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Russland: Putin lässt gigantische Militärparade auffahren – trotz Corona-Krise


Erinnerung an Sowjetarmee-Verdienste
Putin lässt gigantische Militärparade auffahren

Von dpa
Aktualisiert am 24.06.2020Lesedauer: 2 Min.
Moskau: Tausende Russische Soldaten sind bei der größten Parade der Landesgeschichte im Einsatz gewesen.Vergrößern des BildesMoskau: Tausende Russische Soldaten sind bei der größten Parade der Landesgeschichte im Einsatz gewesen. (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)
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Moskau feiert die größte Militärparade der russischen Geschichte. Anlässlich des Jubiläums der Befreiung vom Hitler-Faschismus hat Präsident Putin zehntausende Soldaten aufmarschieren lassen – trotz Corona.

Zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland hat sich auf dem Roten Platz in Moskau die größte Militärparade des Landes ereignet. Unter extremen Sicherheitsvorkehrungen marschierten mehr als 13.000 Soldaten bei sonnigem Wetter im Zentrum auf – dicht an dicht und ohne Schutzmasken. Als Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Atommacht hat Präsident Wladimir Putin die auf anderthalb Stunden angelegte Waffenschau abgelegt. Er empfing Veteranen und Staatsgäste.

Auch Hunderte Soldaten von insgesamt 13 Staaten waren vertreten, darunter vor allem ehemalige Sowjetrepubliken, aber auch Gäste aus China, Indien, der Mongolei und Serbien. Wegen der Corona-Pandemie haben viele Staatsgäste ihre Reise abgesagt. Deutschland war mit dem Botschafter vertreten.

Zehntausende Schaulustige vor Ort

Auch die Weltgesundheitsorganisation hatte vor einem erhöhten Infektionsrisiko bei Massenveranstaltungen gewarnt. Mehrere russische Städte hatten ihre Paraden wegen der Pandemie abgesagt. Insgesamt waren aber nach Angaben des Verteidigungsministeriums 64.000 Soldaten landesweit an den Siegesfeiern beteiligt.


Die durch Moskau rollenden Panzer, Luftabwehrsysteme und Atomraketen hatten am Morgen Zehntausende Schaulustige angelockt. Offiziell sind Massenveranstaltungen in der russischen Hauptstadt weiter verboten. Aber Kremlchef Putin und die Militärführung hatten betont, dass die Parade vor allem der Wertschätzung der Opfer bei der Befreiung Europas vom Hitler-Faschismus diene. Die Anfang der 1990er Jahre zerfallene Sowjetunion hatte 27 Millionen Todesopfer im Zweiten Weltkrieg.

Die Paraden waren wegen der Corona-Krise vom 9. Mai auf den 24. Juni verschoben worden. Das historische Datum erinnert an die erste Siegesparade nach Kriegsende in Moskau am 24. Juni 1945.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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