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US-Truppenabzug: Donald Trump ätzt weiter gegen Deutschland

US-Truppenabzug  

Trump ätzt weiter gegen die deutsche Bundesregierung

30.07.2020, 12:58 Uhr | dpa

US-Truppenabzug: Donald Trump ätzt weiter gegen Deutschland. Donald Trump: Der US-Präsident zieht Truppen aus Deutschland ab – und kritisiert erneut die Bundesregierung.  (Quelle: Reuters/Leah Mills)

Donald Trump: Der US-Präsident zieht Truppen aus Deutschland ab – und kritisiert erneut die Bundesregierung. (Quelle: Leah Mills/Reuters)

Trump zieht ein Drittel der in Deutschland stationierten US-Soldaten ab – und giftet weiter gegen die Bundesregierung. Ewiger Streitpunkt bleiben die Militärausgaben Deutschlands: Die sind Trump viel zu niedrig. 

Nach dem angekündigten Abzug von rund einem Drittel der amerikanischen Truppen aus Deutschland hat US-Präsident Donald Trump die Bundesregierung erneut kritisiert. "Deutschland zahlt Russland jährlich Milliarden von Dollar für Energie, und wir sollen Deutschland vor Russland schützen. Was soll das sein?", twitterte Trump am Mittwochabend (Ortszeit). Außerdem sei Berlin "mit seiner zweiprozentigen Gebühr an die NATO sehr säumig." Daher werde man einige Truppen aus Deutschland abziehen.

US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass die USA rund ein Drittel der bislang in der Bundesrepublik stationierten Soldaten möglichst rasch abziehen wollen. Gut die Hälfte der rund 12.000 betroffenen Soldaten sollen in die USA zurückgeholt, weitere 5.600 in andere Nato-Länder verlegt werden. Zudem sollen zwei Kommandozentralen verlagert werden. Einen exakten Zeitplan legte Esper nicht vor. Es ist auch unklar, ob Trumps Maßnahme wie geplant über die Bühne gehen kann, da der Kongress die Mittel dazu bewilligen müsste.

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USA geben viel Geld für die Verteidigung aus

Trump hatte den im Grundsatz bereits im Juni angekündigten Teilabzug der US-Truppen mit aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet. Das Zwei-Prozent-Ziel der Nato sieht vor, dass sich alle Bündnispartner bis 2024 daran annähern, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Deutschland hat sich inzwischen angenähert, liegt mit 1,38 Prozent aber immer noch deutlich unter dem Ziel. Die USA geben trotz ihres deutlich höheren BIP 3,4 Prozent für die Verteidigung aus.

Die Ankündigung der US-Regierung löste deutliche Kritik in Trumps eigener Partei aus. Der Republikanische Senator Mitt Romney nannte den Plan einen "schwerwiegenden Fehler". Romney – ein innerparteilicher Kritiker Trumps – schrieb auf Twitter: "Es ist ein Schlag ins Gesicht eines Freundes und Verbündeten." Trumps Ex-Sicherheitsberater John Bolton twitterte, die Entscheidung sende "unseren Gegnern das falsche Signal und macht unsere Verbündeten angesichts der zunehmenden globalen Bedrohungen verwundbar".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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