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Sergej Lawrow bestätigt Kontakt Malis zu russischen Söldnern

Wegen Abzugs französischer Soldaten  

Lawrow bestätigt Kontakt Malis zu russischen Söldnern

26.09.2021, 01:51 Uhr | AFP

Sergej Lawrow bestätigt Kontakt Malis zu russischen Söldnern. Der russische Außenminister Sergey Lavrov schüttelt die Hand von Mails Außenminister Abdoulaye Diop am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Russische Söldner sollen der Armee in Mali helfen. (Quelle: imago images/SNA)

Der russische Außenminister Sergey Lavrov schüttelt die Hand von Mails Außenminister Abdoulaye Diop am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Russische Söldner sollen der Armee in Mali helfen. (Quelle: SNA/imago images)

Die Regierung in Mali sucht Unterstützung durch eine Söldnerfirma in Russland. Das hat jetzt der russische Außenminister bestätigt. Das Vorgehen Malis sei "vollkommen legitim", sagte Sergej Lawrow.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat bestätigt, dass Mali Kontakt zu russischen Sicherheitsfirmen aufgenommen hat. Da Frankreich seine Militärpräsenz in Mali verringern wolle, habe sich die malische Regierung an "private russische Firmen" gewandt, sagte Lawrow am Samstag am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Die malische Regierung sei der Auffassung, dass ihre eigenen Kapazitäten ohne ausländische Unterstützung nicht ausreichen würden. Ihr Vorgehen sei daher völlig legitim, fügte Lawrow hinzu.

Die in Mali regierende Militärjunta strebt nach Angaben aus französischen Kreisen eine Zusammenarbeit mit der russischen Söldnergruppe Wagner an, die demnach mit der Ausbildung malischer Soldaten beauftragt werden könnte.

Larow hat Verbindung bestritten

Die Söldnergruppe Wagner ist berüchtigt für ihre Einsätze, unter anderem in Syrien und in der Zentralafrikanischen Republik. Die Regierung in Moskau bestreitet Verbindungen zu Wagner. Auch Lawrow sagte am Samstag zu der Kontaktaufnahme Malis: "Wir haben nichts damit zu tun."

Frankreich hat wegen der Pläne bereits mit einem vollständigen Abzug seiner Soldaten aus Mali gedroht.

Malis Ministerpräsident Choguel Kokalla Maïga warf Frankreich deswegen am Samstag bei der UN-Generaldebatte vor, das westafrikanische Land im Stich zu lassen. Mit der Ankündigung, den französischen Kampfeinsatz Barkhane zu beenden, habe Frankreich sein Land zudem vor vollendete Tatsachen gestellt. Mali habe daher das Recht, sich "andere Partner zu suchen", sagte Maïga.

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ist in Mali bisher mit besonders vielen Soldaten präsent. Auch die Bundeswehr ist an zwei internationalen Einsätzen in Mali beteiligt – an der EU-Ausbildungsmission EUTM und an der UN-Mission Minusma.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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