sollen Demonstranten attackiert haben

Erdogans-Besuch war von Zusammenstößen zwischen seinen Anhängern und kurdischen Demonstranten vor der Residenz des türkischen Botschafters überschattet worden. Erdogans Bodyguards wurde vorgeworfen, Demonstranten angegriffen und misshandelt zu haben.

Der US-Polizei gelang es erst nach einer Weile, die beiden Seiten zu trennen. Es gab mehrere Verletzte und zwei Festnahmen wegen der Ausschreitungen.

Verstieß Washington gegen diplomatische Regeln?

US-Senator John McCain forderte daraufhin die Ausweisung des türkischen Botschafters, das US-Außenministerium und die Washingtoner Polizei kritisierten den Vorfall. Das türkische Außenministerium warf den US-Sicherheitskräften nun vor, mit ihrem Verhalten gegenüber den Bodyguards von Außenminister Mevlüt Cavusoglu gegen "diplomatische Regeln" verstoßen zu haben, das Ministerium forderte eine "umfassende Untersuchung".

Erdogans Bodyguards war bereits bei seinem Washington-Besuch im April 2016 vorgeworfen worden, Journalisten beleidigt und Demonstranten misshandelt zu haben. Auch bei seinem Quito-Besuch zwei Monate zuvor hatte es ähnliche Vorwürfe gegeben.

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