Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

Putin und Erdogan eröffnen erstes türkisches Atomkraftwerks

Startschuss von Putin und Erdogan  

Die Türkei baut ihr erstes Atomkraftwerk

03.04.2018, 22:32 Uhr | Maria Panina und Stuart Williams, AFP

Putin und Erdogan eröffnen erstes türkisches Atomkraftwerks. Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan: Die Staatschefs haben bei Putins Besuch den Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks eröffnet und führen Gespräche über den Syrien-Konflikt. (Quelle: AP/dpa/Burhan Ozbilici)

Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan: Die Staatschefs haben bei Putins Besuch den Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks eröffnet und führen Gespräche über den Syrien-Konflikt. (Quelle: Burhan Ozbilici/AP/dpa)

Mit großem Feuerwerk hat der Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks begonnen. Der türkische Staatschef Erdogan und Russlands Präsident Putin gaben den Startschuss. Danach zogen sie sich für Gespräche zur Lösung des Syrien-Konflikts zurück.

Als Symbol der Annäherung hat der russische Staatschef Wladimir Putin zum Auftakt seines zweitägigen Besuchs in der Türkei gemeinsam mit Präsident Recep Tayyip Erdogan den Startschuss zum Bau des ersten Atomkraftwerks der Türkei gegeben. Anschließend zogen sich Putin und Erdogan am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara zu Gesprächen zurück, bei denen der Bürgerkrieg in Syrien das beherrschende Thema gewesen sein dürfte.

Im Kampf gegen den Klimawandel

"Wir sind Zeuge eines wahrhaft historischen Augenblicks", sagte Erdogan in einer Ansprache zur Eröffnung der Bauarbeiten. Die Rede wurde per Video von Ankara aus direkt zur Baustelle in der südlichen Provinz Mersin übertragen. Das geplante Atomkraftwerk Akkuyu solle zur "Energiesicherheit" der Türkei ebenso beitragen wie zum "Kampf gegen den Klimawandel".

Die Dimension des Projekts sei "kaum zu übertreiben", sagte Putin. Das Atomkraftwerk stelle eine neue Etappe für die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei dar.

20 Millarden Dollar Baukosten

Bilder von der Baustelle im türkischen Fernsehen zeigten Arbeiter und ein Feuerwerk anlässlich des Baubeginns. Das Atomkraftwerk soll in Zukunft zehn Prozent des Strombedarfs des Landes decken. Die Anlage wird vom staatlichen russischen Konzern Rosatom errichtet und soll bis 2026 fertiggestellt werden. Die Kosten werden auf 20 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro) veranschlagt.

Bei dem Besuch Putins in Ankara handelt es sich um die erste Auslandsreise des russischen Präsidenten nach seiner Wiederwahl am 18. März. Im vergangenen Jahr hatten sich Putin und Erdogan achtmal persönlich getroffen.

Erdogan will Kooperation mit Russland aufrechterhalten

Im Anschluss an die Eröffnung der Baustelle zogen sich Putin und Erdogan zurück, um Gespräche über den Konflikt in Syrien zu führen. Am Mittwoch will der iranische Staatschef Hassan Rohani zu den Gesprächen dazustoßen.

Russland und die Türkei stehen im Syrien-Krieg auf unterschiedlichen Seiten: Ankara unterstützt Rebellen, Moskau steht ebenso wie Teheran hinter dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad. Zuletzt näherten sich die Türkei und Russland aber deutlich an. "Wir arbeiten eng mit Russland zusammen, um den Terrorismus und die Kämpfe in Syrien schnell zu beenden", sagte Erdogan. Er wolle die Kooperation mit Russland "fortsetzen und weiter ausbauen, jeden Tag".

Zusammen Syrien-Konflikt beenden

Zusammen mit dem Iran hatten die Türkei und Russland vergangenes Jahr Verhandlungen zur Beendigung des Syrien-Konflikts im kasachischen Astana initiiert. Der Einfluss der drei Länder in Syrien könnte demnächst weiter wachsen, nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag in einer Rede ein baldiges Ende des Syrien-Einsatzes der US-Armee angekündigt hatte.

Ankara beteiligte sich auch nicht an der Ausweisung russischer Diplomaten aus mehr als 20 Ländern als Reaktion auf den Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Sergei Skripal in Großbritannien. Erdogan hatte verkündet, er werde nicht auf der Grundlage von "Unterstellungen" gegen Moskau vorgehen. Zudem sind Russland und die Türkei durch Waffengeschäfte und den Bau der Gaspipeline Turkstream im Schwarzen Meer verbunden.

Verwendete Quellen:
  • AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Jetzt Gutschrift sichern und digital fernsehen!
jetzt bei der Telekom
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe