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Prediger hetzt gegen Ägyptens Christen

Von dapd, afp
Aktualisiert am 05.12.2012Lesedauer: 2 Min.
Unterstützer von Präsident Mursi demonstrieren in Kairo: Die Sorge vor massiver Gewalt zwischen Muslimen und Christen in Ägypten wächst.
Unterstützer von Präsident Mursi demonstrieren in Kairo: Die Sorge vor massiver Gewalt zwischen Muslimen und Christen in Ägypten wächst. (Quelle: dpa-bilder)
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Im Streit um die ägyptische Verfassung drohen Islamisten-Führer ihren Gegnern nun immer offener mit Gewalt. Der radikale Fernsehprediger Abdullah Badr behauptete in einer Talkshow, die Christen seien es, die den Protest gegen Präsident Mohammed Mursi anführten. "Und wenn ihm auch nur ein Haar gekrümmt wird, dann reißen wir ihnen die Augen aus", fügte er hinzu.

In den vergangenen Wochen gab es in sozialen Netzwerken lediglich vereinzelt Aufrufe zum "Dschihad" gegen die politischen Gegner. Jetzt gehen die Islamisten offenbar in die Offensive: "Wenn sie sich gegen die Legitimität stellen, dann werden wir äußerte Gewalt anwenden", drohte der Generalsekretär der Partei für Unversehrtheit und Entwicklung, Mohammed Abu Samra, dem Nachrichtensender Al-Arabija.


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Mursi in Sicherheit gebracht

Der islamistische Staatschef hatte den Präsidentenpalast in Kairo am Dienstag verlassen, nachdem sich Zehntausende von Demonstranten vor dem Gebäude versammelt hatten, um seinen Rücktritt zu fordern.

Mursi habe den Palast auf Anraten seiner Leibwächter über einen Hintereingang verlassen, als die Menge auf dem Weg zu seinem Palast anwuchs, sagte ein Mitarbeiter des Präsidenten. Aus dem Palast hieß es, der Staatschef habe seinen Amtssitz wie geplant nach seinen offiziellen Terminen verlassen.

Zahlreichen Demonstranten gelang es am Dienstagabend, zu dem Präsidentenpalast am Rande von Kairo vordringen. Sie forderten lautstark Mursis Rücktritt. Einige Teilnehmer versuchten, auf die Mauern des Palasts zu klettern. Die Polizei setzte vergeblich Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen.

Die Demonstranten waren den Nachmittag durch die ägyptische Hauptstadt gezogen. Einige trugen Aufkleber mit dem Slogan: "Die Verfassung der Muslimbrüder ist illegitim".

Auch am Tahrir-Platz, mehrere Kilometer vom Palast entfernt, demonstrierten Zehntausende. Einige riefen "Das Volk will den Sturz des Regimes". Mit diesem Schlachtruf hatten die Demonstranten Anfang 2011 den damaligen Machthaber Husni Mubarak aus dem Amt vertrieben.

Auch in Alexandria, Sohag und Minja demonstrierten Mursis Gegner. In Minja setzte die Polizei nach Zusammenstößen zwischen Mursi-Gegnern und -Anhängern ebenfalls Tränengas ein, drei Menschen wurden verletzt.

Bereits vor einer Woche hatten mehr als 200.000 Menschen auf dem Kairoer Tahrir-Platz demonstriert, vergangenen Freitag waren es ähnlich viele.

Breite Front gegen Mursi

Weitere Teile der ägyptischen Gesellschaft schlossen sich inzwischen auch den Streiks gegen Mursi und dessen Muslimbruderschaft an. Nach den Richtern gingen am Dienstag auch einige Medien in den Ausstand.

Mindestens acht einflussreiche Tageszeitungen stellten aus Protest gegen den Verfassungsentwurf der Islamisten ihr Erscheinen ein. Die privaten Fernsehsender wollten sich der Aktion am Mittwoch ebenfalls anschließen und ausschließlich schwarze Bildschirme zeigen.

Viele Journalisten befürchten Einschränkungen der Meinungsfreiheit, sollte der Entwurf in einer Volksabstimmung am 15. Dezember angenommen werden.

Verfassungsentwurf durchgeboxt

Ägypten steckt in einer tiefen politischen Krise, seitdem Mursi sich am 22. November per Dekret weitreichende neue Befugnisse sicherte. Vor allem untersagte er der Justiz die Prüfung und Aufhebung seiner Beschlüsse und verbot die gerichtliche Auflösung der von den Islamisten dominierten Verfassungsgebenden Versammlung, die im Eilverfahren den Entwurf des neuen Grundgesetzes absegnete.

Am 15. Dezember soll nach dem Willen Mursis in einem Referendum über den Text abgestimmt werden. Nach Auffassung der Opposition schränkt er die Bürgerrechte ein. Einige Richter riefen zum Boykott der Abstimmung auf. Mursi betont, dass seine Machfülle nur für eine Übergangszeit gelte.

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