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Syrien: Assad-Soldaten erobern große Teile von Ost-Ghuta

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Umkämpfte Rebellen-Enklave  

Assad-Truppen erobern große Teile von Ost-Ghuta

08.03.2018, 10:48 Uhr | AP, AFP

Syrien: Assad-Soldaten erobern große Teile von Ost-Ghuta. Syrische Soldaten in Ost-Ghuta: Seit Beginn der Offensive am 18. Februar sollen in der Region 800 Zivilisten getötet worden sein. (Quelle: dpa/Ammar Safarjalani)

Syrische Soldaten in Ost-Ghuta: Seit Beginn der Offensive am 18. Februar sollen in der Region 800 Zivilisten getötet worden sein. (Quelle: Ammar Safarjalani/dpa)

Der Kampf um Ost-Ghuta bei Damaskus steht offenbar vor der Entscheidung. Ein für Donnerstag geplanter Hilfskonvoi musste wegen schwerer Bombardements abgesagt werden.

Syrische Regierungstruppen und verbündete Milizen haben offenbar die Hälfte des von Rebellen gehaltenen Gebiets Ost-Ghuta bei Damaskus eingenommen. Die Truppen hätten die belagerte Enklave damit de facto zweigeteilt, berichten syrische Staatsmedien sowie die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Das Rote Kreuz hat unterdessen einen für Donnerstag geplanten Hilfskonvoi für die Not leidenden Zivilisten in der Rebellenenklave verschoben.

Die Lage vor Ort sei derzeit zu unsicher, um die Hilfen wie geplant auszuliefern, sagte eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Am Montag war der Versuch einer ersten Hilfslieferung abgebrochen worden, nachdem der Konvoi unter Beschuss geraten war.

Dutzende Tote allein am Mittwoch

Im Kampf um Ost-Ghuta, das seit sieben Jahren von Rebellen gehalten wird, greift die syrische Regierung derzeit intensiv auf Bombardements und anderweitigen Beschuss zurück, um den Weg frei für Bodentruppen zu machen. Dutzende Menschen sind Berichten nach allein am Mittwoch getötet worden, Hunderte in den vergangenen zwei Wochen.

Mediziner und Anwohner meldeten am Mittwochabend Todesfälle durch Ersticken und Menschen, die Schwierigkeiten beim Atmen hatten. Sie warfen der Regierung vor, in der Nacht Chlorgas eingesetzt zu haben. Hamsa Hassan, ein Chirurg in Ost-Ghuta sagte, er habe 29 Kinder mit Atemproblemen behandelt. Eine unabhängige Bestätigung gab es nicht. Die syrische Regierung hat mehrfach abgestritten, Chlorgas eingesetzt zu haben.

Assad-Truppen teilen Gebiet entzwei

Nach Angaben des Militärs eroberten die Truppen die Stadt Beit Sawa sowie die größten Teile von Misraba – beides sind von Rebellen gehaltene Gemeinden im Herzen von Ost-Ghuta. Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, am Mittwochabend hätten die Truppen Ost-Ghuta in einen nördlichen und einen südlichen Bereich geteilt. Mehr als 50 Menschen seien durch Bombardements getötet worden.

UN-Menschenrechtshochkommissar Said Raad al-Hussein kritisierte in Genf Aussagen der syrischen Regierung, sie tue ihr Bestes für den Schutz von Zivilisten. Die Aussagen seien "ehrlich gesagt lächerlich", sagte er unter Verweis auf "willkürliche, brutale Angriffe" der syrischen Streitkräfte. In Ost-Ghuta können sich Zivilisten offenbar nirgendwo sicher fühlen. Dort eingesetzte Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sagten, einige Bewohner hätten zwei Wochen lang kein Sonnenlicht gesehen, weil sie im unterirdischen Bereich Schutz suchten.

UN dringen auf Erfüllung von Resolution

In New York wiederholte der UN-Sicherheitsrat unterdessen seine Forderung, die Resolution für eine landesweite Waffenruhe vom 24. Februar müsse umgesetzt werden. Die bisherigen Anstrengungen für eine Umsetzung der Resolution seien "absolut und vollkommen unzureichend", sagte etwa der schwedische UN-Botschafter Olof Skoog. "Wir sehen minimale Zeichen von den syrischen Behörden, um die Resolution umzusetzen." Die Resolution sieht eine mindestens 30-tägige Feuerpause vor, um Hilfslieferungen und den Abtransport von Kranken und Verletzten zu ermöglichen.

In Ost-Ghuta sind rund 400.000 Menschen von Beschuss der Regierungsstreitkräfte betroffen. Seit dem Start der Offensive am 18. Februar sind nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 800 Zivilisten getötet worden. Das russische Militär unterstützt nach eigenen Angaben die syrischen Truppen.

Verwendete Quellen:
  • AP, AFP

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