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Brasilien | Hunderte Bolsonaro-Anhänger freigelassen: "Sieg ist unser!"


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Humanitäre Gründe: Hunderte Bolsonaro-Anhänger freigelassen

Von afp
Aktualisiert am 10.01.2023Lesedauer: 1 Min.
Anhänger des früheren Präsidenten Bolsonaro sitzen in einem Bus: Nach dem Sturm auf das Regierungsviertel in Brasília gab es rund 1.500 Festnahmen.
Anhänger des früheren Präsidenten Bolsonaro sitzen in einem Bus: Nach dem Sturm auf das Regierungsviertel in Brasília gab es rund 1.500 Festnahmen. (Quelle: Isabella Finholdt/dpa)
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Nach dem Sturm auf Regierungsgebäude sind einige Hundert Anhänger des Ex-Präsidenten wieder auf freiem Fuß. Ihre Freilassung feierten sie ausgelassen.

Die brasilianische Polizei hat hunderte nach dem Sturm auf den Kongress und andere Institutionen festgenommene Anhänger des rechtsradikalen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro wieder freigelassen. Die Freilassung von knapp 600 Festgenommenen am Dienstag sei "aus humanitären Gründen" erfolgt, erklärte die Polizei. Bei ihnen handele es sich um ältere oder kranke Menschen oder Mütter mit kleinen Kindern.

Mit Bussen wurden die Freigelassenen zu einem Busbahnhof gebracht, um an ihre Heimatorte zurückzukehren, wie AFP-Reporter berichteten. Aus den Bussen streckten Freigelassene die Hand zum Siegeszeichen aus dem Fenster oder riefen Parolen wie "Der Sieg ist unser!"

Mehr als 500 in Strafanstalt gebracht

527 Festgenommene wurden derweil in eine Strafanstalt in Brasília gebracht. Insgesamt waren nach dem Sturm auf die politischen Institutionen und bei der Auflösung eines Protestlagers von Bolsonaro-Anhängern nach Polizeiangaben rund 1.500 Menschen festgenommen worden.

Hunderte Bolsonaro-Anhänger waren am Sonntag in der Hauptstadt Brasília in das Kongressgebäude, den Präsidentenpalast und den Sitz des Obersten Gerichts eingedrungen und hatten dort stundenlang schwere Verwüstungen angerichtet. Dabei entlud sich ihr Zorn über den Wahlsieg des Linkspolitikers Luiz Inácio Lula da Silva, der sich in einer Stichwahl knapp gegen Bolsonaro durchgesetzt hatte und seit Jahresbeginn im Amt ist.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur afp
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