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Giftgasanschlag: Sergej Skripals Tochter Julia geht es etwas besser

Vergiftung mit Nervengas  

Skripals Tochter geht es etwas besser

29.03.2018, 19:34 Uhr | dpa

Giftgasanschlag: Sergej Skripals Tochter Julia geht es etwas besser. Polizisten vor dem Haus von Sergej Skripal: Russische Behörden fordern nun Einblick in die Ermittlungsakten seiner Tochter Julia. (Quelle: dpa/Frank Augstein)

Polizisten vor dem Haus von Sergej Skripal: Russische Behörden fordern nun Einblick in die Ermittlungsakten seiner Tochter Julia. (Quelle: Frank Augstein/dpa)

Im hochbrisanten Fall der Vergiftung des russischen Ex-Agenten Sergej Skripal kommen zur Ausnahme einmal positive Nachrichten. Seiner Tochter geht es laut Ärzten langsam besser.

Der Gesundheitszustand der Tochter des vergifteten Ex-Doppelagenten Sergej Skripal bessert sich zusehends. Julia Skripal spreche gut auf die Behandlung an, teilte das Krankenhaus im englischen Salisbury am Donnerstag mit. Der Zustand von Sergej Skripal hat sich dem Krankenhaus zufolge nicht verändert, er bleibe "kritisch aber stabil".

"Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, das Julia Skripal rasche Fortschritte macht und nicht mehr in einem kritischen Zustand ist", sagte die medizinische Leiterin des Bezirkskrankenhauses in Salisbury, Christine Blanshard, der Mitteilung zufolge. Die 33-Jährige bleibe aber weiterhin rund um die Uhr in Behandlung.

Giftstoff an Skripals Haustür gefunden

Julia Skripal und ihr Vater Sergej (66) waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der Innenstadt von Salisbury entdeckt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie mit dem in der früheren Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok vergiftet wurden.

Die beiden kamen wohl an ihrer eigenen Haustür in Salisbury mit dem Gift in Kontakt. Dort wurde die höchste Konzentration des Nervengifts entdeckt, teilte die Polizei mit. Einem BBC-Bericht zufolge soll es an der Türklinke gewesen sein, möglicherweise in Form einer klebrigen Masse, die dort hingeschmiert wurde. Die Tür wurden inzwischen abmontiert. Medienberichten zufolge wurde ein Spielplatz in der Nähe des Hauses am Donnerstag abgesperrt.

Moskau fordert Ermittlungsakten an

Unterdessen haben russische Behörden offiziell um Einblick in die Ermittlungen zu dem Anschlag auf Julia Skripal gebeten. Sie begründeten das Ersuchen mit der russischen Staatsbürgerschaft der Tochter. Das Staatliche Ermittlungskomitee in Moskau forderte die britischen Behörden auf, Kopien ihrer Akten zu dem Mordanschlag auf Vater und Tochterzu übermitteln.

Als Reaktion auf westliche Strafmaßnahmen in dem Fall erwägt Russland angeblich die Schließung des US-Generalkonsulats in St. Petersburg. Das berichtete die Zeitung "Iswestija" unter Berufung auf Quellen im russischen Außenministerium. In Solidarität mit Großbritannien haben die USA und die meisten EU-Staaten, darunter Deutschland, russische Diplomaten ausgewiesen. Die Moskauer Antwort darauf steht noch aus.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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