Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

Erdogan und Putin sprechen über militärische Kooperationen

Kampfflugzeuge und U-Boote  

Erdogan und Putin sprechen über militärische Kooperationen

30.09.2021, 14:22 Uhr | AFP

Erdogan und Putin sprechen über militärische Kooperationen. Erdogan (l.) und Putin haben in Sotschi auch über den Bau von zwei weiteren Atomkraftwerken in der Türkei gesprochen. (Quelle: imago images/Vladimir Smirnov)

Erdogan (l.) und Putin haben in Sotschi auch über den Bau von zwei weiteren Atomkraftwerken in der Türkei gesprochen. (Quelle: Vladimir Smirnov/imago images)

Die Türkei und Russland wollen ihre Zusammenarbeit im Rüstungsbereich intensivieren. Das dürfte nicht nur die USA beunruhigen: Die Nato befürchtet Moskaus Zugriff auf sensible Daten. 

Bei ihrem Gipfeltreffen in Sotschi haben der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein russischer Kollege Wladimir Putin nach Angaben aus Ankara über einen Ausbau ihrer Kooperation im Rüstungsbereich beraten. Er habe bei dem Gespräch am Mittwoch mit Putin erörtert, "welche Schritte wir in Bezug auf Flugzeugmotoren und Kampfflugzeuge unternehmen können", sagte Erdogan am Donnerstag nach seiner Rückkehr in die Türkei, wie der Sender NTV berichtete. Auch über eine Zusammenarbeit beider Länder beim Bau von Booten und U-Booten sei beraten worden.

Die Ankündigungen dürften bei den USA und anderen westlichen Ländern für Unruhe sorgen. Die Türkei hatte die Nato-Partner mit dem Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 erzürnt. Washington sieht darin ein Sicherheitsrisiko und fürchtet, dass Russland über das Raketensystem Zugang zu sensiblen Daten der Nato erhalten könnte. Die USA verhängten Sanktionen gegen Ankara und warfen die Türkei aus dem Produktionsprogramm für die neue Generation der F35-Kampfflugzeuge.

Erdogan bekräftigte, dass seine Regierung an dem Rüstungsgeschäft festhalten werde. Er rief die USA auf, die Lieferzusagen für hundert F35-Jets einzuhalten oder der Türkei ihre Zahlung in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar zurückzuerstatten.

Auch Erdogan und Putin haben Konflikte

Bei dem Treffen in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi habe er Putin auch vorgeschlagen, beim Bau von zwei weiteren Atomkraftwerken in der Türkei zu kooperieren, sagte Erdogan. Der Kreml-Chef habe dem zugestimmt. Der russische Staatskonzern Rosatom baut derzeit an der Südküste der Türkei das erste Akw des Landes, das 2023 ans Netz gehen soll.

Trotz der bilateralen Zusammenarbeit ist die Beziehung zwischen Erdogan und Putin nicht konfliktfrei. Im Syrien-Krieg und im Konflikt in Libyen stehen die Türkei und Russland auf unterschiedlichen Seiten.

Erdogan äußerte sich am Donnerstag nur vage zur Diskussion mit Putin über den Nordwesten Syriens, wo die Regierungstruppen mit Unterstützung Moskaus in den vergangenen Wochen ihre Luftangriffe verstärkt hatten. "Wir haben uns auf die Notwendigkeit konzentriert, in dieser Frage gemeinsam Schritte zu unternehmen", sagte er.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: